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Formel 1: Ergebnis GP Malaysia

Button gewinnt nach Regenabbruch

GP Malaysia Qualifying Foto: dpa 55 Bilder

Unter chaotischen Bedingungen hat Jenson Button am Sonntag (5.4.) den Malaysia Grand Prix gewonnen. Nach starken Regenfällen wurde das Rennen frühzeitig abgebrochen. Hinter Button fuhren zwei Deutsche aufs Podium.

05.04.2009 Tobias Grüner

"Was für ein verrücktes Rennen", lautete der erste Kommentar von Jenson Button, der nach dem Auftaktsieg in Melbourne nun schon seinen zweiten GP-Sieg feierte. Hinter dem Brawn-Piloten lagen zum Zeitpunkt des Rennstopps gleich zwei Deutsche auf den weiteren Plätzen. Nick Heidfeld profitierte auf Rang zwei von einer perfekten Reifenstrategie. Timo Glock kämpfte sich ebenfalls dank einer riskanten Reifenwahl von weit hinten ganz nach vorne auf den letzten Podiumsplatz.

Mit Jarno Trulli konnte noch ein zweiter Toyota unter die ersten vier Plätze fahren. Rubens Barrichello, Mark Webber, Lewis Hamilton und Nico Rosberg komplettierten die Punkteränge. Da zum Zeitpunkt des Abbruchs noch 24 Runden zu fahren gewesen wären, gab es für die ersten acht Piloten nur halbe Zähler. Erst ab 75 Prozent absolvierter Renndistanz hätte es die volle Punktzahl gegeben.

Schon am Start war klar, dass die Regenreifen nicht unbenutzt in der Garage bleiben müssen. Die einzige Frage: Wann wird der Regen kommen und wie stark werden die Niederschläge sein? In der 22. Runde kamen dann endlich die erwarteten Regentropfen. Einige Piloten wie Kimi Räikkönen wechselten sogar schon vier Runden zuvor auf Regenreifen. Zu früh wie sich herausstellte. Der Ferrari-Mann beendete das Rennen auf Rang 14.

Regenreifen die falsche Wahl

Aber auch die Piloten, die zu Beginn des Schauers auf Regenreifen wechselten, waren schlecht beraten. Anders als in Malaysia üblich, kam der Regen nur zögerlich. Im Gegensatz zum Rest des großen Feldes wechselte Glock nur auf Intermediates und nicht auf die voll profilierten Regengummis. Wie sich herausstellte war das die perfekte Wahl: Bis zu acht Sekunden machte der Toyota-Pilot zwischenzeitlich auf die Spitze gut.

Allerdings konnten sich der Kölner den Poker leisten. In der Anfangsphase war Glock von Startplatz drei ins Mittelfeld durchgereicht worden und beschädigte sich beim Duell mit Mark Webber (5. Runde) den Frontflügel. Die richtige Reifenstrategie spülte ihn dann zwischenzeitlich sogar kurz an die Spitze. Erst als der Regen in der 29. Runde verstärkt auf die Strecke prasselte, ging auch Glock auf Regenreifen. Die Konkurrenz hatte derweil schon mehrmals die Box angesteuert und viel Zeit verloren.

Heidfeld schont seine Gummis

Genau wie Glock verzichtete auch Nick Heidfeld auf eine wilde Wechselorgie und steuerte als einziger seine Box nur einmal an. Der Mönchengladbacher ging gleich auf Regenreifen, schonte seine Gummis allerdings in weiser Voraussicht, dass der Regen noch einmal stärker kommen würde. Ohne Risiko hielt der BMW-Sauber-Mann sein Auto auf der Strecke und machte Platz um Platz gut. Als das Safety-Car in der 31. Runde endlich auf die Strecke kam, lag Heidfeld schließlich auf Rang zwei.

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Entgegengesetzt verlief das Rennen für Nico Rosberg. Der Wiliams-Pilot übernahm am Start von Platz vier aus die Spitze und führte das Rennen bis zum ersten Stopp (15. Runde) souverän an. Auch nach der ersten Tankrunde, lag der Wiesbadener noch aussichtsreich hinter Button auf Rang zwei. Dann folgten aber auch die Williams-Strategen der falschen Reifenwahl und der Deutsche fiel zurück auf Rang acht.

Vettel mit Ausfall

Für die anderen beiden Deutschen lief es allerdings noch schlechter. Adrian Sutil war ähnlich wie Räikkönen zu aggressiv mit der Strategie und wechselte bei noch trockener Strecke auf die Regenpneus. Sebastian Vettel verlor kurz vor Rennabbruch die Kontrolle über seinen Red Bull. Wegen eines Elektronikfehlers stoppte der Motor und beendete das Rennen des Heppenheimers.

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