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F1 Countdown 2009

So läuft die Saison für... BMW-Sauber

BMW F1.09 Foto: BMW 23 Bilder

In den vergangenen Jahren konnte BMW-Sauber immer seine gesteckten Ziele erreichen. Nach dem ersten Grand Prix Sieg 2008 in Montreal lautet der Plan für die kommende Saison: Kampf um den WM-Titel.

23.03.2009 Tobias Grüner

Für den Erfolg nahm BMW sogar den Unwillen der Konkurrenz in Kauf. Der bayerische Autokonzern lehnte alle Versuche ab, den Hybridantrieb zu kippen. KERS ist bei BMW Programm und der Brückenschlag zur Serie. Um 2009 von Beginn an vorne dabei zu sein, klinkte sich BMW im Vorjahr außerdem früh aus dem Titelrennen aus.

Nach dem Saisonfinale wurde zunächst ein echtes Übergangsauto gebaut, mit dem man früher mit KERS testen konnte als alle anderen. Umso überraschender kam da die Ankündigung, dass der Hybrid-Verfechter in Melbourne möglicherweise ohne KERS starten werden. Zuletzt waren die Rundenzeiten ohne die elektrische Zusatzpower noch schneller als mit.
 
Das Team:
 
Mario Theissen hat sich in seiner vierten Saison als unumstrittener BMW-Häuptling etabliert. Ruhig und konzentriert führte der Doktor seine Mannschaft 2008 zum ersten Grand Prix-Sieg. Mit Willy Rampf steht dem Teamchef ein erfahrener Technikmann zur Seite, der schon Erfolge mit dem Team feierte, als es noch unter dem Namen Sauber an den Start ging. Trotz Budgetkürzung arbeiten noch rund 670 Angestellte an den beiden Stützpunkten Hinwil (Schweiz) und München.

Das Auto:
 
Der BMW F1.09 ist keine Schönheit. Solange er schnell ist, werden die Fans das aber wohl verkraften können. Eckige Frontflügelendplatten und wuchtige Seitenkästen lassen das weißblaue Auto etwas plump aussehen. Die Seitenkästen sind nach unten kaum eingezogen. Sie geben links und rechts den KERS-Speicherelementen Platz. Das Steuergerät ist samt integriertem Kühlsystem auf der rechten Seite untergebracht.
 
Unter der Nase befindet sich ein großer Splitter, der die Luft teilt, bevor sie auf den Unterboden trifft. Die Luft im Heck tritt durch einen schmalen Spalt neben dem Getriebe aus. Das Gewicht für das KERS-System gibt BMW mit 30 Kilogramm an. In den Wintertests zeigte das neue Modell neben seinem Potenzial allerdings auch ein paar Zicken. Viele kleine Defekte nervten das Team: "Kleinkram, nichts was uns umbringt, aber doch immer etwas, das im Rennen fatal sein kann", warnt Nick Heidfeld.

Die Piloten:

Nachdem Robert Kubica im Vorjahr noch die Oberhand im teaminternen Duell inne hatte, könnte sich das Kräfteverhältnis 2009 wieder ausgeglichener darstellen. Zwei Gründe sprechen für Heidfeld: Die Slicks sollten seinem Fahrstil entgegenkommen und dabei helfen, die Aufwärmprobleme im Qualifying zu lindern. Mit den schweren KERS-Elementen kann der Mönchengladbacher zudem seinen Gewichtsvorteil ausspielen. Kubica schleppt rund zehn Kilogramm mehr mit sich rum, die ihm an Ballast bei der Ausbalancierung des Autos fehlen.
 
Die Prognose:
 
Die Tests haben gezeigt, dass der F1.09 konstant schnelle Rundenzeiten erlaubt. Zu Saisonbeginn dürften die Weiß-blauen zusammen mit Ferrari, Renault und Toyota in der Spitzengruppe mitfahren. Einzig Brawn GP konnte sich zuletzt ein wenig von den Verfolgern absetzen. Ob Nick Heidfeld nach 150 sieglosen Grand Prix-Starts endlich sein erstes Rennen gewinnt, können wir nicht sagen. So gut wie 2009 sahen die Chancen dafür allerdings noch nie aus.

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