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Formel 1-Fahrer-Karussell 2011: Keine Bewegung auf dem Transfermarkt

Formel 1-Fahrerkarussell

Neun der zehn besten Cockpits der Formel 1 sind 2011 schon besetzt. Das wird zum Problem der Fahrer, die aufsteigen oder wie Nick Heidfeld zurück wollen. Die neuen Verträge für Felipe Massa und Mark Webber führen auf dem Transfermarkt zum zwischenzeitlichen Stillstand.

Die Luft ist raus aus dem Transfermarkt, noch bevor er richtig in Schwung gekommen ist. Es bleibt alles wie es war. Mark Webber bei Red Bull, Felipe Massa bei Ferrari, Robert Kubica bei Renault. Die Sitze bei Ferrari, McLaren und Mercedes sind bis 2012 festbetoniert, es sei denn es kommt in einem der Lager zum großen, unlösbaren Krach.

Red Bull hält sich mit dem Einjahresvertrag von Webber die Option offen, den nächsten Vettel ins A-Team zu befördern, sollte sich einer anbieten. Zurzeit ist aber noch keiner in Sicht. Robert Kubica muss notgedrungen bleiben, wo er ist. Der Pole stand bei Ferrari zumindest zur Diskussion. Doch Maranello will Ruhe im Stall. Und Kontinuität. Massa bleibt bis 2012 bei der Scuderia.

Alonso und Kubica wäre ein Pulverfass

Alonso und Massa kommen gut miteinander aus. Die Kollision zwischen Vettel und Webber in Istanbul und das Erdbeben danach zeigten Ferrari, was Harmonie im Team wert sein kann. Alonso und Kubica in einem Team wäre ein Pulverfass mit kurzer Zündschnur gewesen, auch wenn sich die beiden außerhalb der Rennstrecke gut verstehen. Im Rennauto wäre die Freundschaft schnell zu Ende.

Für Timo Glock, Adrian Sutil oder Nick Heidfeld wird Renault zum Dreamteam, aber auch nur dann, wenn bei Vitaly Petrov der Rubel nicht mehr rollt. "Ich fürchte", stöhnt Heidfeld, "die besten zehn Plätze sind weg." Wer ein Cockpit sucht, muss sich schon mit der Preisklasse Force India, Williams oder Sauber zufriedengeben. Force India hat im Moment aber schon drei Fahrer. Hinter Adrian Sutil und Vitantonio Liuzzi lauert Ersatzfahrer Paul di Resta.

Barrichello wichtig für Williams

Williams wird sich so schnell von Rubens Barrichello nicht trennen. Der Brasilianer ist die Lebensversicherung des Teams. "Ohne Rubens wären wir nirgendwo", gibt Frank Williams zu. "Der braucht nicht acht Runden, um auf Speed zu kommen, wenn das Auto mal kritisch ist", lobt Kompagnon Patrick Head. Nico Hülkenberg ist für Williams eine Investition in die Zukunft.

Toro Rosso ist der Talentschuppen von Red Bull. Das macht es für Fahrer außerhalb des Systems schwer, einen Platz bei Toro Rosso zu bekommen. Da weder Sebastien Buemi noch Jaime Alguersuari im nächsten Jahr ins A-Team aufsteigen, beide aber mit guten Leistungen ihre Verpflichtung gerechtfertigt haben, wird sich auch bei dem Rennstall aus Faenza wenig bewegen.

Neue Teams und Sauber bieten Cockpit-Möglichkeiten

Sauber hat im Prinzip zwei freie Cockpits für 2011. Mindestens einer wird an einen Fahrer gehen, der einen Sponsor mitbringt oder einen neuen Sponsormarkt erschließt. Die Rede ist von dem Mexikaner Sergio Perez, der in der GP2-Serie dieses Jahr um den Titel fährt. Hinter Perez steht das Imperium von Carlos Slim, einem der reichsten Männer der Welt.

Wer dann noch immer nicht untergekommen ist, muss sich bei Lotus, Virgin Racing, Hispania F1 oder dem 13. Team bewerben, das im nächsten Jahr dazu kommt. Das wird aller Voraussicht nach ART, der Rennstall von Nicolas Todt, sein.

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Michael Schmidt

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