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Ericsson mit heftigem Einschlag

Verzögerung mit 37g

Marcus Ericsson - Sauber  - GP England - Silverstone - Samstag - 9.7.2016 Foto: xpb 49 Bilder

Im dritten Freien Training zum GP England 2016 verunfallte Marcus Ericsson heftig. Der schwedische Sauber-Pilot musste anschließend ins Krankenhaus. Die Untersuchungen verliefen positiv. Auf die Sauber-Mechaniker wartet eine lange Nacht. Das Auto nahm beim Unfall eine Verzögerung von 37g auf.

09.07.2016 Andreas Haupt

Es passierte in der Stowe-Kurve 20 Minuten vor Ende des dritten Freien Trainings. In der langgezogenen Rechtskehre sind die Piloten in ihren Autos über 160 km/h schnell. Marcus Ericsson trug es in seiner achten Runde zu weit hinaus. Sein Sauber geriet auf den Kunstrasen, der vom morgentlichen Regen noch nassgetränkt war. Der Schwede verlor die Kontrolle über seinen C35, und das Auto schlitterte quer über das Asphaltband, bis es mit der Nase voran unsanft im Reifenstapel landete. Der Rennwagen kam nicht gleich zum Stehen, sondern drehte sich weiter um die eigne Achse und schlug sich das Heck kaputt.

Sauber C35 nach Einschlag geschrottet

Ericsson kletterte selbstständig aus seinem Auto. Die Streckenposten kümmerten sich um den 25-Jährigen. Das Medical Car brachte ihn ins Medizinzentrum an der Strecke. Für weitere Checks wurde Ericsson in ein Krankenhaus in Oxford gebracht, untersucht und geröntgt. „Die Untersuchungen verliefen alle positiv für mich. Natürlich geht so ein Aufprall nicht spurlos an einem vorbei, doch alles in allem bin ich okay“, erzählte der Unfall-Pilot, der nicht am Qualifying teilnehmen konnte. „Klar ist es eine Enttäuschung – doch das Wichtigste ist, dass ich glimpflich davongekommen bin. Bei meiner Boxencrew möchte ich mich dafür entschuldigen, dass ich ihnen so viel Arbeit beschert habe.“

Die Ärzte verordneten dem Schweden Ruhe. Deshalb sagte Sauber auch seine Medienrunde mit internationalen Journalisten am Samstagnachmittag ab. Die Bilanz des Crashs: Chassis kaputt, Aufhängungen, Nase, Frontflügel, Heckflügel und Getriebe hinüber. Und weitere Teile der Verkleidung demoliert. Die Sauber-Truppe muss für das Rennen am Sonntag ein neues Chassis für das Auto mit der Startnummer neun aufbauen. Das bedeutet einen Start aus der Boxengasse. Am Sonntagmorgen erklärten die Streckenärzte den Schweden fit für den Grand Prix.

Das Ausmaß der Zerstörung ließ vermuten, dass die Verzögerung beim Aufprall in den Reifenstapel sehr hoch gewesen sein muss. Sie war es in der Tat. Die Sensoren hatten 37g gemessen. Das ist die Verzögerung, die das Auto aufgenommen hat. Über die Einschlagsgeschwindigkeit gab es noch keine Daten. Dafür aber über den Speed zu dem Zeitpunkt, als Ericsson die Kontrolle über sein Auto verlor: 230 km/h. Die Geschwindigkeit lag so hoch, weil sich der Abflug am Kurvenausgang ereignete, und der Schwede schon wieder angaste. Beim Aufprall löste sich auch das Lenkrad aus der Halterung. Warum? Weil durch den Crash die beiden Knie von Ericsson gegen die ringförmige Verankerung stießen.

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