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F1 Countdown 2009

So läuft die Saison für... Force India

Adrian Sutil Foto: Force India 19 Bilder

Force India hat in den letzten fünf Jahren vier Mal den Namen, vier Mal den Besitzer und drei Mal den Motor gewechselt. Wir sagen Ihnen, ob es 2009 mit Mercedes-Power endlich aufwärts geht.

16.03.2009

Bestand hat bei diesem Team nur der Wechsel. Und der Sitz der Fabrik. Die Autos von Jordan, MF1, Spyker und Force India wurden immer einen Steinwurf von der Formel 1-Strecke von Silverstone entfernt gebaut. Und dann gibt es da noch einen, der zum Inventar gehört.
 
Das Team: Geschäftsführer Ian Phillips überlebte alle: Eddie Jordan, Colin Kolles, Alexander Shnaider, Victor Muller. Er war beim Ur-Team Jordan einer der Männer der ersten Stunde. Und der Ex-Journalist ist auch 2009 unter der Führung von Vijay Mallya und Michiel Mol noch an Bord. An die letzten fünf Jahre erinnert sich der 58-Jährige nur ungern zurück. "2004 war bei Eddie Jordan die Luft raus. Wir brauchten einen Wechsel. Am ersten Tag, als die neuen Leute kamen, herrschte helle Begeisterung. Am zweiten Tag der totale Frust. Eddies Nachfolger hatten keine Ahnung von dem Geschäft, und so zog sich das bis zum letzten Jahr durch."

Egal wer das Team übernahm, es gab niemanden, der das Heft in die Hand genommen hätte. Das änderte sich, als der indische Bierkönig Vijay Mallya Ende 2007 den Spyker-Anteil des Teams übernahm. Mallya ist zwar auch ein Lebemann, aber nach einem Jahr in der Formel 1 hat er kapiert, dass man nur Anschluss an das Feld finden würde, wenn die Organisation in der Fabrik stimmt und die modernsten Werkzeuge zur Verfügung stehen. Mallya pumpte rund 60 Millionen Dollar in die Infrastruktur. Der eigene 50-Prozent-Windkanal wurde modernisiert, ein zweiter von Aerolab liefert zusätzliche Ergebnisse. Der Fahrwerksprüfstand ist jetzt auf dem letzten Stand der Technik.

Das Auto: Weil Ferrari nicht in der Lage gewesen wäre, zusätzlich zum Motor auch noch Getriebe, KERS und Hydraulik zu liefern, sattelte Mallya auf Mercedes um. "Jetzt kommt alles aus einer Quelle. Das macht es einfacher", freut sich Phillips. Mit der Technik aus dem Hause McLaren-Mercedes fließt auch logistisches Know-how mit ein. Verbindungsmann Simon Roberts übernimmt die Strukturen von McLaren. Während Mike Gascoyne noch ein Technikdirektor alter Prägung war, ist sein Nachfolger Mark Smith primus inter pares. 

Da zeichnet sich bereits das Matrix-System von McLaren ab. Die Truppe um die Technikchefs Mark Smith und James Key bekam am 11. November die ersten Zeichnungen und Daten von den Komponenten, die McLaren-Mercedes anliefert. 110 Tage später stand das neue Auto auf vier Rädern.

Die Piloten: Für Adrian Sutil und Giancarlo Fisichella sind das gute Nachrichten. Ursprünglich mussten sie fürchten, dass die Premierenfahrt des neuen VJM02 in Melbourne stattfindet. Der Kraftakt der Produktionsabteilung hat ihnen noch acht Testtage verschafft. Vijay Mallya und sein stiller Partner Michiel Mol wollen das Team aus dem Tabellenkeller holen. "Es wird sechs Monate dauern, bis wir die ersten Ergebnisse der Umstrukturierung spüren", warnt Phillips.

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