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Ergebnis Formel 1-Test Jerez 2011 - Tag 3

Heidfeld durchkreuzt Alonso-Show

Jerez Test 2011 Foto: xpb 101 Bilder

Am dritten Testtag von Jerez konnte sich Nick Heidfeld überraschend die Bestzeit notieren lassen. Der Ersatzmann von Robert Kubica schlug den spanischen Lokalmatador Fernando Alonso um anderthalb Zehntel. Sebastian Vettel ging nicht auf Bestzeitenjagd.

12.02.2011 Tobias Grüner

Mit einer Bestzeit von Nick Heidfeld hätten wohl nur wenige gerechnet, als sich der Mönchengladbacher am Morgen erstmals den schwarz-goldenen Helm mit dem Teamlogo von Renault aufsetzte. Doch mit konstanten Runden und einer fehlerfreien Fahrt näherte sich der 33-Jährige am Nachmittag immer weiter der Vorgabe von Fernando Alonso.

Um 15:37 Uhr war es dann soweit: Mit 1:20.361 Min. setzte sich der Renault vor den Ferrari. Auch die rund 30.000 Fans auf den sehr gut besuchten Tribünen vernahmen die Leistung Heidfelds mit Staunen. Dabei war es am Nachmittag, als die Temperaturen über die 20°C-Marke kletterte eigentlich schwieriger eine gute Zeit zu fahren, weil die Strecke langsamer wurde.

Heidfeld wird immer schneller

"Ich hatte heute wirklich viel Spaß im Auto", erklärte Heidfeld nach seinen ersten 86 Runden im Renault R31. "Natürlich braucht es immer etwas Zeit, um sich an alles zu gewöhnen, wenn man das erste Mal im Auto sitzt und mit einem neuen Team arbeitet. Wir hatten einen guten Tag, ohne größere Probleme."

Heidfeld konnte gleich zeigen, dass er mit seiner Erfahrung das Auto schneller machen kann. "Zum Glück gingen alle Veränderungen in die richtige Richtung und sorgten für eine Verbesserung. Ich konnte immer mehr Gas geben. Die Rundenzeiten sind allerdings schwer zu vergleichen. Wir wissen ja nicht, wie viel Sprit die anderen Teams im Auto hatten. Meine ersten Eindrücke vom Auto sind positiv, aber natürlich gibt es immer Bereiche, wo man sich verbessern kann."

Ferrari und Mercedes wieder zuverlässig

Alonso konnte sich immerhin damit trösten, dass er die meisten Runden zurücklegte. Immer wieder fuhr der Ferrari gute Longruns mit konstanten Zeiten. Am Ende hatte der Spanier 131 Runden auf der Uhr - so viele war in dieser Woche noch niemand gefahren. Zweiter in der Distanzwertung wurde Michael Schumacher. Der Silberpfeil lief 114 Runden ohne sichtbare Probleme. Nach seiner Bestzeit am Vortag musste sich Schumi mit Rang drei zufrieden geben. Am Freitag war der Mercedes-Pilot noch neun Tausendstel schneller als Heidfeld am Samstag.

Lewis Hamilton kam am Ende auf Rang vier des Zeitentableaus. Allerdings gab es viele Probleme für McLaren. Immer wieder stand der neue MP4-26 aufgebockt in der Garage. Das komplizierte Auspuffsystem scheint noch nicht ganz ausgereift zu sein. Außerdem fehlten dem Team noch Teile. Mit 36 Runden legte Hamilton die geringste Distanz aller elf Piloten zurück.

Williams baut KERS wieder aus

Auch der Williams stand am Vormittag lange in der Box. Das Team versuchte wie schon am Vortag ein Problem mit der KERS-Kühlung in den Griff zu bekommen. Am Ende ohne Erfolg. Das Hybrid-System musste komplett ausgebaut werden und soll auch am Sonntag nicht zum Einsatz kommen. "Wir brauchen jetzt dringend Testkilometer", klagte Technikchef Sam Michael. Durch viel Einsatz am Nachmittag kam Barrichello immerhin noch auf 99 Runden.

Auch Sebastian Vettel war am Samstag erstmals in Jerez im Einsatz. Mit sehr schnellen und konstanten Longruns ließ der Weltmeister oft das Potenzial des Red Bulls aufblitzen. Auf die absoluten Top-Zeiten verzichtete der Red Bull aber, wie schon Mark Webber an den ersten beiden Tagen. Mit 1,2 Sekunden Rückstand landete Vettel auf Rang sechs im Klassement.

Kobayashi bleibt zwei Mal stehen

Einen Platz vor dem Champion reihte sich Sauber-Pilot Kamui Kobayashi ein. Der Japaner sorgte allerdings auch für zwei Unterbrechungen des Trainingsbetriebs. Am Morgen führte das Team einen Sprittest durch, bei dem der Tank absichtlich leergefahren wurde. Am Nachmittag wurde Kobayashi über Funk aufgefordert, das Auto abzustellen, nachdem ein Sensor im Motorenbereich kritische Werte lieferte.

Auch Paul di Resta sorgte bei seiner ersten Ausfahrt im neuen Force India VJM04 für eine rote Flagge. Am Nachmittag ging dem DTM-Champion die Straße aus. Wie schon vergangene Woche in Valencia landete er im Kiesbett. Schon den ganzen Tag hatte der Schotte über Probleme mit der Bremse geklagt.

Buemi sorgt für vierte Unterbrechung

Eine Viertelstunde vor dem Ende der Sitzung blieb dann auch noch der Toro Rosso von Buemi stehen und sorgte damit für die vierte und letzte Unterbrechung des Tages. Eine Minute vor Ablauf der Sitzung, wurde die Boxenampel noch einmal auf Grün geschaltet. Eine Bestzeit gab es aber nicht mehr, obwohl einige Piloten noch mal für einen kurzen Run auf die Piste gingen.

Am Sonntag findet die Testwoche in Jerez ihren Abschluss. Wie immer werden wir Sie den ganzen Tag über in unserem Live-Ticker über das Geschehen auf der Strecke informieren.

FahrerTeamZeit/ RückstandRunden
1. Nick HeidfeldRenault1:20.361 Min.86
2. Fernando AlonsoFerrari+ 0.132 Sek.131
3. Michael SchumacherMercedes+ 0.693114
4. Lewis HamiltonMcLaren+ 0.73836
5. Kamui KobayashiSauber+ 0.88184
6. Sebastian VettelRed Bull+ 1.21398
7. Sebastien BuemiToro Rosso+ 1.32092
8. Heikki KovalainenLotus+ 1.35061
9. Rubens BarrichelloWilliams+ 1.86699
10. Paul di RestaForce India+ 2.58464
11. Jerome D'AmbrosioVirgin+ 5.11072
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