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Erster Mercedes-Doppelsieg der Neuzeit

"Red Bull hing uns am Hintern"

Lewis Hamilton - GP Malaysia 2014 Foto: xpb 51 Bilder

Lewis Hamilton und Nico Rosberg haben in Malaysia kurzen Prozess gemacht. Die Konkurrenz hatte keine Chance. Und auch die Frage nach dem Silber-internen Duell war schnell beantwortet. Für etwas Verärgerung sorgte nur Sebastian Vettel.

30.03.2014 Tobias Grüner

Die Stimmung bei Mercedes nach dem Grand Prix von Malaysia hätte besser kaum sein können. Lewis Hamilton fuhr einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg nach Hause. Pole Position, schnellste Rennrunde, alle Runden geführt - besser geht es nicht. Nico Rosberg auf Rang 2 komplettierte den Totaltriumph. 43 Punkte für die Konstrukteurs-WM - mehr geht nicht.

Mercedes fühlt Red Bull im Nacken

Es war der erste Mercedes-Doppelsieg der Neuzeit – 4 Jahre nach dem Wiedereinstieg 2010. 1955 standen zuletzt 2 Silberpfeile ganz oben auf dem Podium. "Das habe ich auch erst nach der Zieldurchfahrt gehört", strahlte Mercedes-Sportchef Toto Wolff. "Das muss man erstmal sacken lassen. Wir sind natürlich sehr stolz. Wir dürfen aber nicht selbstgefällig werden. Red Bull hing uns heute direkt am Arsch. Und das obwohl sie zwei Drittel der Testfahrten verpasst haben. Das war ein notwendiger Weckruf."
 
Warum Hamilton ein so viel schnelleres Tempo als Rosberg anschlagen konnte, wusste der Rennleiter auch nicht. "Das müssen wir analysieren. An den TV-Bildern hat man gesehen, dass in den ersten paar Kurven das Auto ein paar Mal ausgebrochen ist. Es hat aber sicher nicht an Nico selbst gelegen. Die beiden schenken sich nicht. Plötzlich ging es dann auch wieder – zur Mitte des zweiten Reifensatzes."

Wie viel musste Mercedes zeigen

Die Konkurenz fragt, nach den ersten beiden dominanten Siegen, wie viel Potenzial noch im Silberpfeil steckt. Laut Wolff habe man das Maximum gezeigt: "Es gab immer die Gefahr eines Gewitters. Deshalb kann man nicht nachlassen und plötzlich herumcruisen. Red Bull war sehr stark im Regen."
 
Allerdings erklärte der Österreicher auch: "Beim Motor waren wir heute auf der sicheren Seite. Das heißt, dass wir nicht immer vollgefahren sind. Aber nicht, weil wir nicht hätten müssen, sondern wegen der Kühlung. Das Ding wird richtig heiß, wenn man voll fährt. Und es war so schon heiß draußen. Deshalb haben wir versucht, auf der vorsichtigen Seite zu sein. Da sprechen wir aber von wenigen Halbprozent-Schritten."

Wolff treibt seine Ingenieure an, das Entwicklungstempo nicht zu reduzieren. "Ich habe gehört, dass bei unserem Hauptmitbewerber 60 Kisten mit dem Früh- und dem Abendflug gekommen sind – und das an jedem Tag. Ich weiß nicht wie viel es bei uns waren, aber wahrscheinlich 5 oder 10 Mal weniger. Man kann keine Ruhe geben und muss weiter pushen. Wir haben ein paar Dinge, die wir gerne in Bahrain bringen wollen. Ob wir es schaffen, ist nicht ganz klar."

Vettel drückt Rosberg fast in die Mauer

Laut Wolff ist Red Bull immer noch die Benchmark: "Sie sind 4 Mal Weltmeister geworden und wir haben 2 Rennen gewonnen. Das darf man nicht vergessen." Mit einem Red Bull-Fahrer hatte Nico Rosberg nach dem Rennen ein klein wenig Stunk. Sebastian Vettel kam dem Wahlmonegassen am Start etwas zu nahe.
 
In der Pressekonferenz richtete sich Rosberg direkt an seinen Landsmann: "Ich bin gut weggekommen und dann kam Sebastian. Ich dachte er drückt mich ganz in die Mauer. Aber er hat kurz davor nachgegeben - danke nochmal dafür." Vettel antwortete trocken: "Im letzten Jahr habe ich eine ähnliche Erfahrung gemacht." Worauf Rosberg konterte: "Das gibt einem ja nicht das Recht, das Gleiche zu machen. Mein Herz hat da kurz aufgehört zu schlagen. Aber ich bin auf dem Gas geblieben. Es war okay. So schlimm war es auch nicht."

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