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Ergebnis F1-Barcelona Test 4

Mercedes deckt die Karten auf

Michael Schumacher Foto: xpb 52 Bilder

Michael Schumacher hat die Konkurrenz mit seiner absoluten Bestzeit in Barcelona geschockt. Der Mercedes war dabei erstmals mit dem kompletten Update-Paket unterwegs.

10.03.2011 Tobias Grüner

Gebetsmühlenartig haben die Mercedes-Verantwortlichen während der letzten Wochen darauf verwiesen, dass der neue Silberpfeil erst in Barcelona komplett ist. Am Freitag war es endlich soweit. Als es darum ging, die Hosen runterzulassen, hat Michael Schumacher das wahre Potenzial des MGP W02 gezeigt. Um 11:16 Uhr brannte der Rekordchampion eine 1:21.268 Min. auf den Asphalt.

Damit hatte er die Barcelona-Bestzeit von Sergio Perez vom Vortag um eine halbe Sekunde unterboten. "Das ist genau das, was wir in der Simulation errechnet haben", jubelte die Teamleitung. Dabei war Schumacher bei seiner Bestzeit noch mit dem alten Frontflügel unterwegs. Mit dem neuen Teil, das ebenfalls getestet wurde, passte die Balance noch nicht ganz.

Schumacher fährt nur auf "soft"

Die Schumacher-Zeit war noch aus einem anderen Grund besonders beeindruckend. Der Mercedes fuhr seine schnellste Runde mit Reifen der Marke "soft". Perez war gestern mit den noch weicheren "supersoft" unterwegs, die auf einer Runde noch schneller sind. Schumacher blieb bis zur Mittagspause noch zwei Mal unter der Perez-Vorgabe und bestätigte damit den guten Eindruck.

Auch Ferrari machte am Freitag in Barcelona eine gute Figur. Alonso konnte die Zeit von Perez ebenfalls unterbieten, blieb mit 1:21.614 Min. aber dreieinhalb Zehntel hinter Schumacher zurück. Allerdings war der Ferrari dabei auch auf den supersoften Reifen unterwegs, was die Leistung etwas schmälert.

Ferrari über die Distanz sehr stark

Nichts auszusetzen gibt es dagegen an der Zuverlässigkeit der Roten. Alonso konnte am Freitag den Distanzrekord von Felipe Massa noch einmal brechen. Zur Freude der spanischen Fans auf den Tribünen absolvierte der Lokalmarador 141 Runden. Dabei spulte die Ferrari-Nummer eins auch eine Renndistanz ab, die mit konstant niedrigen Rundenzeiten auch bei der Konkurrenz zur Kenntnis genommen wurde.

Die drittschnellste Zeit des Tages fuhr mit Nico Rosberg ebenfalls ein Mercedes-Pilot. Da es am Samstag regnen soll, gönnte das Team dem Youngster noch eine Extra-Stunde Fahrpraxis auf trockener Strecke. Allerdings waren die Bedingungen am späten Nachmittag nicht mehr ganz so gut wie in der Früh, als Schumacher seine schnellsten Runden drehte. Außerdem funktionierte bei Rosberg der verstellbare Heckflügel nicht. Die halbe Sekunde Rückstand auf die Bestzeit war also in Wirklichkeit auf ähnlichem Niveau wie Schumacher.

Renault hinter Ferrari und Mercedes

Auf Rang vier fand sich am Ende ein weiterer deutscher Pilot ein. Nick Heidfeld deckte mit seinem Renault ebenfalls die Karten auf und blieb dabei acht Zehntel hinter der Bestzeit. Mit nur 67 Runden konnte der Kubica-Ersatzmann aber nicht das geplante Programm abspulen.

Hinter Rubens Barrichello (Williams) auf Rang fünf landete Kamui Kobayashi auf Platz sechs. Der Japaner, der am Morgen über das schreckliche Erdbeben in seiner Heimat informiert wurde, konnte nicht ganz an die Spitzenzeiten seines Teamkollegen Perez vom Vortag anknüpfen. Die Rennsimulation am Nachmittag musste der Sauber-Pilot wegen eines Antriebsproblems nach 52 Runden abbrechen. Am Vortag hatte ein KERS-Problem auch den Teamkollegen davon abgehalten, eine komplette Grand Prix-Distanz abzuspulen.

Probleme bei Red Bull, Force India und McLaren

Bei Red Bull lief es am letzten Testtag nicht besonders gut. Ein Problem mit dem Unterboden und Schwierigkeiten mit der Balance sorgten für nur 64 Runden und vergleichsweise langsame Zeiten bei Sebastian. Noch schlimmer sieht die Situation bei Force India aus. Adrian Sutil hatte angekündigt, am Freitag eine Qualifying-Simulation zu fahren. Am Ende blieb er genau wie Teamkollege Paul di Resta mehr als zwei Sekunden hinter der Bestzeit.

Auch bei McLaren läuft es noch nicht rund. Jenson Button landete am Ende auf dem vorletzten Platz. Nur der Virgin war noch schlechter. Auch die Zuverlässigkeit scheint immer noch ein großes Problem. Nur 57 Runden war der Weltmeister von 2009 auf der Piste.

Lotus mit erfolgreichem Testabschluss

Von Lotus hatte man ähnliche Zahlen erwartet. Doch das grüne Auto war am Freitag nicht zu stoppen. Kovalainen spulte 138 Runden ab und war damit neben Alonso der einzige Pilot im dreistelligen Bereich. Mit 1:23.437 Min. belegte der Finne zudem einen respektablen neunten Platz.

Am Samstag gehen die Testfahrten in Barcelona endgültig zuende. McLaren, Ferrari, Williams und Mercedes hatten diese Woche auf einen Tag verzichtet und dürfen deshalb in die Verlängerung. Allerdings werden einige diese Idee wohl bereuen. Für Samstag ist wie schon erwähnt Dauerregen angesagt.

FahrerTeamZeitRunden
1. Michael SchumacherMercedes1:21.249 Min.67
2. Fernando AlonsoFerrari+ 0.365 Sek.141
3. Nico RosbergMercedes+ 0.53922
4. Nick HeidfeldRenault+ 0.82467
5. Rubens BarrichelloWilliams+ 0.98489
6. Kamui KobayashiSauber+ 1.06698
7. Jaime AlguersuariToro Rosso+ 1.42672
8. Sebastian VettelRed Bull+ 1.68464
9. Heikki KovalainenLotus+ 2.188138
10. Paul di RestaForce India+ 2.40442
11. Adrian SutilForce India+ 2.67226
12. Pastor MaldonadoWilliams+ 2.85911
13. Jenson ButtonMcLaren+ 4.58857
14. Jerome D'AmbrosioVirgin+ 6.12646
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