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Formel 1-Countdown - Mercedes GP

Das Comeback der Silberpfeile

F1 Test Barcelona 2010 Foto: xpb 16 Bilder

Mit einem fulminanten Comeback kehrt Mercedes 2010 als Werksteam in die Formel 1 zurück. Die Vorzeichen für den Erfolg könnten mit Michael Schumacher und Superhirn Ross Brawn nicht besser sein. Aber reicht das für den WM-Gewinn?

08.03.2010

Der letzte Auftritt der Silberpfeile datiert vom 11. September 1955. Danach fiel in Stuttgart der Vorhang. 55 Jahre später kehrt Mercedes mit großem Aufgebot als Werksteam in die Formel 1 zurück. Mit Meistermacher Ross Brawn am Regiepult, mit Michael Schumacher als Superstar, mit Petronas als Hauptsponsor. Nico Rosberg und Nick Heidfeld komplettieren die deutsche Nationalmannschaft, deren Produkte in England gebaut werden. Das Auto in Brackley, der Motor in Brixworth.

Aus Brawn GP wurde Mercedes GP

Zuvor hieß Mercedes GP noch Brawn GP, das Weltmeister-Team der Saison 2009. Deshalb gehen viele davon aus, dass auch 2010 wieder die WM drin sein muss. Die Erwartungen sind enorm hoch. Keine Frage, mit Michael Schumacher und Ross Brawn ist man sicherlich gut gerüstet, doch bei den Testfahrten zeigte sich die Silberpfeile noch nicht in Titelform. Nico Rosberg drehte am dritten Testtag in Barcelona zwar die schnellste Runde in 1:20.686 Minuten, auf die McLaren-Wochenbestzeit von Lewis Hamilton fehlten allerdings zwei Zehntelsekunden.
 
Superhirn Ross Brawn macht sich aber keine großen Sorgen. "Wir haben unser komplettes Upgrade-Paket zum ersten Rennen in Bahrain. Das sollte uns weiter nach vorne bringen", sagt er zuversichtlich. Ein neuer Unterboden soll kommen, auch ein neuer Frontflügel steht auf dem Plan. Mercedes-Sportchef Norbert Haug stapelt noch tief. "Wenn ich unsere Konkurrenzfähigkeit für die ersten Rennen einschätze, denke ich, dass wir noch nicht ganz da sind, wo wir sein wollen."

Nico Rosberg wird sich erst einmal etablieren müssen

Am Motor wird es wohl nicht liegen, denn dieser gilt als stärkster im ganzen Feld. Das Designteam hatte diesmal allerdings keinen Zeitvorsprung gegenüber der Konkurrenz. "Trotz des WM-Duells mit Red Bull haben wir beim neuen Auto nur eine Woche Entwicklung für das alte geopfert", verrät Brawn. Der neue MGP W01 trägt die Nase tief und ist im Vergleich zur Konkurrenz erstaunlich kurz. Die Airbox ist extrem flach. Die Zuverlässigkeit ist bereits gut. Probleme gab es zu Testbeginn nur mit den Reifen.
 
Die Fahrerpaarung Nico Rosberg und Michael Schumacher ist eine gute Mischung, die Brisanz in sich trägt. Rosberg wird sich erst einmal behaupten müssen, denn schon jetzt stürzen sich die Medien fast nur auf Schumacher. Andererseits könnte das auch ein Vorteil für Rosberg sein, der sich damit mehr auf das Wesentliche konzentrieren kann. Nick Heidfeld wird als Test- und Ersatzfahrer eine untergeordnete Rolle spielen.
 
Prognose: Mit der Verpflichtung von Michael Schumacher ist Mercedes auf jeden Fall ein PR-Coup gelungen, doch das garantiert noch lang keine Erfolge. Die Erwartungen sind extrem hoch. Bei den Testfahrten zeigte sich, dass die Silberpfeile trotz des hochkarätigen Personals um einen Platz im Spitzenquartett kämpfen müssen. Spannend bleibt, wie groß die Auswirkungen des Aero-Pakets sind, das Mercedes mit nach Bahrain bringen wird.

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