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Formel 1-Countdown - BMW Sauber F1

Jahr der Entscheidung für Sauber

Foto: xpb 34 Bilder

Nach dem Rückzug von BMW aus der Formel 1 gab es viel Wirbel um den Rennstall aus Hinwil. Nur dem Engagement von Peter Sauber ist es zu verdanken, dass die Schweizer in der Saison 2010 antreten. Mit neuen Fahrern will man das Niveau halten. Wird das gelingen?

07.03.2010

Eigentlich war Peter Sauber bereits Rentner. Und nun steht Peter Sauber in dieser Saison doch wieder an vorderster Front an der Boxenmauer. "Es gibt nur einen Grund, warum ich es gemacht habe", erklärt er. "Hätte ich es nicht gemacht, würde die Firma jetzt nicht mehr existieren. Einen BMW-Technologiestandort hätte es nicht gegeben, die Mitarbeiter wären alle entlassen worden, und in der Zulieferindustrie wären 150 Arbeitsplätze verloren gegangen."

Die Übernahme gestaltete sich schwierig

Nachdem BMW Ende 2009 seinen Ausstieg aus der Formel 1 verkündete, blieb Sauber keine andere Wahl. Doch die Übernahme gestaltete sich schwierig. Das erste Angebot von Sauber nahm BMW nicht an, wollte lieber an den Qadbak verkaufen. Doch der Deal platzte. Einen Tag danach legte Peter Sauber eine zweite Offerte vor. Sie wurde ohne Diskussionen akzeptiert. Der Name BMW-Sauber bleibt dem Team erhalten. Die Formalie sichert Sauber die Auszahlungen aus Bernie Ecclestones Kasse. Ich es derzeit noch nicht entschieden, wann ein Antrag auf Namensänderung gestellt wird. Das Budget ist bisher allerdings nur für 2010 gesichert, noch immer fehlen Sponsoren.

Es hat sich vieles geändert, aber es ist auch einiges bestehen geblieben. Alte Bekannte sind Teammanager Beat Zehnder. Chefaerodynamiker Seamus Mullarkey und Chefmechaniker Urs Kuratle. Nur Technik-Chef Willy Rampf wird das Team im April verlassen. Als Nachfolger steht der ehemalige Force India-Technikdirektor James Key bereits fest. Aus 388 Mitarbeitern wurden 260. Die Entwicklung des 2010er Autos lief noch voll auf der Kostenstelle von BMW. Der Sauber C29 wurde mit einem Aufwand und einer Mannschaftsstärke gebaut, als hätte sich der Autokonzern nie zurückgezogen. Statt acht Chassis soll es 2010 aber nur vier geben. Motor und Getriebe stellt Ferrari. Der Windkanal läuft nur noch elf statt 18 Schichten die Woche.

Neues Fahrerduo für Sauber

Bei der Fahrerpaarung setzt man auf frischen Wind. Mit Pedro de la Rosa und Kamui Kobayashi hat Sauber eine Mischung aus Erfahrung und jungem Heißsporn. Kobayashi machte besonders mit seinen guten Leistungen am Saisonende als Ersatz für Timo Glock bei Toyota auf sich aufmerksam. Pedro de la Rosa hat in seiner Rolle als McLaren-Mercedes-Testfahrer einige Kilometer auf dem Buckel und sich stets fit gehalten.
 
Bei den Testfahrten in Barcelona besiegte der Japaner seinen Teamkollegen im Kampf um die Bestzeit knapp. Insgesamt waren die Fahrer mit dem neuen C29 zufrieden. Das Auto ist eine aerodynamisch extreme Konstruktion mit unten stark ausgehöhlter Nase, tief eingezogenen Seitenkästen, riesiger Airbox und einem schlanken Heck. Schon in Bahrain soll es noch einmal neue Teile geben.

Prognose: "Wir stehen jetzt auf Platz sechs", sagt Sauber mit Blick auf die letztjährige WM-Tabelle. "Nachdem wir das Budget stark herunterfahren, wäre es gut, wenn wir das Niveau halten könnten." Ausgehend von der Performance bei den Testfahrten dürfte das gelingen. Sollten sich die Erfolge einstellen, wird sicher auch die Sponsorensuche für die Saison 2011 leichter fallen.

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