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Formel 1: Vorschau Grand Prix Australien 2010

Schumi und Vettel auf Ferrari-Jagd

Vettel & Massa Foto: xpb 41 Bilder

In Melbourne geht es am Sonntag (28.3.) in die zweite Runde der Formel 1-Saison. Nach dem Ferrari-Doppelsieg beim Saisonauftakt in Bahrain ist die Konkurrenz in Zugzwang. Können Schumi, Vettel, Rosberg & Co. verhindern, dass die roten Autos davonziehen?

24.03.2010 Tobias Grüner

Das erste Rennen der Saison in Bahrain hat die Fans nicht gerade von den Stühlen gerissen. Für den Grand Prix von Australien dürfte sich das frühe Aufstehen aber wieder lohnen. In den vergangenen Jahren sorgte der schwierige Albert Park Circuit immer für jede Menge Action. Nachdem die Teams nun wissen, wie sich das neue Reglement auswirkt, haben schon einige Piloten erhöhtes Risiko angekündigt.

Formel 1: GP Australien 2010 2:11 Min.

Die Strecke:
 
Der Albert Park Circuit im Herzen von Melbourne ist eine untypische Rennstrecke. Die Piloten müssen teilweise über öffentliche Straßen die nur wenig Grip bieten. Rutschige Fahrbahnmarkierungen erschweren die Sache zusätzlich. Die Strecke ist aber nicht nur für die Fahrer anspruchsvoll. Für die Bremsen ist Australien eines der härtesten Rennen im gesamten Kalender. Viele rechtwinklige Kurven zwingen die Piloten immer wieder zu harten Bremsmanövern aus hohen Geschwindigkeiten. Vor allem mit dem hohen Benzingewicht am Start könnte das interessant werden.
 
Leider bietet die 5,3 Kilometer lange Rundfahrt durch den Albert Park nicht viele gute Überholmöglichkeiten. Die beste Chance zum Passieren bietet sich am Ende der Zielgeraden. Der Grundstein für ein Manöver wird dabei schon in den beiden engeren Kurven im Eingang zur langen Geraden gelegt, an deren Ende die Autos die 300 km/h-Marke knacken. Wer hier nicht überholen kann, muss auf einen Fehler des Vordermanns hoffen.
 
Die Abstimmung:

 
In Melbourne wird die Zeit in den vielen Kurven langsamen Kurven gemacht. Hier ist viel Abtrieb gefragt. Wichtig sind auch die Punkte Bremsbalance und Bremsstabilität. Wer vor jeder Kurve mit einem unruhigen Auto kämpfen muss, verliert Vertrauen und Zeit. Außerdem müssen die Techniker auf die vielen Bodenwellen im Asphalt reagieren. Die Autos sind weicher abgestimmt, was wiederum Nachteile bei der Aerodynamik mit sich bringt. Für die Fahrer gilt es, so schnell wie möglich einen guten Rhythmus zu finden. Der eckige Kurs ist Gift für Piloten mit einem runden Fahrstil.
 
Die Favoriten:
 
Da Melbourne von der Charakteristik her so außergewöhnlich ist, konnte kein Team die Bedingungen bei den Tests simulieren. Vorhersagen sind deshalb nur schwer zu treffen. Wegen des hohen Abtriebslevels geht die Favoritenrolle an Red Bull. In den Kurven ist der RB6 eindeutig das beste Auto. Schon in Bahrain war Sebastian Vettel ganz nah dran am Sieg. Nur eine defekte Zündkerze verhinderte den Auftakterfolg. Die Ferrari-Piloten werden dem Deutschen aber auch Down Under das Leben schwer machen.
 
Auch im Kampf um die dritte Kraft wird es spannend. McLaren scheint weiter einen kleinen Vorteil vor dem Mercedes-Werksteam zu besitzen. In Bahrain setzten Lewis Hamilton und Jenson Button zu stark auf eine Rennabstimmung und vermasselten sich das Qualifying. Der Fehler wird ihnen sicher nicht noch einmal unterlaufen. Mercedes muss dagegen aufpassen, nicht von einem der Teams aus dem Mittelfeld aufgeschnupft zu werden. Force India, Renault und Sauber lauern nur auf Fehler von Schumacher und Rosberg.
 
Neuentwicklungen:
 
Im zweiten Rennen der Saison sind bei vielen Teams keine größeren technische Updates vorgesehen. Mercedes GP hat sein nächstes Aero-Paket sogar erst für Barcelona angekündigt und die Autos direkt von Bahrain nach Australien geflogen. Auch bei der Konkurrenz sind meist nur kleine Veränderungen zu beobachten. Nur Renault hat einen ganz neuen Frontflügel im Paket. Auch am Heckflügel soll es Modifikationen geben.
 
Expertenprognose Sam Michael (Technikchef Williams):
 
"Der Albert Park ist eine Low-Grip-Strecke. Beim Thema Reifenkörnen befindet man sich hier normalerweise am Limit. Deshalb ist es eine Grundvoraussetzung, dass über das Wochenende ein gutes Setup für das Auto erarbeitet wird. Wir haben auch einige Verbesserungen im Gepäck, die wir am Freitag testen werden. Es wird wirklich interessant, wie die Teams auf dieser Strecke abschneiden, die sich so stark vom Kurs in Bahrain unterscheidet. In puncto Strategie hat das erste Rennen aber schon einen guten Anhaltspunkt gegeben, was uns in Melbourne für eine Boxenstopp-Taktik erwartet."
 
Das passierte im Vorjahr:
 
2009 war Melbourne Schauplatz des Auftaktrennens. Begleitet von Diskussionen um den Doppeldiffusor stiegen die weißen Renner von Brawn GP wie Phönix aus der Asche. Jenson Button gewann das Rennen souverän von der Pole Position. Für Spannung sorgten die im letzten Renndrittel stark abbauenden Reifen. Sebastian Vettel wusste sich im Kampf um Rang zwei nur durch eine Kollision gegen den heranstürmenden Robert Kubica zu wehren. Profiteur war der zweite Brawn von Rubens Barrichello.

Für Diskussionen nach dem Rennen sorgte ein vermeintliches Überholmanöver des drittplatzierten Jarno Trulli an Lewis Hamilton während einer Safety-Car-Phase. Am Ende stelle sich raus, dass Hamilton den Toyota absichtlich vorbeiließ. Da der McLaren-Pilot später aber eine andere Version erzählte, wurde er nachträglich aus der Wertung gestrichen.

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