Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Formel-1 Fahrermarkt 2017

Bottas hält alles auf

Valtteri Bottas - Williams - Formel 1 - 2016 Foto: sutton-images.com 43 Bilder

Renault hält den Fahrermarkt auf. Weil die Franzosen partout zwei Fahrer wollen, die anderswo unter Vertrag stehen. Bei Nico Hülkenberg verdichten sich Gerüchte, dass er zu Renault geht. Bei Valtteri Bottas ist die Lage schwieriger.

13.10.2016 Michael Schmidt

Renault will mit aller Macht Piloten mit Namen. Am besten zwei. Bei Sergio Perez und Carlos Sainz blitzte der französische Hersteller ab. Perez einigte sich mit seinen mexikanischen Sponsoren darauf, eine weitere Saison bei Force India dranzuhängen. „Ich wollte Stabilität.“ Sainz bekam von Toro Rosso keine Freigabe. „Wir brauchen ihn selbst“, winkte Red Bull-Berater Helmut Marko ab.

Bei Nico Hülkenberg könnten die Franzosen mehr Glück haben. Die Gerüchte verdichten sich, dass der Rheinländer im nächsten Jahr für Renault fährt. Weil Force India sich heimlich bereits nach Alternativen umschaut, offiziell aber immer noch tapfer bekundet. „Wir gehen davon aus, dass Hülk für uns fährt“, sagt Sportdirektor Otmar Szafnauer.

Ein oder zwei Jahre Vetrag für Bottas?

Die Bremse auf dem Transfermarkt aber ist nicht Hülkenberg. Er hat offenbar einen Hebel, aus seinem Vertrag freizukommen. Renault will auch noch Valtteri Bottas. Und da gibt es größere Hindernisse.

Williams hat die Option auf den Finnen gezogen. Doch es gibt unterschiedliche Ansichten über die Vertragsdauer. Williams pocht auf einen Zweijahresvertrag. Neben dem Neuling Lance Stroll braucht der Rennstall aus Grove eine feste Größe im Stall.

Bottas will sich aber nur ein Jahr lang binden, um Ende 2017 frei entscheiden zu können. Dann sieht man klarer, wer für das neue Reglement die besten Autos baut. Doch was wäre für Hülkenberg und Bottas so attraktiv an Renault, wo es intern drunter und drüber gehen soll?

Ein Werksteam, ein sicheres Gehalt, eine Perspektive für die nächsten drei Jahre klingen verlockender als der Verbleib bei einem Rennstall, der zwar effizienter arbeitet als jeder andere, doch ständig in Geldschwierigkeiten steckt. Oder im Fall von Williams, bei denen die Formkurve nach unten zeigt.

Force India will Hülkenberg nicht aufhalten

Szafnauers Aussage zum Thema Hülkenberg lässt aufhorchen: „Reisende kann man nicht aufhalten. Es wäre töricht einen Fahrer zu zwingen, wenn er nicht mehr für uns fahren will. Nico wäre aber schlecht beraten. Wir sind Vierter in der WM. Und wo steht Renault?“

Für Williams wäre der Verlust von Bottas fatal. „Die hätten dann ein echtes Problem. Unter den Fahrern, die dann noch frei sind, fehlt ein echter Teamkapitän“, sagt ein anderer Teamchef.

Alle anderen Fahrer hängen im Vakuum fest, weil jeder auf die Entscheidung von Renault wartet. Felipe Nasr, Esteban Gutierrez, Kevin Magnussen, Jolyon Palmer, Pascal Wehrlein, Esteban Ocon und Daniil Kvyat läuft die Zeit davon. Ein freier Platz bei Williams oder Force India wäre eine verlockende Alternative. Doch wer zu lange wartet, wirft sich bei seinem eigenen Team vielleicht die Tür zu.

Es kommt auch ein bisschen auf die Mitgift an. Die Sponsoren von Bottas bringen rund 5 Millionen Dollar. Auf dem Niveau bewegt sich auch das Geld, das Jolyon Palmer auftreiben kann. Felipe Nasr hat mit bis zu 12 Millionen Dollar das attraktivste Mitbringsel.

Für Pascal Wehrlein und Esteban Ocon kann Mercedes höchstens 3 bis 4 Millionen zuschießen. Esteban Gutierrez ist nur noch mit einem Zuschuss von Ferrari vermittelbar. Kevin Magnussen und Daniil Kvyat haben außer Talent nicht viel anzubieten. Trotzdem ist die Lage nicht aussichtslos. Magnussen steht bei HassF1 auf einer Liste, Kvyat bei Force India und Sauber.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden