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Formel 1-Fahrerkarussell

Drei Wackelkandidaten müssen zittern

Massa Senna GP Spanien 2012 Foto: xpb 45 Bilder

Ein Viertel der Formel 1-Saison ist absolviert und schon sind einige Cockpits in Gefahr. Vor allem drei Kandidaten sind bedroht, ihren Platz am Ende des Jahres zu verlieren: Felipe Massa, Bruno Senna und Michael Schumacher. Bei Senna und Massa könnte sogar schon früher Schluss sein.

16.05.2012 Tobias Grüner

Die Formel 1-Saison 2012 hat einige positive Überraschungen hervorgebracht. Pastor Maldonado und Nico Rosberg haben sich erstmals in die Siegerlisten eingetragen. Sergio Perez schrammte in Malaysia nur knapp an einer Sensation vorbei. Und im Lotus-Lager sorgen Fast-Rookie Grosjean und Comebacker Räikkönen für jede Menge Freude.

Aber nicht überall im Fahrerlager sieht man momentan fröhliche Gesichter. Einige Piloten haben in diesem Jahr noch keine guten Leistungen und Ergebnisse abliefern können. Ein Viertel der Saison ist bereits vorbei. Da machen sich die Teamchefs in der Regel die ersten Gedanken zur Personalplanung der kommenden Saison. Wir sagen Ihnen, welche drei Piloten aktuell besonders zittern müssen, und wie die Alternativen heißen.

Felipe Massa

Schon nach der vergangenen Saison stand Massa unter Druck. Eigentlich sollte 2012 die Wende kommen. Doch es wurde nur noch schlechter. "Zu diesem Zeitpunkt hatte er vor zwei Jahren noch 49 Punkte, letzte Saison waren es 24 und jetzt sind es aktuell nur zwei", rechnet Teamchef Stefano Domenicali vor. "In Barcelona hatte er Pech aber von Monaco erwartet er selbst mehr als jeder andere, dass er einen Gang hochschaltet".

Ferrari kann es sich nicht leisten, nur mit einem Fahrer regelmäßig zu punkten. Das Konto von Alonso steht bereits bei 61 Zählern. So groß ist der Unterschied bei keinem anderen Team. Solange das Auto schlecht war, hielt sich die Kritik an Massa in Grenzen. Doch nun ist die Schonzeit vorbei.

Einige italienische Medien wollen wissen, dass man in Maranello schon nach Ersatz sucht. Neben Sauber-Pilot Sergio Perez schaue man sich demnach auch die beiden Force India-Piloten Paul di Resta und Nico Hülkenberg genauer an. Offiziell gibt es zwar immer wieder Treuebekundungen, aber hinter den Kulissen rumort es.

Michael Schumacher

Nach Massa hat Michael Schumacher den zweitgrößten Rückstand auf den Teamkollegen (39 Punkte). Doch trotz der Krise läuft der Altmeister wenigstens nicht Gefahr, sein Cockpit noch während der Saison zu verlieren. Zuletzt verlief der Trend für Schumi aber in die falsche Richtung. Nach zwei gewonnenen Quali-Duellen zu Beginn der Saison ist der Rekordchampion wieder in Rückstand geraten. Der Crash in Spanien - so sehen es alle Experten im Fahrerlager - ging zum großen Teil auf seine Kappe. Auch wenn er das selbst nicht eingestehen will.

Zur Verteidigung Schumachers muss man aber anfügen, dass er in dieser Saison einfach auch jede Menge Pech hatte. In Australien streikte im Rennen das Getriebe, In China war ein Rad nicht richtig festgezogen und in Bahrain ging im Qualifying der Heckflügel kaputt. Und Monaco beginnt mit der Startplatzstrafe auch nicht gerade vielversprechend. Bis zum Sommer will man sich bei Mercedes mit Schumi zusammensetzen, ob eine weitere Zusammenarbeit für beide Seiten sinnvoll ist.

Bruno Senna

Bei Williams sah das teaminterne Duell lange Zeit gar nicht so einseitig aus. Pastor Maldonado hatte bis Barcelona nur vier Punkte auf dem Konto, was unterschiedliche Gründe hatte: In Australien setzte er sein Auto in der letzten Runde in die Mauer, in Malaysia fuhr er beim Boxenstopp peinlicherweise an seiner Crew vorbei und in Bahrain fiel er mit einem Aufhängungsschaden aus. Doch mit dem Sieg in Spanien und dem Katastrophen-Wochenende für Bruno Senna ist die Hackordnung klar.

Das Trainingsduell hatte der Premierensieger schon vorher im Griff. Nur einmal, in Bahrain, startete Senna vor seinem Teamkollegen und da musste sich Maldonado mit einem KERS-Problem kampflos geschlagen geben. So groß wie in Spanien war der Speed-Unterschied der beiden Südamerikaner in dieser Saison aber noch nie. Bei Williams zeigte man sich vom Senna-Speed enttäuscht, auch wenn man ihm nicht die Schuld am Crash im Rennen gab.

Schon in der Winterpause hatte man lange über die Personalie Senna diskutiert. In einem Evaluierungsprozess entschied man sich schließlich für den Mann mit dem berühmten Namen, was sicher auch mit dessen Sponsoren (Embratel, Gillette) zu tun hatte. Sollte Senna aber dauerhaft hinter Maldonado landen, der vor Barcelona auch nicht gerade als Großkaliber gehandelt wurde, könnte es eng werden. Testfahrer Valtteri Bottas steht schon in den Startlöchern. Das Team hält große Stücke auf den finnischen Nachwuchsmann.

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