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Formel 1-Fahrermarkt 2017

Williams mit Button und Stroll?

Lance Stroll - GP Kanada 2017 Foto: sutton-images.com 89 Bilder

Mit der Vertragsverlängerung von Kimi Räikkönen bei Ferrari ist eine Tür auf dem Transfermarkt zugefallen. Nico Rosbergs Unterschrift unter einen neuen Zweijahresvertrag wartet noch auf Bestätigung. Und was passiert bei Williams, Renault, Toro Rosso und HaasF1?

18.07.2016 Michael Schmidt 1 Kommentar

Viele hätten Kimi Räikkönen gerne in Rente gesehen. Doch der Finne hat bei Ferrari einflussreiche Freunde. Sie sitzen praktischerweise ganz oben in der Chefetage. Und sie haben pragmatisch entschieden. Das Problem sind nicht die Fahrer, sondern die Technik. Mit Vettel und Räikkönen ist Ruhe im Team programmiert. So kann man sich auf die eigentlichen Baustellen konzentrieren.

Räikkönen hatte für seine Kritiker noch einen kleinen Seitenhieb übrig: „Ich freue mich, in so viele enttäuschte Gesichter zu schauen.“ Damit mag er auch Sergio Perez, Carlos Sainz und Valtteri Bottas gemeint haben, die insgeheim auf den Platz im Ferrari-Cockpit gehofft hatten. Perez und Sainz sind immerhin durch Verträge bei ihren Teams abgesichert. Bottas muss noch zittern.

Hat Mercedes andere Optionen als Rosberg?

Bei Ferrari ist die Tür zugefallen. Bei Mercedes ist sie noch einen Spalt offen. Die Vertragsverlängerung von Nico Rosberg wartet weiter auf ihre Bestätigung. Stand Silverstone laut Teamchef Toto Wolff: „Im Moment haben wir keinen Zweifel daran, dass Lewis und Nico nächstes Jahr für uns fahren.“

Rosbergs Verhandlungsposition ist deutlich schlechter als noch vor einem Monat. Der Platz bei Ferrari ist weg. Damit gibt es für Rosberg keine Alternative mehr. Doch hat Mercedes noch Optionen? Stoffel Vandoorne wäre eine, wenn McLaren mit Jenson Button um ein weiteres Jahr verlängert.

Man könnte auch Perez bei Force India gegen einen Nachlass bei den Motoren loseisen. Oder Bottas holen. Der Finne gehört wie Pascal Wehrlein zum Kader von Toto Wolff. Die Kollisionen mit Lewis Hamilton sind bei den Gesprächen mit Rosberg angeblich kein Thema. Toto Wolff und Niki Lauda betonen: „Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.“

McLaren will Ruhe bis zum GP Italien. Erst dann wird man sich mit der Frage auseinandersetzen: Jenson Button oder Stoffel Vandoorne. Der Belgier wird favorisiert. Er ist neben Max Verstappen das größte Talent der Formel 1. Es wäre fahrlässig ihn ziehen zu lassen. Fernando Alonso hat noch einen Vertrag bis 2017.

Renault sucht einen Nummer 1-Fahrer

Das größte Fragezeichen schwebt über Williams. Experten glauben, dass dort im nächsten Jahr 2 neue Fahrer im Auto sitzen. Jenson Button, weil er für Sponsoren interessanter ist als Valtteri Bottas und Felipe Massa. Und Lance Stroll, weil dessen Vater eine Mitgift von 35 Millionen Dollar in Aussicht stellt. Williams kann jeden Dollar gebrauchen. Der Spitzenreiter der Formel 3-EM wäre ein Risiko, das man mit Button an seiner Seite absichern könnte.

Auch bei Renault wird eine komplette Neubesetzung erwartet. Esteban Ocon gilt als gesetzt. Sergio Perez und Carlos Sainz wurden kontaktiert. Sainz hat abgesagt. Er will lieber ein drittes Jahr bei Toro Rosso abdienen, um in einem Jahr mit besseren Informationen unter mehr Optionen aussuchen zu können.

Auch Perez zögert. Es gibt Gerüchte, dass bei Renault der Technikerstab ausgetauscht werden soll. Somit wäre der Werksrennstall eine noch größere Unbekannte, als er ohnehin schon ist. Experten tippen auf Felipe Massa oder Valtteri Bottas für den zweiten Sitz, sollten sie ihre Cockpits bei Williams verlieren. Red Bull empfiehlt Sebastien Buemi.

HaasF1: Gutierrez, Leclerc oder Nasr?

Toro Rosso hat ebenfalls noch ein Cockpit zu vergeben. Daniil Kvyat hat sich vom Schock der Degradierung zum Juniorteam noch nicht erholt. Pierre Gasly steht trotz seines GP2-Sieges in Silverstone bei den Talentscouts von Red Bull nicht hoch im Kurs. So könnte alles beim alten bleiben oder Toro Rosso zum ersten Mal auf einen Fahrer zugreifen, der nicht aus dem eigenen Pool stammt. Der Markt ist allerdings nicht gerade mit Talenten gesegnet.

Charles Leclerc wird von Ferrari gerade für die Formel 1 fit gemacht. Der 18-jährige Monegasse ist ein Kandidat auf das zweite Cockpit bei HaasF1 neben Romain Grosjean. Das könnte aber auch an Felipe Nasr gehen. Der Brasilianer hat eine zweistellige Summe von Banco do Brasil im Gepäck. Man hört, es gebe Kontakte.

Toto Wolff hatte HaasF1 als Sprungbrett für Wehrlein ins Auge gefasst. Hier steht dagegen, dass ein Ferrari-Team kein großes Interesse daran haben kann, die Ausbildung eines Mercedes-Fahrers voranzutreiben.

Sauber muss erst den Verkauf des Teams abwickeln, bevor das Team an Fahrerverträge denkt. Marcus Ericsson hat die besten Chancen, da seine schwedischen Gönner zu dem Konsortium gehören, das Sauber übernehmen will.

Völlig offen ist die Besetzung bei Manor. Wenn Wehrlein nichts Besseres findet, wird er dort eine zweite Saison verbringen. Über das zweite Cockpit entscheidet die Mitgift. In den Nachwuchsklassen tummeln sich derzeit viele Söhne von Milliardären, die bereit sind jede Summe auf den Tisch zu blättern. Das Problem dabei: Mit Ausnahme von Stroll wird am Ende des Jahres keiner von ihnen genügend Punkte für die Superlizenz haben.

Neuester Kommentar

"Und Lance Stroll, weil dessen Vater eine Mitgift von 35 Millionen Dollar in Aussicht stellt. Williams kann jeden Dollar gebrauchen. Der Spitzenreiter der Formel 3-EM wäre ein Risiko, das man mit Button an seiner Seite absichern könnte."

35 Mio (p.a.?) von Papi für das Söhnchen damit dieser F1-Rennfahrer spielen kann und das Schlimme daran ist, dass Papi die 35 Mio nicht weh tun, die hat wohl er in einem Jahr wieder drinne, incl. Steuervorteilen. Autsch!

Die F1 (CVC) macht so viel Kohle dass doch ein vernünftiges Nachwuchprogramm finanziert werden könnte. Z. B. würde dann jeder GP2-Sieger zumindest für 1 Jahr ein Cockpit bekommen da dies mit einer zweistelligen Mitgift verbunden wäre, Teams wie Sauber, Manor, FI würden die sicher gerne nehmen. Die Champcars hatten mal sowas mit den Indy Lights bis 2008, das hat prima funktioniert.

Mach5 18. Juli 2016, 17:20 Uhr
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