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Ergebnisse F1-Fan-Umfrage 2015

Mehrheit will Tanken und Reifenkrieg

Impressionen - GP Kanada 2015 Foto: xpb

Die Vereinigung der F1-Piloten (GPDA) hat die ersten Ergebnisse der großen Fan-Umfrage mitgeteilt. Die Ergebnisse sind in einigen Punkten überraschend. Es muss sich etwas ändern. Die Königsklasse sei nicht mehr aufregend sondern teuer und langweilig.

01.07.2015 Tobias Grüner

217.756 Fans aus 194 verschiedenen Ländern sind dem Aufruf der Fahrervereinigung gefolgt und haben in der großen Online-Umfrage ihre Meinung zur Formel 1 abgegeben. Gefragt wurde zum Beispiel, wie die Zuschauer den Sport verfolgen (90% über TV, 45% über Internet) und welches die Lieblingsfahrer (1. Räikkönen, 2. Alonso, 3. Button) und die Lieblingsteams (1. Ferrari, 2. McLaren, 3. Williams) sind.

Formel 1 langweilig und teuer

Die größten Erkenntnisse erhofften sich die Auftraggeber der Umfrage aber darüber, wie man die Formel 1 attraktiver machen kann. Dass selbst die eingefleischtesten Fans in letzter Zeit viel Kritik in Foren und über soziale Netzwerke übten, hat die Fahrer stutzig gemacht.

Die Ergebnisse bestätigen den Eindruck. Wurde die Formel 1 vor 5 Jahren noch mit Attributen wie "Technologie", "Konkurrenzkampf" und "Spannung" in Verbindung gebracht, nannten die Fans neben der Technologie nun "hohe Kosten" und "Langeweile" als Haupteigenschaften.

89 % der Fans wünschen sich mehr Wettbewerb in der Formel 1. 85 % sind der Meinung, dass sich die Formel 1 mehr um die Fans bemühen sollte. Dass die F1-Autos aktuell zu leicht zu fahren sind, stört dagegen "nur" 56 % der teilnehmenden Zuschauer.

Die Fahrer bekamen es Schwarz auf Weiß, dass die Technik bei den Fans eine hohe Bedeutung hat. Auf die Frage, was am wichtigsten ist, antworteten 74%: "Die Formel 1-Regeln sollten angepasst werden, damit es größere Unterschiede bei den Autos und der Technik gibt." Was auch viele befürchtet haben - 73 % der Fans sagen: "Der Sound der Motoren ist wichtig für mich."

Auch Power (72%) und der Motorentyp (59%) sind Faktoren, die für Fans eine große Rolle spielt. Eine Einheitsserie (16%), einen Einheitsmotor (16%) oder weniger Teams mit mehr Autos (14%) wünschen sich dagegen nur wenige.

Mehrheit der F1-Fans für Reifenkrieg und Nachtanken

Bei der Frage nach den konkreten Regeländerungen stand ein Punkt ganz oben, den viele wohl nicht auf der Rechnung hatten: 80% der Fans wünschen sich mehr als einen Reifenhersteller in der Formel 1. Zuletzt gab es in der Formel 1 2006 ein Reifenkrieg – damals zwischen Bridgestone und Michelin. Ebenfalls überraschend: Ein Comeback des Nachtankens befürworten immerhin 60% der Fans.

Weitere Vorschläge, die bei den Zuschauern gut ankommen: Einen Budget-Deckel für die Teams unterstützen 54% der Fans, Punkte für die schnellste Rennrunde wünschen sich 51%, Kundenautos finden immerhin noch 44% Befürworter.

Dass die Einführung des DRS die Rennen verbessert hat, sagen dagegen nur 40%. Zusatzpunkte für das Qualifying wollen nur 38%. Die Einführung eines dritten Fahrers pro Team (28%), Erfolgsgewichte (26%) oder umgekehrte Startreihenfolgen (18%) finden dagegen kaum Zuspruch. Künstliche Gimmicks scheinen nicht besonders beliebt.

Senna schlägt Schumacher

Interessante Erkenntnisse brachte auch der Blick in die Vergangenheit: Bei der Frage nach dem Jahrzehnt mit den attraktivsten Autos gewannen die 2000er (32%) vor den 1990ern (20%) und der 1980ern (18%). Dass die aktuelle Auto-Generation die beste sei, fanden hingegen nur 10%. Und die für viele wichtigste Frage: Wer ist der beste Fahrer aller Zeiten? 1. Ayrton Senna – 2. Michael Schumacher 3. Alain Prost.

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