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Formel 1-Countdown 2010 - Virgin Racing

Mit Glock und Glück in die Top Ten

Timo Glock - Virgin Foto: Virgin 20 Bilder

Formel 1-Neuling Virgin will mit neuen Ideen und einem coolen Auftritt die Formel 1 aufmischen. Mit Timo Glock im Cockpit plant der englische Rennstall, so schnell wie möglich in die Top Ten vorzustoßen. Wir sagen Ihnen, wie gut die Chancen für Virgin stehen.

01.03.2010

Virgin-Technikchef Nick Wirth könnte in der Szene eine Palastrevolution auslösen. Wenn sein neuer VR-01 funktioniert, dann muss sich der Rest im Fahrerlager fragen: Warum haben wir über all die Jahre soviel Geld in unsere Windkanäle investiert? Wirths Produkt ist komplett am Computer entstanden.

Die Aerodynamik wird in CFD-Software simuliert, Fahrwerks- und Reifendaten im Simulator gegengecheckt, Steifigkeitsberechnungen am Prüfstand überprüft. Der Motor für den Virgin VR-01 kommt von Cosworth, das Getriebe von X-Trac. "Mit unseren Adaptionen, die wir auch den anderen Cosworth-Kunden zur Verfügung stellen", sagt Wirth.

Wirth setzt auf Virtual Reality

Der großgewachsene Engländer, der sein Handwerk bei Simtek und Benetton gelernt hat und in der ALMS-Sportwagenszene mit seinen Acuras sein Meisterstück ablieferte, hatte schon immer eine große Klappe: "Windkanäle sind die größte Geldverschwendung."

Rein von der Optik betrachtet, muss man ihm Recht geben. Der Virgin VR01-Cosworth ist ein properes Rennauto, das um den Schönheitspreis konkurriert. Mit eigenwilligen Lösungen wie einer langen Geiernase, kurzen Seitenkästen und einem kompakten Heck, das Heckflügel und Diffusor optimal anströmen lässt. Aber ist es auch schnell?

So schnell wie möglich um Punkte kämpfen

Timo Glock ist vorsichtig: "Ich will ein paar Überraschungsmomente setzen. Die entscheidende Frage ist aber: Wie gut ist unsere Basis? Erst dann wissen wir, was unsere Simulationsergebnisse wert sind. Wir versuchen so schnell wie möglich Richtung Top Ten vorzustoßen und um Punkte kämpfen zu können."

Glock macht sich auf eine Saison mir Rückschlägen gefasst. Beim ersten Test in Jerez brach ohne Vorwarnung der Frontflügel. Er war wohl in Bezug auf seine Belastung nicht ordentlich berechnet. Auch beim Abschluss in Barcelona stand der rot-schwarze Renner meist in der Garage, während die Konkurrenz fleißig Runden drehte.

Branson wettet gegen Lotus

"Ich rechne mit drei Jahren, bis sich das Projekt für mich auszahlt", sagt Glock. Damit zählt er im Team zu den Realisten. Teambesitzer Richard Branson hat wie Wirth eher einen Sinn für starke Sprüche. Der exzentrische Chef der Fluglinie Virgin hat mit Lotus-Chef Tony Fernandes gewettet, dass Virgin den Preis des besten neuen Teams gewinnt. Wer verliert, muss in der Fluglinie des anderen einen Tag Flugbegleiter spielen.

Prognose: Virgin wird bis zur Saisonhälfte mit Kinderkrankheiten kämpfen. Auch fährt Glocks Teamkollege Lucas di Grassi in Bahrain sein erstes Formel 1-Rennen. Im Duell mit Lotus wird es vor allem zu Beginn schwer. Zielankünfte wären bereits Erfolge. Mit jedem Kilometer wird das Team an Erfahrung lernen. Und wenn Wirth seinen Computer nach und nach mit neuen Daten füttert, könnte der Abstand zur Spitze bis zum Saisonende deutlich schrumpfen.

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