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F1 Countdown 2009

So läuft die Saison für... Toyota

Toyota Tf 109 Foto: Toyota 25 Bilder

In seiner achten Saison steht das Toyota F1-Team stark unter Druck. Der Vorstand in Tokio fordert endlich den ersten Sieg. Wir sagen Ihnen, ob dem Rennstall von Timo Glock 2009 der Durchbruch gelingt.

20.03.2009 Tobias Grüner

"Die Zeit ist reif dafür. Wenn wir nicht gewinnen, haben wir keine Zukunft in der Formel 1", lautete die klare Ansage von Toyota-Chef Tadashi Yamashima. Um die Vorgaben zu erfüllen ging Technikchef Pascal Vasselon beim Design des neuen TF 109 deutlich mehr Risiko als noch beim eher konservativen Vorgängermodell. Die Hybridtechnik stand bei der Entwicklung nicht im Vordergrund. Das Auto wurde für einen Verzicht auf KERS optimiert.

"Die neue Aerodynamik und die Slicks verlangen maximale Fahrstabilität", sagt Vasselon. Deshalb verlängerte Toyota gegen den Trend den Radstand. Ist der Hybridantrieb irgendwann einmal doch an Bord, schrumpft die Tankkapazität. Und man dann nicht genügend Ballast, um die Hinterreifen zu entlasten. Das könnte sich im Laufe der Saison noch zu einem klaren Nachteil entwickeln.
 
Das Team:
 
Die in Köln-Marsdorf beheimatete Toyota-Mannschaft konnte finanziell lange aus dem Vollen schöpfen. 2009 ist aber auch bei den Japanern der Sparzwang eingekehrt. Das Budget wurde zwar deutlich reduziert, mit 650 Mitarbeitern verfügt man aber dennoch über eine schlagkräftige Truppe. Neben Teamchef Yamashima und Technikchef Vasselon steht mit Präsident John Howett ein dritter erfahrener Mann am Kommandostand.

Das Auto:
 
Der TF 109 unterscheidet sich vor allem an der gleichzeitig hohen und kurzen Frontpartie von den anderen Boliden des 2009er Jahrgangs. Der Frontflügel ist über zwei breite gebogene Stege an der Nase aufgehängt. Die Endplatten weisen sichelförmig nach außen. Die unteren Querlenker der Vorderachse haben einen extrem negativen Sturz, damit die Luft schön unten durchströmen kann. Die Airbox ist auffallend schlank gestaltet. Damit blendet sie weniger Fläche vom neuen Mini-Heckflügel aus.

Der Verzicht auf KERS beschert dem Toyota dank 50 Kilogramm Ballast einen extrem tiefen Schwerpunkt. Bei den Testfahrten schien das ungewöhnliche Konzept aufzugehen. In den Ergebnislisten konnten sich Timo Glock und Jarno Trulli zumeist in der Spitzengruppe platzieren. "Wir sind unter allen Bedingungen schnell", freute sich der Odenwälder.

Die Piloten: 

Während Glock in Melbourne erst in seine zweite komplette Saison startet, gehört sein italienischer Teamkollege bereits seit 1997 zum Formel 1-Inventar. Trotz seines fortgeschrittenen Alters gehört Trulli immer noch zur absoluten Top-Liga. Vor allem dank seines Qualifying-Speeds kann der zweifache Vater aus Pescara immer wieder für Überraschungen sorgen. Die Mischung aus Routinier und Kämpfer macht das Toyota-Duo zu einer der stärksten Besetzung in der Königsklasse.

Die Prognose:

Toyota hat hoch gepokert und möglicherweise einen Volltreffer gelandet. Allerdings steht die gesamte Mannschaft unter hohem Druck. Der Vorstand will Ergebnisse sehen und die sollten wenn möglich direkt zu Beginn der Saison eingefahren werden. Wenn die Konkurrenz in der zweiten Saisonhälfte ihr KERS weiter entwickelt haben, könnte Toyota etwas abfallen. Das persönliche Ziel von Timo Glock ist klar: regelmäßig aufs Podest und Teamkollege Jarno Trulli schlagen.

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