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F1 Countdown 2009

So läuft die Saison für... Toro Rosso

Toro Rosso STR4 Foto: Red Bull 26 Bilder

Mit dem Abgang von Sebastian Vettel musste die Mannschaft von Toro Rosso einen herben Verlust hinnehmen. Wir sagen Ihnen, ob das Red Bull-Schwesterteam seinen Aufwärtstrend trotzdem fortsetzen kann.

20.03.2009 Tobias Grüner

Toro Rosso gelang die Überraschung der vergangenen Saison. Frisch und unbekümmert nutzte die junge Truppe aus dem italienischen Faenza jede Chance Punkte zu sammeln. Am Ende landete der Underdog auf Rang sechs der Teamwertung und damit sogar einen Platz vor dem großen Bruder Red Bull.

Der Erfolg hatte vor allem einen Namen: Sebastian Vettel. Der junge Heppenheimer war für 35 der insgesamt 39 Teampunkte verantwortlich. Er bescherte Toro Rosso den ersten Sieg und die erste Pole Position in Monza. Sein Weggang zu Red Bull hat eine große Lücke gerissen, die nur schwer gefüllt werden kann.
 
Das Team:
 
Neben den Ära Vettel nahm auch die Ära Gerhard Berger in der Winterpause ein Ende. Der Österreicher verkaufte seine Anteile an Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz und muss sich die Saison 2009 von außen anschauen. Ein Grund für den Ausstieg war sicherlich die mangelnde Perspektive. Toro Rosso wird immer die B-Mannschaft des Getränke-Imperiums bleiben. Neue Teile und Evolutionsstufen werden immer zuerst an Red Bull gehen, bevor sie an den STR-4 montiert werden.

An der Teamspitze steht das Duo Franz Tost und Giorgio Ascanelli, die mit viel Erfahrung jederzeit für eine Überraschung gut sind. Die beiden Racer alter Schule lieben die Rolle als Außenseiter, aus der sie auch 2009 die etablierten Teams ärgern wollen. Dank den verbilligten Motoren kann Toro Rosso trotz 15-prozentiger Budgetkürzung immerhin mit gleichen Mitteln arbeiten wie im Vorjahr.
 
Das Auto:
 
Genau wie bei Red Bull zeichnete sich bei Toro Rosso Stardesigner Adrian Newey für das Design des neuen STR-4 verantwortlich. Der extreme Bolide konnte zumindest in den Händen von Sebastian Vettel sein Potenzial aufblitzen lassen. Die beiden Toro Rosso-Piloten waren dagegen zumeist beschäftigt, die ersten technischen Mängel auszumerzen.

Der späte Testbeginn Anfang März könnte noch zum Problem werden: "In den ersten fünf Testtagen haben wir kaum alle Kinderkrankheiten ausmerzen können", fürchtet Tost. Eine der Stärken der vergangenen Saison stellte das Ferrari-V8-Triebwerk dar. Doch die Renault-befeuerte Konkurrenz durfte ihr Leistungsdefizit in der Winterpause ausgleichen.
 
Die Piloten:
 
Sebastien Buemi und Sebastien Bourdais müssen 2009 in die breiten Fußstapfen von Sebastian Vettel treten. Teamchef Tost ist vom Schweizer Red Bull-Junior Buemi überzeugt, nimmt ihn aber gleichzeitig in Schutz: "Er hat die Fähigkeiten für die Formel 1. Dieses Jahr muss er aber noch Erfahrung sammeln." Weil Buemi neu im Team ist, blieb auch der erfahrerene Bourdais. "Ich erwarte, dass er 2009 die Leistungen bringt, die er in Spa und Fuji aufblitzen ließ. Die Slicks sollten seinem Fahrstil entgegenkommen. Er kennt jetzt auch alle Strecken", setzte Tost den Franzosen unter Druck.
 
Die Prognose:

Bei kaum einem Team ist die Vorhersage so schwierig wie bei Toro Rosso. "Wenn das Auto funktioniert, wollen wir im Mittelfeld landen", so die interne Zielmarke des Teamchefs. Vor allem in den ersten Rennen könnte aber die mangelnde Erfahrung zum Problem werden. Bourdais klagt: "Meine paar Runden waren zu wenig, um das Auto kennenzulernen. Meine Testfahrten gehen in Melbourne weiter." Auch Buemi hatte nur zweieinhalb Tage, um sich auf das neue Auto einzuschießen.

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