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F1 2008

Die große Halbzeitbilanz

Foto: Daniel Reinhard 38 Bilder

Mit dem GP Deutschland geht die F1-WM in die zweite Halbzeit. Nach den ersten neun Rennen liegen vier Piloten innerhalb von zwei Punkten. Das gab es in 59 Jahren Formel 1 noch nie. Doch der Punktestand sagt nicht alles aus. auto-motor-und-sport.de hat eine Halbzeitbilanz in allen Disziplinen erstellt.

16.07.2008 Michael Schmidt

Zuverlässigkeit:

Die meisten Rennkilometer hat BMW abgespult. 1.106 von 1.142 möglichen Runden oder 5.260 von 5.438 möglichen Kilometern. Auf dem Plätzen folgen McLaren-Mercedes (1.043 Runden, 4.992 Kilometer) und Ferrari (1.028 Runden, 4.877 Kilometer). Schlusslicht ist Force India mit 642 Runden oder 2.999 Kilometern. Nur zwei Teams sind ohne einen technischen Defekt durch die erste Saisonhälfte gekommen: BMW und Red Bull.

McLaren-Mercedes steht zwar auch mit einem Nuller in den Statistiken, doch das ist irreführend. Heikki Kovalainens Unfall in Barcelona wurde durch einen Felgenbruch verursacht. Die gute Bilanz von Red Bull überrascht. Im letzten Jahr waren die "Bullen" mit zehn Defekten Schlusslicht. Das sind in diesem Jahr bislang Renault und Force India mit je vier technisch bedingten Ausfällen.

Der zuverlässigste Pilot ist Nick Heidfeld. Er legte 2.706,3 der möglichen 2.718,8 Rennkilometer zurück und hat als einziger der 20 Piloten in jedem Rennen die Zielflagge gesehen. Rubens Barrichello folgt dem BMW-Piloten mit 2.555,4 Kilometer. Auf Platz drei liegt Robert Kubica mit 2.553,3 Kilometern. Am Ende des Feldes streiten sich zwei Deutsche um die rote Laterne. Sebastian Vettel hat es in neun Rennen nur auf 1388,3 Kilometer gebracht. Noch schlechter ist Adrian Sutil mit 1.308,3 Kilometern.

Die meisten Unfälle haben die Toro Rosso-Piloten Sebastian Vettel und Sebastien Bourdais auf dem Konto. Sie sind nach GP-Starts gerechnet auch das unerfahrenste Fahrerduo im Feld. Bis jetzt haben Vettel und Bourdais zusammen nur 26 Grand Prix abgespult. Zum Vergleich: Jenson Button und Rubens Barrichello haben in Summe bereits 403 Grand Prix auf dem Buckel.

Testkilometer:

Testkönige sind McLaren-Mercedes mit 20.035 Kilometern und bei den Piloten Robert Kubica mit 9.341 Kilometern. Bislang kamen 38 Piloten bei Testfahrten zum Einsatz. Der Großteil der Arbeit wird wegen der Testbeschränkungen von den Stammfahrern übernommen. Der fleißigste Testpilot ist Alexander Wurz. Der Österreicher spulte für Honda bislang 4.570 Kilometer ab.

Führungskilometer:

Die meisten Führungskilometer hat nach seinem grandiosen Sieg in Silverstone Lewis Hamilton angehäuft. Der McLaren-Pilot lag bei sechs der neun Rennen an der Spitze und brachte es auf 837 Kilometer. Ihm folgen Felipe Massa (812 km), Kimi Räikkönen (652 km) und Robert Kubica (215 km). Auf Platz fünf liegt Safety-Car-Fahrer Bernd Mayländer. Das Safety-Car rückte neun Mal in fünf Grand Prix aus und lag insgesamt 136 Kilometer in Führung.

Dreher:

Die meisten Dreher hat Nelson Piquet junior zu verzeichnen. 25 Mal verlor der Brasilianer die Orientierung. Felipe Massa schraubte sein Unfallkonto mit sechs Drehern und einem Trainingscrash in Silverstone auf 21 Ausritte hoch. Auch Adrian Sutil (22) und Kazuki Nakajima (20) liegen noch über der 20er Marke. Der Fahrer mit den wenigsten Unfällen ist Robert Kubica. Der Pole kam nur sechs Mal vom rechten Weg ab. Auch ein Grund, warum er im Titelrennen immer noch mitmischt, obwohl sein BMW vom Speed nicht mit Ferrari und McLaren mithalten kann.

Strafen:

Strafenkönig ist Kimi Räikkönen. Der Weltmeister zahlte bislang 10.000 Euro auf das FIA-Konto. Bei seinem kolportierten Gehalt von 25 Millionen Dollar ist diese Spende verschmerzbar. Bislang mussten zwölf Piloten büßen. Insgesamt kassierte die FIA von den Fahrern für Tempoüberschreitungen und andere Vergehen 29.200 Euro.

Startplätze:

Trainingskönig ist Felipe Massa mit einem durchschnittlichen Startplatz von 3,22. Kimi Räikkönen (3,89), Robert Kubica (4,22) und Lewis Hamilton (4,67) liegen dichtauf. Auch bei den Pole Positions hält der Brasilianer die Bestmarke. Drei Mal stand der Ferrari-Pilot auf dem besten Startplatz. Der beste Starter ist Nico Rosberg. Der Williams-Pilot machte bei sechs seiner neun Starts Plätze gut, elf insgesamt. Gar nicht läuft es für die früher für ihre Raketenstarts berühmten Renault. Fernando Alonso verlor bei fünf seiner Starts Positionen.

Topspeed:

Bei den Topspeeds liegt wie gehabt Ferrari vorn. Im Mittel der neun Rennen waren die roten Autos im Training wie im Rennen 308,6 km/h schnell. McLaren-Mercedes liegt mit 307,3 km/h im Training und 308,2 km/h im Rennen an zweiter Stelle. Toyota ist in dieser Disziplin mit 303,4 km/h (Training) und 303,6 km/h (Rennen) Schlusslicht.

Verbesserung zu 2007:

Am meisten verbessert zum Vorjahr hat sich Red Bull. Im Vergleich der schnellsten Trainingsrunden sind die Red Bull um durchschnittlich 0,639 Sekunden schneller als 2007. Im Renntrimm hat BMW am meisten zugelegt. Der Unterschied zu den schnellsten Rennrunden 2007 beträgt im Mittel 0,495 Sekunden.

Weitere Bestmarken:

Kimi Räikkönen holte sich sechs der neun schnellsten Rennrunden, davon die letzten fünf Mal in Folge. Kimi Räikkönen und Robert Kubica beendeten je sieben Rennen in den Punkterängen. Je fünf Mal auf dem Podest standen Kimi Räikkönen, Felipe Massa und Lewis Hamilton.

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