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F1 Countdown 2009

So läuft die Saison für... Renault

Fernando Alonso Foto: dpa 12 Bilder

Auf zwei WM-Titel 2005 und 2006 folgten zwei eher magere Jahre für Renault. 2009 peilt Fernando Alonso seinen dritten WM-Streich an. Wir sagen Ihnen, ob Renault reif ist für die nächste Meisterschaft.

21.03.2009 Tobias Grüner

Das Team von Flavio Briatore erwischte nicht gerade den besten Start aus der Winterpause. Das kantige Design entsprach nicht gerade den ästhetischen Ansprüchen vieler Fans. Und auch auf der Strecke blieb der R29 zunächst hinter den eigenen Erwartungen zurück. Erst nach und nach stieg bei den Piloten das Vertrauen.

Zuletzt klangen die Töne wieder zuversichtlich: "Alles andere als der Titel, wäre eine Enttäuschung", lautete die Kampfansage von Alonso. Auch Briatore versprüht Zuversicht: "Der R29 wurde mit dem Wissen um die Fehler seiner Vorgänger gebaut." Und von diesen Fehlern gab es einige. Mit massivem Entwicklungseinsatz wurde der R28 erst in der zweiten Saisonhälfte zum Siegauto.
 
Das Team:
 
Am Renault-Kommandostand steht die geballte Erfahrung von vielen hunderten Grand Prix. Teamchef Flavio Briatore und Chefingenieur Pat Symonds beherrschen das Spiel Formel 1 wie kaum jemand anderes. Es gibt keine Rennsituation, die das britisch-italienische Duo noch nicht schon einmal gesehen hat. Die Teamleitung hat aus den zwei mageren Jahren seine Lehren gezogen und will nach der Reglement-Reform 2009 wieder voll angreifen.

Das Auto:
 
Um es freundlich auszudrücken: Der R29 ist von der Form her einer der ungewöhnlichsten Formel 1-Boliden der 2009er Generation. Die Nase mit weit nach hinten gezogenen Schürzen findet sich in der Art kein zweites Mal. Die Berechnungen im Computer gaben Anlass zu Optimismus, der nach den ersten Probefahrten allerdings Ernüchterung wich. Doch Renault konnte den Rückstand aufholen.
 
Ein neuer Frontflügel und ein neuer Diffusor brachten je eine Sekunde. Das bessere Verständnis für die Abstimmung war für eine weitere Sekunde gut. Obwohl das für Melbourne angekündigte Hybridsystem KERS von Magneti Marelli mit 35 Kilogramm sehr schwer ist, sind Alonso und Piquet beim Setup nicht eingeschränkt. "Wir haben das leichteste Auto gebaut", verrät Ingenieur Pat Symonds.

Die Piloten:
 
Kaum ein Fahrerduo ist derart unterschiedlich. Auf der einen Seite der abgezockte Fernando Alonso, der mit seinen zwei WM-Titeln zur absoluten Top-Liga gehört. Auf der anderen Seite der junge Herausforderer Nelson Piquet Junior, der nach vielen Fehlern in seinem ersten Lehrjahr in der kommenden Saison eine bessere Figur machen sollte. Der Brasilianer steht zudem unter Druck von Testfahrer Romain Grosjean, der mit Macht in die Formel 1 drängt. Vielleicht hilft diese Extramotivation dabei, dass der Abstand zwischen den beiden Stammpiloten etwas geringer wird.
 
Die Prognose:
 
Nach schwachen Beginn konnte Renault am Ende der Wintertests mit der Spitzengruppe mithalten. Nur Brawn GP fuhr zuletzt allen etwas davon. Wir erwarten, dass sich Fernando Alonso auf einem Niveau mit Ferrari, BMW-Sauber und Toyota bewegt. Wenn Piquet schnell ein passendes Setup findet, sollte auch er locker in die Punkte fahren. Die beiden unbekannten Variablen in der Prognose sind die Zuverlässigkeit und die Effizienz des Hybrid-Systems.

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