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Formel 1-Fahrerkarussell 2012

Zwölf Piloten müssen weiter zittern

Buemi, Ricciardo & Alguersuari Foto: Toro Rosso 33 Bilder

Bei Force India, Williams, Renault und Toro Rosso stehen die Fahrerpaarungen für 2012 noch offen. Die Teams wollen sich Zeit lassen. Williams und Renault bis Saisonende, Force India und Toro Rosso darüber hinaus. Für die Kandidaten ist es eine Zitterpartie.

14.10.2011 Michael Schmidt

Diese Fahrer können sich nicht zurücklehnen: Adrian Sutil, Paul di Resta, Nico Hülkenberg, Rubens Barrichello, Kimi Räikkönen, Vitaly Petrov, Bruno Senna, Robert Kubica, Sebastien Buemi, Jaime Alguersuari, Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne - alle müssen warten und beten. Die Teams sitzen am längeren Hebel. Sie entscheiden, wann und wie die Fahrerwahl getroffen wird. Selbst ein Ex-Weltmeister und der erfahrenste GP-Pilot aller Zeiten haben noch nicht überzeugende Argumente in der Hand.

Hülkenberg und Di Resta schon fix?

Bei Force India ist der Fall klar. Sutil, di Resta und Hülkenberg müssen bis Mitte Dezember warten, bis Teamchef Vijay Mallya zwei Namen aus dem Hut zaubert. Im Fahrerlager flüstert man sich zu, dass Di Resta und Hülkenberg 2012 für den indischen Rennstall fahren.

Der neue Partner Sahara India Pariwar bringt Geld in die Partie. Damit muss das Team nicht unbedingt Fahrer mit Sponsoren im Rücken verpflichten. Die demnächst auslaufende Option von Adrian Sutil soll nicht verlängert werden. Was nichts heißen muss. So hält sich Force India die Möglichkeit offen, zu neuen Bedingungen mit dem Gräfelfinger handelseinig zu werden.

Sutil ist der einzige aus dem Trio, der eine echte Alternative hat. Die heißt Williams. Dort ist die Situation verwirrend. Teamchef Adam Parr schweigt sich aus. Selbst langjährige Teammitglieder hören das Gras nicht mehr wachsen. Sicher ist, dass Kimi Räikkönen ernsthaft ein Comeback plant. Er trainiert für eine mögliche Rückkehr, und er hat offenbar auch Geldgeber im Rücken.

Barrichello kämpft um F1-Cockpit

Rubens Barrichello soll in Brasilien Sponsoren gefunden haben. Und er soll sich auch beim Gehalt gesprächsbereit zeigen. Damit würde er dem Team ungefähr so viel Geld einsparen wie Sutils Sponsoren mitbringen. Barrichello geht mit dem Transferpoker offen um: "Sie denken über die Fahrer nach, aber sie tun es nicht laut. Williams weiß, was sie an mir haben. Ich bringe Speed, Erfahrung und Motivation mit und sehe keinen, vor dem ich mich fürchten müsste."

Barrichello gibt zu, dass er Alternativen hat. Dabei fällt der Name Renault. Teambesitzer Gerard Lopez will innerhalb der nächsten zwei Jahre den Rennstall wieder zu dem machen, was er einmal war. Ein Siegerteam. Nicht nur die Branche zweifelt, ob das mit Vitaly Petrov und Bruno Senna möglich ist. "Diese Fahrerpaarung ist nicht in Stein gemeißelt", sagt Lopez.

Robert Kubica soll bis Anfang November Zeit bekommen. Wenn der Pole für eine Rückkehr nicht in Frage kommt, muss Ersatz her. Sprich ein anderer Siegfahrer. Bei Jenson Button und Nico Rosberg soll Renault abgeblitzt sein. Bliebe noch Barrichello.

Vier Red Bull-Junioren kämpfen um zwei Plätze

Toro Rosso schöpft aus dem Red Bull-Fahrerpool. Buemi, Alguersuari, Ricciardo und Vergne stehen zur Wahl. Welche zwei sich qualifizieren, wird nach der Saison entschieden. Teamchef Franz Tost und Red Bull-Fahrerscout Helmut Marko wollen so viele Daten sammeln wie möglich. Die beiden Stammpiloten haben also noch vier Rennen Zeit, sich zu empfehlen.

Gleiches gilt für die Hispania-Leihgabe Ricciardo. Jean-Eric Vergne bleiben nur vier Freitagstrainings und drei Tage Talentsichtung im Red Bull nach dem GP Abu Dhabi, um sich zu beweisen. Für die ausgemusterten Piloten ist nicht unbedingt Schluss. Die beiden Red Bull-Teams brauchen ja auch Ersatzfahrer. Trotzdem steigt der Druck, je näher das Saisonende rückt. "Den müssen sie aushalten", sagt Marko ungerührt. "Sie wollen ja Formel 1-Fahrer werden."

In unserer Bildergalerie sagen wir Ihnen, welche Fahrer noch zittern müssen und wie lange die Verträge der Piloten laufen, die Ihr Cockpit schon sicher haben.

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