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Formel 1-Finale im Dezember?

Teams wollen Bahrain kippen

GP Bahrain Foto: dpa 62 Bilder

Die Chancen, dass der GP Bahrain nachgeholt wird, schwinden. Um das abgesagte Rennen wieder im Kalender zu installieren, müsste das Finale in den Dezember verlegt werden. Dagegen rebellieren die Teams.

27.05.2011 Michael Schmidt

Bernie Ecclestone und die Teamchefs trafen sich am Donnerstag zu einer Sitzung in Monte Carlo. Wichtigstes Thema auf der Agenda war eine mögliche Neuansetzung des Grand Prix von Bahrain. Der ursprüngliche Saisonauftakt war wegen politischer Unruhen abgesagt worden. Jetzt glauben die Bahrainis, dass die Situation im Land wieder soweit unter Kontrolle ist, dass der Grand Prix nachgeholt werden könnte. Am 1. Juni soll der Ausnahmezustand in dem Königreich am Arabischen Golf aufgehoben werden.

Bernie Ecclestone sieht nur eine Möglichkeit, Bahrain in den vollen Kalender zu zwängen. Der Ersatz-Grand Prix müsste am Termin des GP Indien stattfinden, dafür müsste Indien an das Saisonende rücken. Die Saison würde damit am 4. oder sogar am 11. Dezember zu Ende gehen, sollte es logistisch nicht möglich sein, die Fracht innerhalb von sieben Tagen von Sao Paulo nach Delhi zu bringen.

F1-Saison bis Dezember zu lang für die Teams

Eine endgültige Entscheidung fällt zwar erst auf der FIA-Weltratsitzung am 3. Juni in Barcelona, doch die Teams machten Bernie Ecclestone klar, dass sie gegen ein Saisonfinale im Dezember sind. McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh erklärte auf einer Pressekonferenz im Namen aller: "Es wäre hart für unsere Mitarbeiter, wenn die Saison verlängert würde. Die neue Saison beginnt schon wieder Mitte Januar mit dem Bau der neuen Autos und dem Testbetrieb."

Die Teams machen sich auch Sorgen über die Sicherheit. Selbst wenn die Regierung das Risiko herunterspielt, kann keiner dafür garantieren, dass die Unruhen wieder aufflammen. Ein Grand Prix wäre für die Protestbewegung die ideale Gelegenheit, Aufmerksamkeit zu erzeugen. "Es ist wichtig, dass wir sicher sind. Außerdem sollte man bedenken, dass wir dann kurz hintereinander drei Mal zwei Rennen an zwei Wochenenden hätten", sagt Peter Sauber.

Absage muss von Bahrain kommen

Bernie Ecclestone zeigte Verständnis für die Bedenken der Teams. Doch wie bringt man den Bahrainis schonend bei, dass eine Ansetzung in diesem Jahr keinen Sinn macht? Weder die Teams noch die FIA wollen sich in die Politik einmischen. Die Absage muss vom Veranstalter selbst kommen. Ecclestone wird viel Diplomatie brauchen, um Bahrain davon zu überzeugen, dass es besser wäre, mit dem Grand Prix bis 2012 zu warten.

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