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Formel 1- Stadtkurs in Baku

Asphaltarbeiten in vollem Gange

Bauarbeiten - Baku - GP Aserbaidschan 2016 Foto: Baku City Circuit 15 Bilder

In Aserbaidschan schreiten die Bauarbeiten für die Formel 1-Rennstrecke voran. 4 Monate vor dem Grand Prix wurde mit den Asphalt-Arbeiten begonnen. Rennstrecken-Designer Hermann Tilke verspricht: Der Stadtkurs wird etwas ganz Besonderes. Wir verraten warum und zeigen aktuelle Bilder des Baufortschritts.

26.02.2016 Michael Schmidt

In der Innenstadt der 2-Millionen-Metropole Baku am kaspischen Meer steht momentan der Verkehr still. Die einzigen Fahrzeuge, die auf den abgesperrten Hauptstraßen ungehindert vorankommen, sind die Baumaschinen, die den alten Asphalt abtragen und den neuen Fahrbahnbelag aufbringen. Der Untergrund, auf dem die Formel 1 ihre Runden dreht, besteht aus 2 Schichten. Wie die Veranstalter am Freitag (26.2.2016) mitgeteilt haben, sind 90 Prozent der 5 Zentimeter dicken Basis bereits verlegt.

Der Plan sieht vor, Mitte März mit dem oberen Fahrbahnbelag zu beginnen. Unter Aufsicht der Experten um Bauingenieur Hermann Tilke wird der Untergrund nach FIA-Standards aufgetragen. Unter der Belastung der Rennwagen darf der Asphalt schließlich keine Wellen schlagen - auch nicht an den 2 Stellen des Kurses, an denen Kopfsteinpflaster von insgesamt 700 Metern Länge überbaut werden muss. Einen Monat vor dem Rennen am 19. Juni sollen die Asphalt-Arbeiten abgeschlossen sein.

FIA-Sondergenehmigung wegen enger Strecke

Der riesige Aufwand dürfte sich lohnen. Schon die Streckenskizze verrät: Dieser Formel 1-Kurs weicht ab von der Norm. Der 6,001 Kilometer lange Baku City Circuit hat 20 Kurven, ein 1.975 Meter langes Vollgasstück, eine Sektion, an der die Strecke parallel verläuft und den spektakulären Altstadtring. Es geht 12 Prozent den Berg rauf und 9 Prozent wieder runter. Die Schleife um die alte Stadtmauer von Baku wird das spektakulärste, was die Formel 1 seit dem alten Nürburgring gesehen hat.

An einer Stelle ist die Strecke gerade 7,5 Meter breit und schlängelt sich zwischen Stadttor und historischen Gebäuden vorbei. Ständig geht es bergauf und bergab. Die FIA musste eine Sondergenehmigung für diesen Streckenteil ausstellen. Normalerweise beträgt die Mindestbreite 9 Meter. Rennstrecken-Planer Hermann Tilke verrät: "Auf dieser Strecke ändert sich die Breite laufend. Wir fahren ja auf ganz normalen Straßen. Da musst du nehmen, was da ist." An seiner breitesten Stelle misst der Kurs übrigens 19 Meter.

Top-Speed von 340 km/h in Aserbaidschan

Interessant wird auch die Vollgas-Passage zwischen Kurve 16 und Start und Ziel. Die Computersimulationen erwartet für den fast zwei Kilometer langen Abschnitt einen Top-Speed von 340 km/h. Mit DRS vielleicht mehr. "Es ist ein ungewöhnlicher Stadtkurs mit den langen Geraden und ganz engen Kurven", schüttelt Pirelli-Chefingenieur Mario Isola ungläubig mit dem Kopf. "Leider wissen wir erst, was auf uns zukommt, wenn wir die Asphaltbeschaffenheit untersucht haben. Aber die Teams müssen schon vorher ihre Reifen aussuchen."

Die zweistöckige Boxenanlage mit einer Länge von 309 Metern soll direkt vor dem Regierungspalast aufgebaut werden. Hier haben ebenfalls die ersten Vorbereitungen für die Bauarbeiten begonnen. Erst im Juni kurz vor dem Rennen soll das Fahrerlager stehen und einzugsbereit sein. Alle Gebäude und Tribünen sind übrigens mobil und werden nach dem Rennen wieder abgebaut.

In unserer Galerie zeigen wir Ihnen aktuelle Bilder von den Bauarbeiten.

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