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Formel 1 Sünderkartei 2016

86 Strafen in 12 Rennen

Daniil Kvyat - GP Deutschland 2016 Foto: sutton-images.com

Das Strafenregister der Sportkommissare in den ersten 12 Rennen umfasst 86 Delikte. 21 Mal musste bezahlt werden. Der Rest verteilt sich auf Verwarnungen, Startplatzversetzungen und Zeitstrafen.

12.08.2016 Michael Schmidt 1 Kommentar

Ursprünglich haben sich FIA und Bernie Ecclestone zum Ziel gesetzt, weniger Strafen auszusprechen. Das gelingt aber nicht so ganz, weil der Sport zu kompliziert geworden ist. Die Komplexität bringt es mit sich, dass mehr bestraft wird. Je mehr Regeln es gibt, umso mehr kann man falsch machen. Und dann entscheiden 4 Schiedsrichter über das Schicksal von Fahrer und Team.

In den ersten 12 Rennen der Saison sprachen die Sportkommissare 86 Strafen aus. Also 7,1 pro Grand Prix. Klarer Spitzenreiter war der GP Österreich mit 18 Strafen. Schlusslicht Montreal mit 3.

Die Strafen unterteilen sich in 3 Kategorien. Fehler des Fahrers belegen mit 55 Vorfällen den Spitzenplatz. 22 Strafen betreffen unerlaubte Technik-Vergehen wie den Tausch des Getriebes vor Ablauf der 6 Rennen oder den Umbau des Setups und der Fahrzeugspezifikation im Parc Fermé.

9 Mal war das Team schuld. Berühmtestes Beispiel: Der verbotene Funkverkehr zwischen Box und Fahrer. Auch der Tatbestand „unsafe release“ bei einem Boxenstopp zählt dazu.

FIA kassiert 23.800 Euro von Fahrern und Teams

Der Strafenkatalog ist höchst umfangreich. Beliebtestes Mittel ist die Geldstrafe für zu schnelles Fahren in der Boxengasse. Die FIA hat bislang 23.800 Euro eingenommen. Spitzenreiter unter den Fahrern ist Sergio Perez, der für 4 Tempoüberschreitungen insgesamt 2.200 Euro blechen musste.

Startplatzstrafen gehören mittlerweile auch zur Routine. Es gibt sie für unerlaubte Getriebewechsel, genauso wie für das Auslösen einer Kollision. 23 Mal mussten Fahrer zwischen einem und 5 Plätzen zurück.

Verwarnungen und Strafpunkte werden erst heikel, wenn ein Fahrer zu viele davon anhäuft. Lewis Hamilton und Carlos Sainz müssen bei den restlichen 9 Rennen ganz brav sein. Sie haben bereits 2 Verwarnungen auf ihrem Konto. Die dritte kostet 10 Startplätze. Bei Strafpunkten ist Daniil Kvyat am nächsten an der kritischen Grenze. Er hat 7. Bei 12 droht ein Rennen Sperre.

Nico Rosberg - Mercedes - Max Verstappen - Red Bull - GP Deutschland 2016 - HockenheimFoto: sutton-images.com
Rosberg bekam für das Manöver gegen Verstappen eine 5 Sekunden-Strafe und 2 Punkte für die Sünderkartei.

Auch Teams können verwarnt werden. Es weiß aber keiner, was bei 3 gelben Karten passiert. „Weil es noch nie vorgekommen ist“, lacht Sauber-Teammanager Beat Zehnder. Williams kassierte eine Verwarnung dafür, dass man in Melbourne zu spät die Setup-Spezifikation der beiden Autos bei der FIA eingereicht hatte.

Fahrer-Kommissar hat großen Einfluss auf Strafe

Im Rennen gibt es Stop-an-Go-, Durchfahrt- und Zeitstrafen. Für die unterschiedlichsten Delikte. Marcus Ericsson kassierte eine Durchfahrtstrafe, weil sein Team in Melbourne noch nach dem 15-Sekunden-Signal am Auto gearbeitet hatte.

Für Nico Hülkenberg gab es 5 Sekunden und 2 Strafpunkte, weil er beim GP China in der Boxengasse zu langsam gefahren war. Nico Rosberg verlor 10 Sekunden und Platz 2 in Silverstone, nachdem ihn sein Renningenieur bei der Lösung seines Getriebeproblems zu offensichtlich unterstützt hatte.

Kevin Magnussen musste in Spielberg 5 Sekunden büßen. Grund: Er hatte im Zweikampf mehr als ein Mal die Linie gewechselt. Max Verstappen blieb bei seinem Duell mit Kimi Räikkönen in Budapest dagegen unbehelligt.

Hier hat der Fahrer-Vertreter unter den Sportkommissaren einen großen Einfluss. Über Verstappen urteilte Alan Jones, selbst ein harter Knochen auf der Rennstrecke. In Österreich saß Martin Donnelly in der Rennleitung. Der zückt schon eher mal die gelbe Karte. So wie Emerson Fittipaldi, der Nico Rosberg mit einer 5-Sekunden-Strafe bedachte, weil er in Hockenheim Verstappen neben die Strecke gedrückt hatte.

Neuester Kommentar

Ich wäre dafür, dass das Bussgeld einem guten Zweck gespendet wird oder für die Unterstützung von jungen Rennfahrern.

dbh42 12. August 2016, 10:01 Uhr
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