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Funk-Regeln verschärft

Bei Problem Box oder Ausfall

Mercedes Lenkrad  2016 Foto: sutton-images.com 25 Bilder

Nach der Bestrafung von Nico Rosberg beim GP England wegen unerlaubter Hilfe über Funk schlugen die Wogen hoch. Was ist erlaubt, was nicht? Die Teams forderten freien Funkverkehr in allen technischen Belangen. Doch die FIA hat die Funkregeln jetzt noch einmal verschärft.

21.07.2016 Michael Schmidt 5 Kommentare

Der Fall Nico Rosberg hat die Diskussionen um das Funkverbot neu entfacht. Nachdem der Mercedes-Fahrer wegen unerlaubter Hilfe beim GP England 10 Strafsekunden bekam, forderten die Teams ein Umdenken beim Funkverbot. Alle Funksprüche, die dem Fahrer bei einem technischen Problem helfen, sollten erlaubt sein.

Die FIA hat genau das Gegenteil gemacht. Rennleiter Charlie Whiting verschickte am Mittwochnachmittag an die Teams eine neue technische Direktive, die das alte Dokument TD/016-16 aufhebt. Darin werden die 23 erlaubten Funksprüche aufgelistet. Die neuen Richtlinien gelten mit sofortiger Wirkung.

Schäden an der Verkleidung dürfen kommuniziert werden

Grundsätzlich gibt es keine Einschränkungen mehr, wenn sich das Auto in der Boxengasse befindet. Kernpunkt ist Artikel 2 der vierseitigen Klarstellung. Der besagt, dass der Fahrer über jedes technische Problem informiert werden darf, danach aber entweder an die Box kommen oder das Auto abstellen muss.

Im Fall von Rosberg hätte das bedeutet. Man hätte Rosberg erklären dürfen, wie er aus dem 7. Gang kommt. Doch der Mercedes-Pilot hätte danach einen Boxenstopp einlegen müssen. Dort hätte er weitere Instruktionen erhalten können.

Das Funkverbot gilt neuerdings nur noch, wenn sich das Auto außerhalb der Boxengasse befindet. Erlaubt ist gemäß der neuen Regeln, dass das Team den Fahrer über Schäden an der Verkleidung des Autos instruieren darf. Also wenn den Flügel schief hängt, oder ein Teil der Verkleidung sich gelöst hat.

Der Hinweis an den Fahrer auf ein Standardprogramm zu schalten ist nur noch dann gestattet, wenn der betreffende Sensor, die Kontrolleinheit oder das Stellglied ausgefallen ist, aber auch nur dann, wenn diese Information nicht über das Display am Lenkrad ausgespielt werden kann.

Dabei darf die mündliche Betriebseinleitung nicht dazu führen, dass das Auto nach dem Reset schneller wird. Das gilt für die nächsten beiden Rennen. Ab Spa ist die Information, auf ein Standardprogramm zu schalten ebenfalls damit verbunden, dass der Fahrer an die Box kommen muss.

Neuester Kommentar

Das ist doch alles viel zu kompliziert. Und nach einem Rennen wird dann wieder das Ergebnis geändert, weil Fahrer X nach einem Funkspruch schneller fahren konnte oder nicht in der Box war...? OMG. Da sollte man doch lieber ganz auf Funk verzichten.

austinmini 22. Juli 2016, 13:59 Uhr
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