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F-Schacht - hohe Umbaukosten

Eine Million Euro für den F-Schacht

GP Monaco 2010 Robert Kubica Renault Foto: xpb 30 Bilder

Ferrari und Sauber hatten in Monte Carlo auf den Einsatz des F-Schachts aus unterschiedlichen Gründen verzichtet. Ferrari-Rennleiter Stefano Domenicali fordert von seinen Ingenieuren, dass der Heckflügel-Trick für mehr Top-Speed in Istanbul wieder zum Einsatz kommt.

17.05.2010 Michael Schmidt

In Monte Carlo fuhr nur McLaren mit dem F-Schacht. "Er bringt auf dieser Strecke pro Runde nur 0,05 Sekunden", rechnete Lewis Hamilton vor. "Normalerweise sind es bis zu drei Zehntel."

Sauber und Ferrari in Monaco ohne F-Schachtsystem

Sauber und Ferrari bauten ihre Systeme auf dem Stadtkurs wieder aus. Im Gegensatz zu McLaren, wo der Fahrer den Strömungsabriss am Heckflügel mit dem Knie aktiviert, nehmen Fernando Alonso, Felipe Massa, Pedro de la Rosa und Kamui Kobayashi dazu die linke Hand.
 
Monte Carlo ist der letzte Ort, wo sich der Mann im Cockpit eine solche Ablenkung wünscht, auch wenn mehr Top-Speed zumindest im Tunnel ganz hilfreich sein kann. "Ich möchte, dass meine Fahrer am Tunnelausgang beide Autos am Lenkrad haben", verweigerte Peter Sauber den Einsatz der Technik, obwohl die Ingenieure eher dafür plädiert hätten. "Seit unser Karl Wendlinger dort 1994 einen Unfall hatte, habe ich vor dieser Stelle Respekt."

Ferrari will funktionierendes System ohne Nachteile

Ferrari ging auch aus technischen Gründen einen Schritt zurück. "Unser System hat in Barcelona nicht wie gewünscht funktioniert. Wir müssen noch Feintuning betreiben", erklärte Rennleiter Stefano Domenicali. Die roten Autos waren in Spanien zwar auf der Geraden die schnellsten, aber sie verloren auch viel Zeit in den Kurven. Die Fahrer klagten über mangelnden Abtrieb in den schnellen Kurven.
 
Jetzt weiß man warum. "Wir haben Abtrieb am Flügel verloren, auch wenn das System nicht aktiviert war" präzisierte Domenicali. Der Ferrari-Capo fordert: "In Istanbul muss der F-Schacht wieder an Bord sein und zwar ohne Nachteile in anderen Gebieten." Sein Technikdirektor Aldo Costa lächelt gequält. "Auf eine Entwicklung, die dir drei Zehntel pro Runde bringt, verzichtet keiner freiwillig."

Red Bull und Mercedes GP zeigen F-Schacht in Istanbul

Auch Red Bull nicht. Dort soll das System beim GP Türkei debütieren. Auch Mercedes plant in Istanbul den ersten Einsatz des F-Schachts. Red Bull und Mercedes kostet der Umbau der Autos rund eine Million Euro.
 
Ihre einzige Chance, einen Kanal ins Cockpit zu legen, ist das Loch für den Kabelbaum. Doch das ist in beiden Fällen viel zu klein geraten. Kanal und Kabel passen nicht durch. Weil die Chassis homologiert sind und neue Löcher nicht gebohrt werden dürfen, muss der ganze Kabelbaum verlegt werden. Damit das Loch ins Cockpit für die Luftführung reserviert ist.

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