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Bittere Erkenntnis für Vettel & Co.

Red Bull chancenlos gegen Brawn GP

GP Türkei 2009 Foto: dpa 51 Bilder

Bei Red Bull träumen einige Herren schon zu oft vom Weltmeistertitel. Jenson Button brachte seine Verfolger zurück auf den Boden der Tatsachen. Der Engländer gewann auf einer Strecke, auf der Red Bull eigentlich mit einem Sieg rechnete.

08.06.2009

Das Otodrom von Istanbul passt ins das Profil des Red Bull RB5-Renault. Viele schnelle Kurven, ein flüssiges Layout. Nur am Ende der Runde unterbrechen drei 80 km/h-Ecken den Rhythmus. Deshalb rechnete man bei Red Bull mit einem einem Sieg. Wenn die Wende kommen soll, dann muss sie bald kommen. Wenn nicht in Istanbul, wann dann?

Die Realität sieht anders aus. Jenson Button zertrümmerte mit seinem ersten Turn sämtliche Hoffnungen der Red Bull-Verantwortlichen und ihrer Fahrer. Manche mögen sich herausreden, dass Sebastian Vettel zu viele Fehler unterlaufen sind, und dass die Dreistopp-Strategie zu riskant war. Doch das zielt an den Tatsachen vorbei. "Button fuhr in einer anderen Liga", gaben Vettel und sein Teamkollege Mark Webber im Gleichklang zu.

Button: "Noch 200 weitere Runden"

Vettel ergänzte: "Jetzt wissen wir, wie schnell das Auto wirklich ist. Bis jetzt hat Button doch nur mit uns gespielt." Der sechsfache Saisonsieger widerspricht: "Ich bin auch bei den anderen Rennen ans Limit gegangen." Trotzdem schmeckte der Sieg beim GP der Türkei besonders gut. "Wir haben auf einer Strecke zugeschlagen, die eigentlich unserem Gegner liegen sollte. Und wir haben sie im fairen Zweikampf geschlagen." Dann machte Button eine Liebeserklärung an den BGP001: "Ich hätte heute noch 200 weitere Runden fahren können. Dieses Auto macht einfach Spaß."

Mark Webber sieht keinen, der Button den Titel noch streitig machen könnte: "26 Punkte Vorsprung sind mehr als die halbe Miete. Selbst wenn plötzlich andere gewinnen, werden sie sich die Punkte gegenseitig wegnehmen, und Jenson wird ja nicht plötzlich punktelos ausgehen." Vettel meinte zerknirscht: "Ich war happy mit meinem Auto, und trotzdem fuhr mir Jenson auf und davon."

Brawn überall ein wenig schneller

Im Vergleich zu den übermächtigen weißen Autos sieht der WM-Dritte keinen direkten Ansatzpunkt, wo der Unterschied liegt: "Vor dem Wochenende hätte ich gesagt, dass sie uns in den langsamen Ecken voraus sind, und wir dafür in den schnellen Kurven Zeit gutmachen. Wenn ich mir den dritten Sektor mit den drei engen Kurven anschaue, waren wir dort gar nicht so schlecht. Also muss ich davon ausgehen, dass die Brawn GP überall ein bisschen auf uns gewinnen."

Red Bull-Berater Helmut Marko studierte nach dem Rennen noch lange die Daten. "Wir waren im Rennen schwächer als im Training. Ich kann es mir nur so erklären, dass die höheren Temperaturen für uns negativer waren als für die Brawn GP."

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