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F1-Comeback amtlich

Schumacher fährt für Mercedes GP

Michael Schumacher, Mercedes GP Foto: Mercedes

Einen Monat lang waren es nur Spekulationen mit sich ständig verdichtendem Wahrheitsgehalt. Michael Schumacher kehrt in die Formel 1 zurück. Der Ex-Ferrari-Pilot wird neuer Werksfahrer von MercedesGP. Rekordsieger Schumacher unterschrieb einen mehrjährigen Vertrag.

23.12.2009

Es war das schönste Weihnachtsgeschenk für Mercedes und auch für die ganze Formel 1. Das Comeback von Michael Schumacher ist seit dem 23. Dezember um 11.30 Uhr amtlich. Der siebenfache Ex-Weltmeister wird ab der kommenden Saison zusammen mit Nico Rosberg bei MercedesGP antreten. Das Abkommen, dass sich über mehrere Jahre erstreckt, wurde am späten Abend in der englischen Fabrik in Brackley, in der Ross Brawn Schumacher am Mittwochvormittag der Mannschaft vorstellen will, unterzeichnet. Anderslautende Medienberichte über einen Einjahreskontrakt sind falsch.



"Fühle mich wie ein 12-Jähriger, der vor Freude durch die Gegend hüpft!"

In einer Telefonkonferenz sagte Michael Schumacher: "Ich fühle mich wie ein 12-jähriger Junge, der vor Freude durch die Gegend hüpft. Ich bin voller Energie und glaube fest an die Kombination mit Ross Brawn und Mercedes." Nach Aussage von Schumacher habe erst der Massa-Unfall bei GP von Ungarn im Juli die Initialzündung für ein mögliches Comeback gegeben. Wie Schumacher weiter berichtete, sei Ross Brawn im November an ihn herangetreten und habe ihn über die mögliche neue Teamstruktur mit Mercedes informiert. "Die Möglichkeit, in der Formel 1 mit alten Weggefährten und Freunden wieder anzugreifen, ist fantastisch. Für mein Comeback kam kein anderes Team in Frage. Für mich schließt sich damit ein Kreis, denn Mercedes hat mir vor vielen Jahren bei meinem Einstieg in die Formel 1 geholfen. Jetzt kann ich dem Stern hoffentlich etwas zurück geben", so der siebenmalige Weltmeister.

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hat die Entscheidung für ein Comeback bei Mercedes nach Aussage des Kerpeners akzeptiert. "Es war kein leichter Abschied von Ferrari, wo ich in den vielen Jahren zahlreiche Freunde gefunden habe. Ich hatte ein wirklich freundschaftliches Gespräch mit Luca. Er hat meine Enttäuschung nach dem missglückten Comeback im Sommer hautnah miterlebt und kann meinen Entschluss verstehen, wieder ins Lenkrad greifen zu wollen."

Schumachers Nacken besteht medizinische Tests

Im kommenden Jahr will der Rekord-Champion um Siege mitfahren. "2006 nach meinem Ausstieg war ich ausgepowert. Jetzt bin ich wieder voller Energie und bereit für neue Herausforderungen", so Michael Schumacher. Er glaube fest daran, dass er auch mit bald 41 Jahren noch den nötigen Speed habe, um in der Formel 1 ganz vorne mitfahren zu können.

Sein Nacken macht dem Rekordweltmeister nach eigenen Aussagen keine Probleme mehr. Die medizinischen Tests habe er bestanden und sein Arzt habe ihm das O.K. gegeben. Bei seiner Frau musste der 40-Jährige im Übrigen keine Überzeugungsarbeit leisten: "Sie hat mir angesehen, dass es genau das ist, was ich will und sie wird mir wie früher die Daumen drücken."

Schumacher freut sich auf die Zusammenarbeit mit seinem neuen Teamkollegen Nico Rosberg und betonte zugleich, dass er sich innerhalb des Teams keinerlei Sonderstatus habe vertraglich festschreiben lassen. Nico Rosberg zeigte sich erfreut über den prominenten Teamkollegen: "Toll, dass Michael wieder in der Formel 1 fährt und bei Mercedes GP Petronas mein Teamkollege wird. Es ist eine große Herausforderung für mich, gegen einen der besten Fahrer aller Zeiten anzutreten. Ich bin sicher, wir werden ein starkes Team bilden, denn er hat nichts von seinem Speed verloren. Sein Comeback ist auch eine tolle Nachricht für unseren Sport und die Fans."

Haug mit drittem Supercoup

Damit ist der Automarke mit dem Stern und Rennleiter Norbert Haug der dritte große Coup innerhalb es eines Monats gelungen. Am 16. November verkündete Mercedes die 70-prozentige Übernahme von BrawnGP und damit die Geburt des neuen Werksteams der Silberpfeile an. Am 21. Dezember folgte die Unterschrift des neuen Hauptsponsors Petronas. Nur zwei Tage später war die größte Sensation in dem Puzzle perfekt. Michael Schumacher kehrt nach 15 Jahren bei Ferrari zu seinen Wurzeln zurück und gibt drei Jahre nach seinem Rücktritt beim GP Brasilien 2006 sein Formel 1-Comeback.

Schumacher mit mehrjährigem Vertrag

Der Deutsche, der am 3. Januar 41 Jahre alt wird, hat einen mehrjährigen Vertrag mit Mercedes unterschrieben. Schumacher hat einen Dreijahres-Vertrag für ein Mercedes-Cockpit unterzeichnet. Auch darüber hinaus wird er für Mercedes als Markenbotschafter im Einsatz sein. Es wird gemunkelt, dass der Vertrag eine Ausstiegsklausel für den Fall enthält, dass ihm seine Gesundheit doch noch einen Streich spielt. Nach den letzten medizinischen Tests sollte das Nackenproblem, das im Sommer noch ein Comeback bei Ferrari vereitelt hatte, ausgeheilt sein. Schumacher fühlt sich fit für die Belastungen, denen er in der Formel 1 ausgesetzt sein wird. Belastungstests haben ergeben, dass er inzwischen Kräfte schmerzfrei wegsteckt, die ihm im August noch Probleme bereitet haben. Damals hatte Schumacher bei einem Test in Mugello in einem 2007er Ferrari bereits in der ersten Runden einen stechenden Schmerz im Nacken verspürt.

Kleine Hindernisse durch persönliche Sponsorenverträge

Ein letztes Hindernis auf dem Weg zu einem neuen Vertrag waren die Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit. So musste zum Beispiel noch sein persönlicher Sponsorvertrag mit Shell aufgelöst werden. MercedesGP fährt im nächsten Jahr unter der Flagge des neuen Hauptsponsor Petronas. Der staatliche malayische Ölkonzern kam zu Schumacher wie die Jungfrau zum Kind.
Die Verhandlungen mit dem Team hatten bereits zu einem Zeitpunkt begonnen, da war das Thema Schumacher noch nicht spruchreif.

Schumachers neue Rolle umfasst nicht nur das Rennfahren. Der Kerpener wird auch das neue Aushängeschild für den Stuttgarter Konzern sein. Damit sollten auch die Kritiker am Formel 1-Projekt im eigenen Haus besänftigt sein. Allein die Spekulationen um Schumachers mögliche Rückkehr haben die Silberpfeile weltweit in den Mittelpunkt der Medienberichterstattung gerückt. 

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