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F1 Ferrari für 2015

"Neues Auto in allen Bereichen verändert"

Ferrari - GP Ungarn 2014 Foto: Ferrari 18 Bilder

In diesem Jahr hat Ferrari den Kampf gegen Mercedes aufgegeben. Für 2015 kündigt Technikchef James Allison ein komplett verändertes Auto an. Allerdings gibt der Brite auch zu: "Ich weiß nicht, ob wir die Lücke in einem Jahr schließen können."

03.09.2014 Tobias Grüner

Ferrari befindet sich mal wieder in einem Übergangsjahr. Mit Teamchef Stefano Domenicali und Motorenchef Luca Marmorini mussten schon 2 wichtige Führungspersonen die Scuderia verlassen. Auf der Strecke war das Auto zuletzt nur 4. Kraft hinter Mercedes, Red Bull und Williams.

Um die Wende einzuleiten, müssen die Ingenieure erst einmal die größten Schwächen ausmerzen. Technikchef James Allison gibt allerdings zu, dass man nicht nur in Sachen Motor im Rückstand ist: "Wir haben natürlich vor allem ein Power-Defizit gegenüber Mercedes. Wir sind aber auch in puncto Aerodynamik hintendran. Es ist nicht leicht, den Rückstand in Prozenten aufzuteilen. Das Auto ist als Ganzes einfach nicht konkurrenzfähig genug."

Eckpunkte zum F1 Ferrari für 2015 stehen schon fest

Mit Hochdruck arbeitet Ferrari schon am Nachfolger des F14T. Die Liste der Verbesserungen ist lang. "Wir müssen an allen Bereichen arbeiten, nicht nur dem Motor oder der Aerodynamik, auch an den Aufhängungen und den einzelnen Systemen. Jedes Teil des Autos muss verbessert werden, damit wir nächstes Jahr konkurrenzfähiger sind", so Allison.

Die wichtigsten Eckpunkte bei der Konstruktion des 2015er Ferraris seien bereits festgelegt. "Wir haben uns für einen Weg entschieden, wie wir das neue Paket in den nächsten Monaten in Sachen Performance weiterentwickeln werden. Das neue Auto wird in allen Bereichen anders werden."

Besonders viel Arbeit steckt Ferrari in die Verbesserung des Antriebspakets. Allerdings dürfen über den Winter nur 48 Prozent der von der FIA definierten Bauteile geändert werden. "Es stimmt, dass man nicht alle Teile verbessern darf", erklärt der Ingenieur. "Aber wenn man nur die Bausteine zählt, die einen Unterschied in Sachen Leistung machen, dann ist die Mehrheit der Teile frei. Die Zahl 48 Prozent ist ein wenig irreführend, wenn man bedenkt, welche Möglichkeiten es wirklich gibt, die Leistung der Power Unit zu verbessern."

Allison drückt Erwartungen für 2015

"In Wirklichkeit liegt unser Problem nicht in den Regeln, sondern in der Zeit, diese große Lücke zu schließen. Wir müssen das beste aus jeder verfügbaren Minute rausholen – von jetzt bis zum Homologationsdatum am 28. Februar 2015. Wie schon gesagt, müssen wir aber nicht nur den Motor verbessern sondern alle Teile des Autos. Ich weiß nicht, ob wir den Abstand in nur einem Jahr aufholen können."

Teamchef Marco Mattiaci hatte bereits angekündigt, dass sich die eingeleiteten Maßnahmen erst mittel- und langfristig auf die Aufholjagd auswirken. Allerdings kann sich Ferrari nicht leisten, auch 2015 als Übergangsjahr abzuschreiben. Die Erwartungen der Tifosi sind hoch. Nach mittlerweile 26 sieglosen Rennen in Folge müssen sich die italienischen Fans aber wohl noch etwas weiter in Geduld üben.

Für die letzten 7 Rennen in dieser Saison kann Technikchef Allison keine große Hoffnung verbreiten. "Man muss realistisch bleiben. Wir haben bisher auf jeder Strecke einen deutlichen Rückstand gesehen - normalerweise mehr als eine Sekunde auf Mercedes. Da muss schon ein größerer Fehler passieren, damit wir eine Siegchance bekommen."

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