Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

F1 Countdown 2009

So läuft die Saison für... Williams F1

Nico Rosberg Foto: WilliamsF1 23 Bilder

Nach einer schwachen Saison will das britische Traditionsteam Williams F1 2009 wieder angreifen. Wir sagen Ihnen, wie groß die Chancen für die Mannschaft um Nico Rosberg wirklich sind.

18.03.2009 Tobias Grüner

Das ehemals schillernde Weltmeisterteam von Frank Williams und Patrick Head hat sich in den vergangenen Jahren zur grauen Maus entwickelt. Trotz eines absoluten Top-Piloten wie Nico Rosberg sprangen einfach zu wenige Top-Ergebnisse heraus. Da können auch die zwei Podiumsplätze in Australien und Singapur nicht über eine insgesamt enttäuschende Vorsaison hinwegtäuschen.

Das Ziel des Privatteams ist klar: Der Rennstall muss Nico Rosberg ein Auto zur Verfügung stellen, mit dem Rosberg regelmäßig in die Punkte fahren kann. Auch Siege sollten wieder in Reichweite kommen. Der letzte Erfolg eines Williams-Piloten datiert immerhin schon aus dem Jahr 2004. Damals konnte Pablo Montoya das Saisonfinale in Brasilien für sich entscheiden.
 
Die Piloten:
 
Sollte es in diesem Jahr wieder nicht mit dem Durchbruch klappen, wird es für Williams sicherlich schwierig, Rosberg von einer Vertragsverlängerung zu überzeugen. Der junge Deutsche, dessen Vater Keke bereits 1982 Weltmeister wurde, hat absolut das Talent und den Speed, um ebenfalls den Titel anzugreifen. In der vergangenen Saison überfuhr der Wahl-Monegasse sein Auto häufig, in der Hoffnung mehr rauszuquetschen als eigentlich drin ist. Die Folge waren Frust, Fehler und Ausfälle.
 
Mit Kazuki Nakajima steht Rosberg ein junger Japaner als Teamkollege zur Seite. Das von Toyota geförderte Talent geht 2009 in seine zweite komplette Saison und überzeugt vor allem durch Konstanz. Im teaminternen Duell fehlte ihm bislang aber noch ein gutes Stück, um mit Rosberg auf Augenhöhe kämpfen zu können. Auch in der kommenden Saison erwarten wir keine Wunderdinge von Nakajima.

Das Auto:
 
Auch mit dem neuen Boliden FW 31 machte Williams im Testwinter nicht den Eindruck, nun unbedingt den großen Wurf gelandet zu haben. Nur einmal sorgte Rosberg mit der zweitbesten Zeit des Tages in Barcelona für einen Ausreißer nach oben. Beide Piloten bewegten sich ansonsten stets im Mittelfeld. Positiv ist einzig die gute Standfestigkeit. "Unser letztes Aerodynamik-Paket war ein Rückschritt", bedauerte Technikpapst Patrick Head. Nach aufwendiger Entwicklung bleibt das KERS mit Schwungradtechnik vorerst in der Kiste. Am Prüfstand funktioniert es, im Auto wurde das Schwungrad aber nur im Leerlauf getestet. Es war nie mit dem Antrieb gekoppelt.
 
Mit der Aerodynamik-Reform hoffte das Team eigentlich, wieder den Anschluss an die Spitze zu finden. Doch das Reglement sorgte zuletzt auch für etwas Ärger mit der FIA. Der Diffusor befindet sich in einer Grauzone, darf aber wohl dranbleiben. Die auffälligen Luftleitelemente an den Seiten des Cockpits namens "Skate-Fins" wurden aber nach Sicherheitsbedenken des Weltverbands wieder demontiert.

Das Team:
 
Mit Frank Williams und Patrick Head stehen zwei erfahrene Haudegen an der Spitze des Teams. Beide wissen, was zum Erfolg nötig ist. Mit Designer Ed Wood und Technikdirektor Sam Michael steht eigentlich eine Schlagkräftige Truppe bereit, die hungrig auf Erfolge ist. Ein Problem für den Rennstall ist allerdings die finanzielle Situation. Mit Lenovo, Petrobras und Baugur sind drei wichtige Sponsoren abgesprungen. Und auch die finanziell angeschlagene Royal Bank of Scotland wird sich nach der Saison 2010 zurückziehen. Bis dahin müssen neue Erfolge her, um neue Geldgeber anzulocken.
 
Die Prognose:
 
Williams wird es auch 2009 schwer haben, in die Spitze zu fahren. Mit Ferrari, Red Bull und vor allem Brawn GP haben einige Teams aktuell einen kleinen Vorsprung. Nico Rosberg glaubt dennoch an Williams: "Ich will ein paar Mal aufs Podium", gab der gebürtige Wiesbadener als Zielvorgabe aus. Wir glauben dagegen, dass Williams wie in der Vorsaison vorwiegend um die hinteren Punkteplätze kämpft. Nur wenn die Konkurrenz patzt, kann es dank der guten Zuverlässigkeit gelegentlich auch weiter nach oben gehen.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden