Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows

Formel 1 der Zukunft

Aggressive Autos mit 1.200 PS

Audi F185 Concept - Oriol Folch Garcia Foto: Oriol Folch Garcia 34 Bilder

Die Formel 1-Verantwortlichen diskutieren einen Neubeginn. Das Ziel sind schwierig zu fahrende Autos mit über 1.000 PS und einer aggressiven Optik. Unklarheit herrscht aber nicht nur über die Regeln, sondern auch den Zeitpunkt des Neustarts. Vielen kommt das Jahr 2016 zu früh.

05.01.2015 Michael Schmidt

>> F1 2015: This is what the new noses will look like

>> F1 2015: New rules for 2015 explained

Am Dienstag, den 6. Januar treffen sich die vier Chefkonstrukteure der Motorenhersteller in Genf. Dann geht es um die Motoren der Zukunft. Bernie Ecclestone hat seine Wünsche in drei Worte gefasst: Stärker, lauter, billiger. Bis Ende Januar muss ein Konzept auf den Tisch. Das Ziel sind über 1.000 PS und mehr Lärm. Allerdings auf Basis der bestehenden Antriebsquellen.

Dabei werden viele Punkte diskutiert. Es gilt als sicher, dass die Durchflussmengen-Begrenzung fallen wird. Möglicherweise steigt auch das Verbrauchslimit. Auch die Position des Wastegate-Ventils im Auspufftrakt, der Durchmesser des Endrohrs und die Anzahl der Turbolader stehen zur Diskussion. Ein Bi-Turbo ist nicht ausgeschlossen. Außerdem sollen Komponenten wie Batterien oder Elektromotoren standardisiert werden. Um Kosten zu sparen.

Formel 1-Neustart 2016 käme zu früh

Auch die Autos sollen ihr Gesicht verändern. Breitere Reifen, aggressivere Optik, mehr Power als Abtrieb, damit das Rennfahren wieder ein Ritt auf der Kanonenkugel wird. Niki Lauda warnt dabei vor Schnellschüssen: "Wir müssen ein Rennauto der Zukunft erfinden, und nicht eines der Vergangenheit wieder ausgraben. Die Formel 1 muss die aggressivste Fahrmaschine in Verbindung mit 1.200 PS bieten. Wenn man es richtig angeht, müssen die Autos wieder breitere Reifen haben, schneller werden und schwerer zu fahren sein."

Ein in sich stimmiges Reglement bis 2016 auf die Beine zu stellen ist eine Titanenaufgabe. Auch wenn Bernie Ecclestone zur Eile mahnt. "Es bringt nichts etwas übers Knie zu brechen, das dann wieder falsch ist", sagt Lauda.

"Für 2016 ist das fast unmöglich. Etwas Vernünftiges kann eigentlich nur herauskommen, wenn wir uns bis 2017 Zeit lassen. Dann lohnen sich auch die Investitionen der Hersteller in die Antriebsquellen mehr. Honda hätte dann seinen Motor nur für eine Saison gebaut. Du brauchst eine gewisse Stabilität. Sonst wird alles irrsinnig teuer."

In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen verschiedene Konzepte, wie das Formel 1-Auto der Zukunft aussehen könnte.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Empfehlungen aus dem Netzwerk
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden