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Formel 1-Countdown 2010 - Force India

Immer für eine Überraschung gut

F1 Test Barcelona 2010 Foto: xpb 9 Bilder

Force India hat 2009 endgültig den Durchbruch geschafft und konnte dabei mit einigen beachtlichen Ergebnissen auf sich aufmerksam machen. Auch bei den Testfahrten in Barcelona war Adrian Sutil vorne dabei. Aber macht das Force India automatisch zu einem Top-Team?

05.03.2010

Eines ist sicher, Force India hat enorm aufgeholt. 2008 als Hinterbänkler gestartet, schaffte die ehemalige Spyker-Mannschaft 2009 den Anschluss ans Mittelfeld. Vor allem Highspeed-Strecken wie Spa oder Monza waren dank günstigem Luftwiderstand das Revier des Force India. Der Alarm der englischen Finanzaufsicht wegen fehlender Bilanzen ist verklungen. Das Team lieferte Mitte Februar die nötigen Unterlagen.

Das Auto wurde auch für langsamere Strecken optimiert

Damit blieb Zeit, sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren. Die Ingenieure unter Ex-Technik-Chef James Key haben sich dieses Jahr darauf konzentriert, das Auto auch für langsamere Strecken fit zu machen. Acht neue Aerodynamiker wurden angeheuert, um den Windkanal bis an die vom Reglement erlaubte 60-Stunden-Grenze auszulasten. Im Gegenzug strich Key allerdings Anfang März die Segel und heuerte bei Sauber als Ersatz von Willy Rampf an. Bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen sein Abgang über die Saison hinweg haben wird und wie Nachfolger Mark Smith die neue Herausforderung meistern wird.
 
Der Force India VJM03 für die Saison 2010 stammt äußerlich eindeutig noch aus Keys Feder. Auf den ersten Blick unterscheidet er sich nicht extrem von seinem Vorgänger. Die hohe Nase und die nach hinten verlängerte Motorhaube kennt man schon aus dem Vorjahr. Lediglich am Frontflügel gab es leichte Retuschen sowie am Flügel selbst. Auf der Nase prangen nun zwei dezente seitliche Höcker.

Interessante Fahrerkonstellation

Deutlich aufregender als das neue Design ist die neue Konstellation der Fahrer. Zwar sitzen mit Adrian Sutil und Vitantonio Liuzzi zwei alte Bekannte im Force India Cockpit, aber mit DTM-Pilot Paul di Resta als Testfahrer bekommt das Stammpersonal starke Konkurrenz. Zumal der Schotte bei den Grands Prix am Freitag zum Einsatz kommen soll.
 
Bei den Testfahrten in Barcelona stellte Force India schon einmal unter Beweis, dass man zumindest auf einer einzigen Runde schnell sein kann. Im Zeitenvergleich über alle vier Testtage schob sich Adrian Sutil insgesamt auf den vierten Platz. Was die Rennsimulationen angeht, ist das Team jedoch noch nicht ganz auf dem Niveau der Spitze.
 
Prognose: Force India wird wie im vergangenen Jahr wieder im Mittelfeld mitmischen können und ist sicherlich für die ein oder andere Überraschung gut. Vor allem im Qualifying könnte es immer mal wieder nach vorne gehen, wenn Sutil und Liuzzi sowohl das Setup als auch die schnelle Runde hinbekommen. Dauerhaften Anschluss an die Spitze findet Force India aber wohl noch nicht. Spannend wird vor allem der interne Wettbewerb zwischen den Fahrern werden.

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