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F1 Countdown 2009

So läuft die Saison für... Red Bull

Mark Webber Foto: Red Bull 16 Bilder

Mit Sebastian Vettel hat das Red Bull F1-Team das freigewordene Cockpit von David Coulthard mehr als adäquat besetzt. Wir sagen Ihnen, welche Chancen der junge Heppenheimer mit seinem neuen Team hat.

19.03.2009 Tobias Grüner

Das vergangene Jahr lief alles andere als geplant für die erste Mannschaft von Getränkemogul Dietrich Mateschitz. Nach einem passablen Saisonbeginn stürzte Red Bull in der zweiten Saisonhälfte regelrecht ab: Nur sieben Punkten aus den letzten elf Rennen bedeuteten Rang sieben in der Endabrechnung. Als Krönung wurde Red Bull kurz vor Schluss sogar noch von der B-Mannschaft Toro Rosso überholt.

Dafür dass dieses Jahr alles besser wird, sprechen gleich mehrere Gründe: Stardesigner Adrian Newey formte nach den neuen Regeln einen extremen Boliden, den Experten und Fans als einen der schönsten und schnellsten der Formel 1 einschätzen. Motorenpartner Renault durfte das Leistungsdefizit seines V8-Triebwerks per Sondergenehmigung in der Winterpause ausgleichen. Einen großen Aufschwung erhofft sich die Mannschaft aus dem englischen Milton Keynes außerdem auch dank dem deutschen Supertalent Sebastian Vettel.
 
Das Team:

Seit 2005 ist Red Bull nun in der Formel 1. Teamchef Christian Horner, Technikchef Geoff Willis und Designer Adrian Newey bilden mittlerweile ein eingespieltes Dreigestirn an der Teamspitze. Das einzige,was noch fehlt, sind die richtigen Ergebnisse. Die nüchterne Bilanz seit dem Einstieg in die Königsklasse: 71 Starts - 0 Siege. Trotzdem ist das Team zuversichtlich, dass es 2009 endlich klappt: "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht", erklärt Horner optimistisch.

Das Auto:
 
Bei der Vorstellung des neuen RB5 in Valencia enttäuschte Konstrukteur Newey seine Fans nicht. Eine hohe schmale Nase, ein ausgefeilter Frontflügel und ein dank Zugstrebentechnik extrem verjüngtes Heck sind in dieser Kombination einzigartig. Dazu kommt der Heckflügel, dessen riesige Endplatten den Verdacht aufkommen lassen, Mateschitz verlangte beim Design nach möglichst viel Werbefläche für seine Koffeinbrausen. Gleiches gilt im Übrigen auch für die leinwandgroße Motorhaubenabdeckung, die sich bis zum Heckflügel erstreckt.
 
Bei den ersten Ausfahrten der Wintertests konnte der Bolide auf Anhieb überzeugen. Nach dem fulminanten Start stagnierte die Entwicklung allerdings ein wenig. "Erst waren wir spitze, jetzt sind wir im Mittelfeld" bedauert Mark Webber. Er vermutet: "Die Konkurrenz hat schneller entwickelt als wir." Auch Kollege Vettel wundert sich: "Wir wissen nicht, warum wir auf der Stelle treten." Vor allem der hohe Reifenverschleiß auf der Hinterachse ist noch ein Problem. Im Qualifying sollte allerdings mit dem britisch-deutschem Duo gerechnet werden.

Die Piloten:
 
Erfahrung und Talent lautet der nahezu ideale Mix in den zwei Red Bull-Cockpits. Sebastian Vettel, der junge Angaser aus Heppenheim, soll dem Routinier Mark Webber Feuer unterm Hintern machen. Zunächst setzte sich der Australier aber selbst schachmatt. Bei einem Ausdauerrennen in Tasmanien stieß Webber mit dem Fahrrad mit einem Auto zusammen und brach sich das Schienbein. Nach nur vier Monaten Aufbautraining soll die Verletzung zumindest beim Autofahren keine Behinderung mehr darstellen. Der 500 Gramm schwere Nagel im Unterschenkel ist aber nicht gerade die Art Ballast, die man gerne in einem F1-Auto mit rumträgt.
 
Sebastian Vettel hofft dagegen, dass sein Höhenflug auch in der kommenden Saison anhält. Seit seinem F1-Einstieg 2007 kennt die Karriere des 22-jährigen Hessen nur einen Richtung - nach oben. Mit seinem Sieg in Monza hat er bereits mehr Erfolge gesammelt als Webber in den letzten sieben Jahren. Die neuen Regeln könnten Vettel einen weiteren Vorteil verschaffen. Das Fahren mit reduziertem Abtrieb und einem etwas loseren Heck behagt dem Supertalent. "Webber hat mit dem Speed von Vettel noch ein Problem", analysierte Teamchef Horner nach den letzten Testeindrücken.
 
Die Prognose:
 
Auch wenn Red Bull bei den letzte Tests deutlich von Brawn GP überflügelt wurde, darf man die Mannschaft noch lange nicht abschreiben. Das Auto hat sein gewaltiges Potenzial schon mehrfach in diesem Testwinter aufblitzen lassen. Zusammen mit Neuzugang Vettel könnte der Aufstieg in die erste Liga der Formel 1 gelingen. Mit Adrian Newey haben die Briten außerdem noch einen Joker in der Hinterhand, der über das Jahr noch die ein oder andere aerodynamische Wunderwaffe aus dem Hut zaubern kann.

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