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Formel 1-Zukunft

Exklusiv: So sieht die Formel 1 ab 2013 aus

Sebastian Vettel Foto: Red Bull 30 Bilder

Im Dezember legte die FIA die neue Motorenformel ab 2013 fest: Vierzylinder-Turbos, 1,6 Liter Hubraum, Direkteinspritzung sind fix. Kommende Woche wird den Formel 1-Ingenieuren das Formel 1-Auto der Zukunft vorgestellt. auto-motor-und-sport.de weiß schon, wie es aussieht.

07.05.2011 Michael Schmidt

Bernie Ecclestone versucht die Schmalspurmotoren für 2013 zwar noch zu verhindern, doch die Chancen stehen schlecht. Die Formel 1-Kommission müsste beim FIA-Weltrat bis Ende Juni ein Veto einbringen. Ansonsten kommt, was der Ausschuss des Weltverbandes im Dezember 2010 bereits entschieden hat. Der 1,6 Liter Vierzylinder-Turbo mit Direkteinspritzung, limitierter Benzindurchflussmenge und KERS.

Diskussionen um Zukunft

Über die Autos der Zukunft wurde bis zuletzt diskutiert. Es gab einen Vorschlag der Expertengruppe der FIA und einen der Teamvereinigung. Das Paket der Ingenieure der Teams hat gewonnen. Das Konzept der FIA war den Teams zu extrem. Die Kommission, in der auch Rory Byrne und Patrick Head sitzen, wollte zurück zu den Unterböden der Ground-Effect-Autos der früher 80er Jahre. Ein Boden mit Flügelprofil sollte die flachen Unterteile der Autos ersetzen. Dafür wären die Flügel dramatisch verkleinert worden.

Die Teams wollten lieber auf der Basis der aktuellen Autos die aerodynamische Effizienz verbessern. Das heißt: Flacher Unterboden, ein Frontflügel, dessen Breite von 1,80 auf 1,50 Meter schrumpft, und ein Heckflügel mit den momentanen Dimsionen, aber dafür weniger Flügelfläche. Außerdem sollen sämtliche Leitbleche verschwinden, auch jene, die im Augenblick noch vor den Kühleinlässen platziert werden dürfen.

100 Kilo Sprit pro Stunde

Schlussendlich wird die vorgeschriebene maximale Durchflussmenge des Kraftstoffs die Form der Autos festlegen. Geplant sind 100 Kilogramm Sprit pro Stunde. Um mit dem Benzin über die Distanz zu kommen, müssen die Teams den Luftwiderstand der Autos zwangsläufig dramatisch verringern. Die Luftwiderstandsbeiwert der 2011er Formel 1-Autos liegt ungefähr bei 0,95. Das ist eine dimensionslose Zahl. Das FIA-Konzept hätte den Beiwert auf 0,5 gedrückt. Der Gegenvorschlag der Teams wird den Luftwiderstand nur auf 0,7 reduzieren.

Der Durst des Motors bestimmt damit die Aerodynamik. Wer einen Spritfresser im Heck hat, muss Abtrieb opfern. Benzinsparer sollen belohnt werden. "Wenn du da den falschen Motor hast, bist du chancenlos", wird im Fahrerlager bereits kritisiert. Die FIA will am kommenden Mittwoch (11.5.) in London die Chassisregeln für 2013 den Technikchefs vorstellen.

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