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Ergebnis Grand Prix China

Vettel triumphiert im Regen von Shanghai

Sebastian Vettel Foto: dpa 46 Bilder

Sebastian Vettel hat am Sonntag (19.4.) in Shanghai das zweite Rennen seiner Karriere gewonnen. Dank Mark Webber konnte das Team Red Bull beim ersten GP-Erfolg gleich einen Doppelsieg feiern. Jenson Button wurde Dritter.

19.04.2009 Tobias Grüner

Während sich im Regen von Shanghai selbst die ganz großen Piloten wie Lewis Hamilton oder Fernando Alonso ihre Fehler leisteten, blieb der erst 21-Jährige Heppenheimer Sebastian Vettel über die komplette Renndistanz konzentriert und konnte am Ende verdient seinen zweiten Grand Prix Sieg feiern.

Vettel sorgte damit schon in seinem dritten Rennen mit Red Bull für den ersten Sieg des neuen Teams. Der Australier Mark Webber steuerte auf Rang zwei seinen Beitrag zum Doppelsieg der Bullen bei. Den letzten Platz auf dem Podium sicherte sich Jenson Button, der mit Rang drei seine Führungsposition in der Weltmeisterschaft ausbauen konnte.

Turbulenter Rennverlauf

"Es war wirklich extrem schwierig heute", sagte Vettel nach dem Rennen. "Es gab viel Aquaplaning und dann mussten wir an der Spitze Vollgas fahren um einen Vorsprung herauszufahren." Wie bei Vettels erstem Sieg in Monza im vergangenen Jahr musste das Rennen im strömenden Regen hinter dem Safety-Car gestartet werden. "Das war die richtige Entscheidung", so Vettel, "überall auf der Strecke stand das Wasser in großen Pfützen."

Wegen eines heftigen Crashs wurde das Feld in der 19. Runde zwischenzeitlich noch einmal neutralisiert. Robert Kubica war Jarno Trulli mit deutlichem Geschwindigkeitsüberschuss ins Heck gekracht und sorgte dabei für viel Carbonschrott auf der Piste.

Webber entscheidet Kampf um Rang zwei

Die beiden Red Bull, die bereits zuvor an der Tankstelle waren, profitierten davon, dass der zwischenzeitliche Rückstand auf Button wieder egalisiert wurde. Als auch der Brawn-Pilot zum Service abbog, übernahm Vettel wieder die Spitze. Am Ende fuhr der Red Bull-Pilot das Rennen wie ein alter Hase sicher nach Hause. Teamkollege Webber musste gegen Button schon etwas mehr kämpfen. Nach zwei Platzwechseln ging der Australier in der 32. Runde endgültig vorbei. Die zweiten Tankstopps änderten letztendlich nichts mehr an der Reihenfolge auf dem Podium.

"Das Auto lief gut  und wir haben uns auch gut gegenseitig gepusht", erklärte Webber. "Das war das beste Ergebnis meiner Karriere. Ich hoffe aber in Zukunft noch einen Platz weiter vorne zu stehen." Auch Button war nicht unzufrieden: "Alleine schon anzukommen war ein Erfolg. Dass es am Ende zum Podum gereicht hat, ist super. Leider konnten wir die beiden Red Bull heute nicht herausfordern."

Hinter WM-Leader Button sicherte sich auch der zweite Brawn GP-Pilot Rubens Barrichello auf Rang vier wertvolle Punkte. Der Brasilianer war nach dem ersten Boxenstopp bereits weit zurückgefallen, betrieb mit einer entschlossenen Fahrt am Ende aber Schadensbegrenzung.

Hamilton mit zu vielen Fehlern

Auch auf den Rängen fünf und sechs liefen zwei Teamkollegen in Reihe ein: Nach den negativen Schlagzeilen abseits der Strecke meldete sich McLaren mit zwei Punkteplätzen sportlich verbessert zurück. Dass am Ende Heikki Kovalainen vor Lewis Hamilton über die Ziellinie rollte, lag vor allem an den zahlreichen Fehlern des Weltmeisters.

Tragische Figur des Rennens war Adrian Sutil. Auf Rang sechs liegend verlor der Force India-Pilot fünf Runden vor Schluss die Kontrolle über seinen Boliden. Ein heftiger Einschlag in die Mauer beendete den Husarenritt des Deutschen abrupt. Vom Ausfall Sutils profitierten vor allem Timo Glock und Sebastien Buemi, die sich auf den Rängen sieben und acht die letzten Punkte sicherten.

Auch für Vettel hätte das Rennen schon früher zuende sein können. Der Red Bull-Pilot verlangsamte in der Safety-Car-Phase auf der Geraden, weil er den vor ihm liegenden Rubens Barrichello vor sich wähnte. Dabei handelte es sich aber um den beschädigten Toyota von Jarno Trulli, der langsam zur Box zurückkehrte. Sebastian Buemi bemerkte dahinter nicht, dass Vettel abbremste und fuhr mit dem Frontflügel auf den Hinterreifen des Deutschen. "Es tut mir leid, dass ich ihm das Rennen zerstört habe. Aber ich habe einfach nichts gesehen", entschuldigte sich Vettel. Im Gegensatz zu Buemis Toro Rosso überstand der Red Bull die Kollision ohne Schaden.

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