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Erster Trainingstag für Ocon

„Fühle weniger Druck als je zuvor“

Esteban Ocon - Manor - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 26. August 2016 Foto: sutton-images.com 92 Bilder

Esteban Ocon hat seinen ersten Trainingstag als Manor-Stammfahrer erfolgreich absolviert. Wegen unterschiedlicher Programme ist der Vergleich zu Teamkollege Pascal Wehrlein schwierig. Erst im Qualifying müssen die Karten auf den Tisch. Ocon ist bereit für die Herausforderung.

26.08.2016 Tobias Grüner

Die Zeitentabellen des ersten Trainingstags gaben nur die halbe Wahrheit wieder. In der Auftaktsitzung fuhr Neuling Esteban Ocon mehr als eine Sekunde schneller als Teamkollege Pascal Wehrlein. In der zweiten Session drehte sich das Bild um. Plötzlich hatte der Deutsche mit fast einer Sekunde Vorsprung die Oberhand.

„Wir haben unterschiedliche Programme gefahren“, klärte Wehrlein das Mysterium auf. Der Deutsche beendete den Tag auf Rang 11. „So weit vorne lag ich in einem zweiten Training noch nie. Aber das wird nicht so einfach, diese Position auch im Qualifying zu halten. Da waren heute noch einige schnelle Autos hinter mir.“

Ocon mäht Hütchen um

Ocon kam am Ende nur auf Rang 21. Doch für den Rookie spielte die Zeit nur eine untergeordnete Rolle. Der Franzose wollte vor allem Erfahrung sammeln: „Ich wollte unbedingt, dass es trocken bleibt und ich viele Kilometer abspulen kann. In dieser Hinsicht war es ein perfekter Tag. Ich habe gelernt, wie das Team arbeitet und wie die ganzen Prozesse ablaufen“, strahlte der 19-Jährige.

In der ersten Session sorgte der ehemalige DTM-Pilot gleich mal für einen Schreckmoment, als er bei der Boxenanfahrt den Parkplatz vor seiner Garage überschoss und eine Pylone wegkegelte. „Dafür ist das Training ja da. Ich habe das Hütchen getroffen. Sonst ist nichts passiert. Alles ist gut“, lächelte der Youngster den Zwischenfall weg.

Ocon scheint nichts aus der Ruhe zu bringen. Für sein Alter macht der Neuling schon einen sehr reifen Eindruck. „Alleine mit dem Einsatz hier ist mir schon eine riesige Last von den Schultern gefallen. Ich fühle weniger Druck als jemals zuvor“, so die Begründung des Piloten.

Eau Rouge geht im Manor nicht voll

Besonders beeindruckt zeigte er sich von der legendären Eau Rouge. „Es ist ein tolles Gefühl, wenn man oben auf dem Berg ankommt. Und auf den Longruns mit mehr Sprit ist Eau Rouge für uns eine echte Herausforderung. Da kann man nicht immer Vollgas durchfahren.“

Ocon erwartet, dass es nicht mehr lange dauert, bis er sich an seinen neuen Arbeitsplatz gewöhnt hat. „Ich lerne immer noch die einzelnen Prozeduren im Cockpit. Aber ich fühle mich schon sehr nah dran am Limit“. Für das Qualifying hat er sich viel vorgenommen: „Morgen ist der entscheidende Tag. Da muss alles passen.“ Kann er schon das erste Ausrufezeichen im Duell mit Wehrlein setzen? Oder behält der Deutsche die Oberhand?

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