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Erste Startreihe trotz Handicaps

Red Bull blamiert die Gegner

Mark Webber & Fernando Alonso - GP Japan 2013 Foto: xpb 63 Bilder

Es war wieder eine Demonstration der Überlegenheit. Red Bull stellte beide Autos in die erste Startreihe. Dabei war Mark Webber mit dem flachsten Heckflügel unterwegs und Sebastian Vettel ohne KERS. Trotzdem wurden Mercedes, Lotus und Ferrari um mehr als drei Zehntel abgehängt.

12.10.2013 Michael Schmidt

Suzuka ist die schwierigste Rennstrecke im Kalender. Für Mensch und Maschine. Hier kann ein Rennauto seine Überlegenheit voll ausspielen. Nicht, dass wir es nicht schon gewusst hätten, doch die japanische Achterbahn hat es allen erneut demonstriert. Red Bull fährt in einer eigenen Klasse.

Der beste Mercedes lag 0,338 Sekunden zurück, beim besten Lotus waren es 0,450 Sekunden, beim besten Ferrari 0,463 Sekunden. Klingt zunächst nach ganz normalen Abständen. Doch beide Red Bull waren mit einem Handicap unterwegs. Mark Webber fuhr mit dem flachsten Flügel im Feld. Der Australier erzielte mit 307,0 km/h den besten Top-Speed. Und war trotzdem mit 32,008 Sekunden der zweitschnellste im ersten Sektor, der mit den berühmten S-Kurven bestückt ist. Und hier ist Abtrieb die beste Lebensversicherung.
 
Sebastian Vettel erlebte in der Qualifikation eine Wiederholung der KERS-Probleme vom dritten freien Training. Obwohl zwei Mechaniker-Crews in zweieinhalb Stunden die im Getriebe platzierten Batterien getauscht hatten. "Im Q1 und Q3 war KERS aus", berichtete Vettel. Teamberater Helmut Marko rechnete nach: "Das macht drei bis vier Zehntel Verlust auf eine Runde. Sebastian hat seine ganze Zeit im Sektor 2 verloren."

Vettel verrät seine starken Passagen

Vettel wollte aber nicht nach Ausreden suchen. Er war bislang von Defekten weitgehend verschont geblieben. Wenn es einen erwischt hat, dann meistens seinen Teamkollegen Mark Webber. "Mark ist zwei super Runden gefahren. Er hat an den Stellen Zeit gewonnen, an denen er früher immer ein bisschen schlechter war als ich. Umgekehrt habe ich an seiner starken Passage etwas zugelegt."
 
Dann ging Vettel ins Detail: "Wenn man sich die letzten Jahre anschaut, dann habe ich auf Mark meistens in der Haarnadel, in der Spoon-Kurve und in der Schikane Zeit gutgemacht. Da war Mark diesmal an mir dran. Auf der anderen Seite habe ich auf Mark in den S-Kurven Boden gutgemacht. Da war er immer etwas stärker als ich. Er hat so viel Erfahrung hier, und in dieser Passage kannst du mit besonderen Linien schon was gutmachen."

Ob Vettel ohne die KERS-Probleme Webber in die Knie gezwungen hätte, ist schwer zu beweisen. Es geht beim Nachteil nicht nur darum, dass für 6,7 Sekunden 82 PS fehlen. "Wenn KERS ausfällt, dann passen auch die Motorkennfelder und die Bremskraftverteilung nicht mehr zu hundert Prozent."

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