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Formel 1-Countdown 2010 - Toro Rosso

Aus dem B-Team wird ein A-Team

F1 Test Barcelona 2010 Foto: xpb 23 Bilder

Toro Rosso hat sich innerhalb von elf Monaten vom Red Bull B-Team zu einem eigenständigen Team entwickelt. Die Tests in Barcelona waren vielversprechend. Doch reicht das aus, um beim Formel 1-Auftakt in Bahrain vorne mitzumischen?

04.03.2010

Ein Ziel ist schon erreicht: Toro Rosso hat das Kunststück geschafft, erstmals eine komplett eigene Entwicklung auf die Beine zu stellen. Das neue Concorde-Abkommen sieht ab dieser Saison keine Kundenteams mehr vor. Toro Rosso musste deshalb eigenständig werden.

Toro Rosso musste alles auf Wachstum setzen

Gegen den allgemeinen Spartrend war beim Team mit Sitz im italienischen Faenza Wachstum angesagt. Während andere Personal wegen der Budgetobergrenze abbauen mussten, stockte Toro Rosso auf. Aus 160 Mitarbeitern wurden 257. Aus vier Fabrikgebäuden wurden sechs, aus 6.000 Quadratmetern Arbeitsfläche 10.000. Klar, dass das alles Geld kostet. Im Vergleich zum Kundenmodell erhöht sich das Budget "um 30 bis 50 Prozent, je nachdem, wie viel man bereit ist auszugeben", sagt Teamchef Franz Tost.
 
Die Herausforderung war der Aufbau der Infrastruktur, der Ankauf des alten Red Bull-Windkanals in Bicester, Design und Produktion von Chassis, Aerodynamik, Fahrwerk und Getriebe. Dazu Qualitätsprüfung und Crashtests. Technikdirektor Giorgio Ascanelli zitierte Mao Tse-tung, um die Schwierigkeit der Aufgabe zu beschreiben: "Wir sollten nicht darüber reden, was wir auf der anderen Seite des Flusses tun, wir müssen erst mal die Brücken und Schiffe bauen, um über den Fluss zu kommen."

Design des neuen Toro Rosso STR5 am Vorjahres-Red-Bull angelehnt

Deshalb fiel das Design des neuen Toro Rosso STR5 auch recht konservativ aus, schließlich musste man fast bei Null anfangen. Aber nur fast, denn man konnte sich trotzdem noch am großen Bruder orientieren. So erscheint das neue Auto wie eine Kopie des Red Bull RB5 aus dem Vorjahr. Die Entennase mit den Höckern obendrauf erinnert stark an den RB5 und auch der Frontflügel scheint das Modell aus dem Vorjahr zur Basis gehabt zu haben. Neu ist hingegen die Aufhängung des Flügels.

Eine logische Konsequenz aus diesem Neuanfang ist es, zumindest die bestehenden Variablen nicht auch noch auszuwechseln. Dazu zählt die z.B. die personelle Besetzung des STR5. Sebastién Buemi und Jaime Alguersuari können zwar beide noch nicht auf viel Formel 1-Erfahrung bauen, haben aber nach der vergangenen Saison ein Gefühl für das Auto und kennen das Team und seine Strippenzieher.

Probleme mit der Standfestigkeit?

Am meisten Kopfzerbrechen bereitete Ascanelli die Standfestigkeit. "Wir hatten 2009 zu viele Defekte", resümiert er. "Uns fehlten die Testfahrten. Andere ersetzen sie durch Prüfstände." Grund zu großer Besorgnis besteht nach derzeitigem Stand aber nicht, denn bei den Tests in Barcelona ließ Toro Rosso die Experten nicht nur wegen der enorm guten Rennsimulation staunen, sondern auch wegen der wenigen technischen Probleme.

Prognose: Toro Rosso scheint mehr Bedenken gehabt zu haben, als nötig. Der Rückstand von knapp einer Sekunde auf die Spitze bei den Testfahrten in Barcelona grenzt das Team eindeutig von den Hinterbänklern Renault, Virgin und Lotus ab. Wenn es weiterhin so gut laufen sollte, mischt Toro Rosso nicht nur im Mittelfeld mit, sondern ist auch für einige Überraschungen gut.

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