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Ergebnis GP Australien 2013

Räikkönen sorgt für Auftakt-Sensation

Podium GP Australien 2013 Foto: Red Bull 61 Bilder

Der erste Sieger der Saison heißt überraschend Kimi Räikkönen. Dank einer fehlerlosen Leistung und einer cleveren Zweistopp-Strategie verwies der Finne beim GP Australien Fernando Alonso und Sebastian Vettel auf die weiteren Plätte.

17.03.2013 Tobias Grüner

Die neue Formel 1-Saison ist in Melbourne mit einer echten Sensation gestartet. Kimi Räikkönen sicherte sich im Albert Park zu Melbourne die ersten 25 WM-Punkte des Jahres. Im Vorjahr musste der Finne noch 18 Rennen auf den ersten Erfolg warten. Dieses Jahr erwischte der Iceman einen Traumstart.

Räikkönen von Startplatz sieben zum Sieg

Nach einem Sieg von Lotus hatte es allerdings lange nicht ausgesehen. Im Qualifying am Vormittag hatte sich Räikkönen nur den siebten Startplatz gesichert. Eigentlich hatten alle Experten mit einem Alleingang von Sebastian Vettel gerechnet. Doch der Polesetter geriet schon kurz nach dem Startschuss in die Saison 2013 unter Druck der Konkurrenz.

Mit viel Sprit im Tank wirkte der Red Bull längst nicht mehr so überlegen. Nach dem zweiten Stopp in Runde 21 musste der Weltmeister zunächst Fernando Alonso vorbeilassen. Gegen Räikkönen hatten aber beide WM-Konkurrenten aus dem Vorjahr keine Chance. Während Alonso und Vettel drei Mal zum Reifenwechsel gingen, fuhr der Iceman zugleich schnell und reifenschonend mit zwei Boxenstopps durch.

Die Zeitersparnis von rund 20 Sekunden konnte Alonso trotz einer beherzten Leistung nicht aufholen. Am Ende fehlten dem Spanier gut zwölf Sekunden. Vettel landete weitere zehn Sekunden dahinter auf Rang drei. "Es war von Anfang an unser Plan, nur zwei Stopps zu machen", erklärte der erste WM-Spitzenreiter des Jahres nach seinem Husarenritt. "Das Auto war das ganze Wochenende gut und ist schonend mit den Reifen umgegangen. Das war eigentlich ein ganz relaxtes Rennen. Nicht besonders schwierig."

Alonso konnte dahinter gut mit Rang zwei leben. "Natürlich bin ich etwas traurig, dass es nicht ganz zum Sieg gereicht hat, aber Kimi war einfach stark und ist ein fantastisches Rennen gefahren. Ich hatte zwischenzeitlich viel Verkehr und habe etwas Zeit verloren. Der Start ist aber deutlich besser als im Vorjahr. Das wird sicher sehr interessant in diesem Jahr."

Vettel machte auf dem Podium das traurigste Gesicht. Platz drei ist für einen Triple-Weltmeister eine klare Niederlage - vor allem hinter seinem Erzrivalen Alonso. "Die Pole Position heute früh war super. Da waren wir deutlich vorne. Leider lief es im Rennen nicht wie erhofft. Wir konnten nicht so gut mit den Reifen haushalten. Da hat Lotus einen besseren Job gemacht. Kimi hatten wir lange gar nicht auf dem Schirm. Man muss aber akzeptieren, dass andere auch mal schneller sind."

Massa wird Opfer der Strategie

Rang vier ging an den zweiten Ferrari-Pilot Felipe Massa. Der Brasilianer konnte sich zu Beginn des Rennens lange in der Spitzengruppe halten. Doch beim zweiten Stopp wurde er erst vier Runden nach seinem Teamkollegen an die Box geholt. Dabei verlor er nicht nur das Duell gegen Alonso sondern auch noch Rang drei gegen Vettel.

Auf Rang fünf rollte Lewis Hamilton bei seinem ersten Rennen für Mercedes über die Linie. Der Neuzugang versuchte zu Beginn die Reifen zu schonen und den ersten Wechsel so lange wie möglich rauszuzögern. Dadurch riss der Kontakt zur Spitze ab. Mit einem schlechten dritten Reifensatz musste er endgültig alle Träume vom ersten Silberpfeil-Podium begraben.

"Ich würde nicht sagen, dass es die falsche Strategie war, wir hatten einfach nicht die Pace", erklärte Hamilton anschließend. "Wir müssen zufrieden sein mit dem Ergebnis. Zunächst konnte ich länger drausbleiben als die anderen, dann haben wir an Boden verloren. Ich habe aber sehr viel Vertrauen ins Auto."

Auch Mark Webber konnte mit Rang sechs nicht ganz zufrieden sein. Der Lokalmatador hatte wie so oft beim Heimspiel kein Glück. Schon auf den ersten Metern fiel er von Startplatz zwei auf Rang sieben zurück. Auch mit Strategie-Tricks war da nicht mehr viel zu retten. Am Ende waren die acht Punkte nur Schadensbegrenzung.

Sutil verpasst große Sensation

Dahinter sah es lange so aus, als könnte Adrian Sutil eine riesige Überraschung schaffen. Der Force India-Pilot war hinter den Top Ten als erster Pilot mit harten Reifen gestartet und konnte zwischenzeitlich sogar Führungsrunden sammeln. Zwölf Runden vor Schluss musste der Deutsche aber noch einmal zum Pflichtstopp auf die Supersofts wechseln, mit denen sein Force India gar nicht zurechtkam.

Mit starkem Graining war der Gräfelfinger im Finale chancelos gegen die Angriffe von Hamilton und Webber. Trotzdem konnte Sutil nach einem Jahr Pause mit dem Comeback zufrieden sein. "Es lief sehr gut mit der alternativen Strategie. Die Rennpace war ordentlich bis zum letzten Stint mit den Supersoft-Reifen. Ich hab schon sehr vorsichtig angefangen, aber nach zwei Runden waren die komplett am Ende."

"Ich dachte schon, ich muss noch einmal wechseln. Aber dann sind sie noch einmal zurückgekommen und ich konnte wenigstens den siebten Platz behalten. Führungsrunden zu sammeln war natürlich auch eine schöne Erfahrung, nachdem ich erst vor drei Wochen das Cockpit bei Force India bekommen habe." Teamkollege Di Resta auf Rang acht hatte am Ende ebenso das Nachsehen wie Jenson Button und Romain Grosjean, die sich die letzten Pünktchen in den Top Ten sicherten.

Technik-Pech für Rosberg und Hülkenberg

Für die zwei deutschen "Nicos" war das Rennen in Australien schon vor der Zielflagge beendet. Nico Rosberg musste seinen Mercedes in Runde 26 mit Elektronik-Problemen abstellen. "Das Auto hat schon lange gestottert. Am Ende machte die Elektronik ein Weiterfahren unmöglich", berichtete der Silberpfeil-Pilot später. Zum Zeitpunkt seines Ausfalls kämpfte er hinter Teamkollege Hamilton um Punkte.

Für Nico Hülkenberg war schon vor dem Rennen Schluss. "Beim Starten des Motors haben wir ein Problem im Benzinsystem entdeckt", erklärte Teamchefin Monisha Kaltenborn. Für Hülkenberg geht die Pechsträhne in Australien damit weiter. Schon bei seinen ersten Starts 2010 für Williams und 2012 für Force India überstand er mit Kollisionen nicht einmal die erste Runde.

Der Sauber-Neuzugang war entsprechend enttäuscht: "Es war ein Sicherheitsrisiko, deshalb konnte ich nicht starten. Das ist natürlich extrem frustrierend, aber zum Glück geht es in der nächsten Woche gleich wieder weiter. Der Lerneffekt aus dem Rennen geht mir aber natürlich verloren und das kann man auch nicht wieder aufholen."

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