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Ergebnis Grand Prix Deutschland

Mark Webber gewinnt am Nürburgring

Mark Webber Foto: Red Bull 60 Bilder

Red Bull-Pilot Mark Webber hat am Nürburgring den ersten Grand Prix seiner Karriere gewonnen. Trotz einer Durchfahrtsstrafe gewann der Australier am Sonntag (12.7.) locker vor seinem Teamkollegen Sebastian Vettel. Ferrari-Pilot Felipe Massa wurde Dritter.

12.07.2009 Tobias Grüner

Im 130. Rennen hat er es endlich geschafft: Unter dem grenzenlosen Jubel seiner Mannschaft hat Routinier Mark Webber seinen ersten Grand Prix-Sieg eingefahren. "Es ist ein unglaublicher Tag. Ich wollte diesen Sieg unbedingt", erklärte der Red Bull-Pilot anschließend.

Dabei wurde es dem Australier wahrlich nicht leicht gemacht. Schon am Start lieferte sich Webber von der Pole Position ein heißes Duell mit dem neben ihm gestarteten Rubens Barrichello. Webber fiel dabei nicht nur hinter den Brawn-Piloten zurück, er kassierte für eine Berührung auch noch eine Durchfahrtsstrafe. "Ich dachte eigentlich, dass der Regen heute das größere Problem sein würde. Aber da habe ich mich wohl geirrt."

So leicht gab sich der 32-Jährige allerdings nicht geschlagen. Während die anderen Konkurrenten dahinter vom gut gestarteten aber langsam fahrenden Heikki Kovalainen aufgehalten wurden, fuhr Webber nach seinem Boxenstopp eine schnelle Runde nach der anderen. Kurze Zeit später war auch Barrichello wieder eingeholt. "Dass ich dafür so hart arbeiten musste, macht den Sieg nur noch schöner", erklärte der strahlende Gewinner. Während Webber unaufhaltsam zum Sieg stürmte, spülte ein misslungener Tankvorgang und eine unglückliche Dreistoppstrategie den Brawn-Konkurrenten am Ende noch auf Rang sechs zurück.

Vettel macht Punkte auf Button gut

Davon profitierte auch Sebastian Vettel, der an diesem Tag zwar nicht mit seinem Teamkollegen mithalten konnte, sich aber dank einer konzentrierten Fahrt noch auf Rang zwei vorschob. "Gratulation an Mark. Er war heute eindeutig der schnellste Mann im Feld." Vettel lieferte sich über das ganze Rennen einen heißen Kampf mit Ferrari-Pilot Felipe Massa, den er dank eines Schlussspurts auf Rang drei verdrängte.

"Am Start fiel ich leider hinter ein paar KERS-Autos zurück und kam dann lange nicht mehr an Felipe vorbei", berichtete der Deutsche über seine Probleme. "Zum Glück hat mein Team die richtige Strategie herausgesucht, mit der ich wieder zurück auf Rang zwei nach vorne kam." Aber auch wenn Massa den Deutschen am Ende ziehen lassen musste, war der Brasilianer nicht unzufrieden. "Es ist schön, wieder zurück auf dem Podium zu sein. Das gibt dem ganzen Team hoffentlich Motivation."

Auf Platz vier sorgte auch Nico Rosberg für gute Laune bei den heimischen Fans am Nürburgring. Mit einer perfekten Strategie und einer fehlerlosen Fahrt schob sich der Williams-Pilot von Startplatz 15 bis knapp vor das Podium. "Ich bin richtig happy. Ich war schon nach der ersten Runde neunter und musste dann viel mit den Reifen kämpfen. Aber Rang vier ist sehr gut."

Brawn ohne Chance gegen Red Bull

Für die beiden Brawn-Piloten gab es in der Eifel nur Schadensbegrenzung. Am Ende konnte sich WM-Spitzenreiter Jenson Button gerade noch einmal vor seinem Teamkollegen behaupten. Auf Rang fünf büßte er allerdings erneut vier Punkte in der WM-Wertung auf Widersacher Vettel ein, der sich auf Rang zwei im Gesamtklassement nach vorne schob. Auch Webber hat sich mit dem Sieg nachdrücklich im WM-Kampf zurückgemeldet.

Hinter dem zweiten Brawn von Barrichello sicherten sich Fernando Alonso und Heikki Kovalainen die letzten Punkte. Auf dem undankbaren neunten Platz fuhr Timo Glock über die Ziellinie. Aus der Boxengasse gestartet fand die überragende Aufholjagd am Ende kein Happy End für den Toyota-Piloten. Auch BMW-Pilot Nick Heidfeld blieb auf Rang zehn ohne Zähler.

Sutil mal wieder tragisch

Der einzige Deutsche, der es nicht unter die Top Ten schaffte, hieß Adrian Sutil. Dabei hatte der Gräfelfinger alle Chancen auf seine erste Punkteplatzierung. Von Position sieben aus schob sich der 26-Jährige vor seinem ersten Tankstopp schon bis auf Rang zwei nach vorne. Bei der Ausfahrt aus der Boxengasse kollidierte der Deutsche allerdings mit Kimi Räikkönen und lädierte sich den Frontflügel. "Ich hatte noch kalte Reifen und er hat versucht seine Position zu verteidigen", erklärte Sutil den Zwischenfall.

Der fällige Reparaturstopp warf den Force India Piloten schließlich zurück auf Platz 15. Auch für Räikkönen gab es nichts Zählbares. Der Ferrari-Pilot schied später mit Motorschaden aus. Schon in Monaco vor einem Jahr sorgte eine Kollision mit dem Finnen dafür, dass Sutil sicher geglaubte Punkte verpasste. "Es war ein blöder Zufall, dass es schon wieder Kimi war. Aber insgesamt war es wenigstens ermutigend zu sehen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Deshalb sollte man auch nicht zu enttäuscht sein."

Verpasste Chance für Hamilton

Pech hatte auch Lewis Hamilton. Der Weltmeister erwischte einen glänzenden Start und stürmte von Rang fünf in die Spitze. Beim Einsortieren in die erste Kurve wurde dem Weltmeister allerdings von Webber der Hinterreifen aufgeschlitzt. Mit dem Reifenschaden fiel der McLaren-Pilot aussichtslos zurück. Am Ende wurde der Champion 18. und damit Letzter.

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