Haben Sie ein Motto auf der Strecke?
Hülkenberg: Einfach Gas geben. Man muss aber immer auch mit der gebotenen Vernunft fahren. Unvernünftige sind in der Formel 1 nicht lange da.
Sie haben bislang meist alles gewonnen. Wie dämpfen Sie denn nun ihre Erwartungshaltung?
Hülkenberg: Man muss sich immer wieder ins Gewissen rufen, dass man in der Formel 1 ist mit den 25 besten Fahrern der Welt und auch den besten Teams der Welt. Und das es halt nicht so einfach ist. Man muss auch schauen, wie gut das Paket ist und was man damit erreichen kann. Bestimmt wird diese Situation kommen und ich werde mich ärgern.
Haben Sie für Ihre Karriere eine Zeittafel aufgestellt?
Hülkenberg: Nein, gar nicht. In der Formel 1 etablieren und das über lange, lange Jahre. Weltmeister werden auf jeden Fall.
Sie mussten bis Mittwoch ausharren, um endlich testen zu können. Wie haben Sie die Wartezeit im Winter erlebt?
Hülkenberg: Was man liebt und was man am besten kann, kann man einfach nicht ausüben. Das ist ein blödes Gefühl. Aber das konnte ich halt nicht ändern, ich wusste, was auf mich zukommt. Ich musste die Zeit absitzen.
Haben Sie einen Ausgleich zur Formel 1?
Hülkenberg: Ich bin großer Tennis-Fan. Ich habe jeden morgen die Australian Open geschaut.
Und wer gefällt Ihnen besonders, Roger Federer?
Hülkenberg: Ja, schon. Einfach vom Charisma und der Persönlichkeit. Der ist noch geerdet. Und über Jahre dieses Level zu halten, ist phänomenal.
Was ist denn, wenn ein anderer Weltstar im Rückspiegel Ihres Williams auftaucht?
Hülkenberg: Nichts, dann hab ich was richtig gemacht.
Sebastian Vettel hat schon mal klargestellt, dass er für Michael Schumacher nicht bremsen wird...
Hülkenberg: Ich glaube, es bremst keiner für Michael.
Tritt also das Gegenteil ein?
Hülkenberg: Auf jeden Fall. Wenn man den Jahrhundert-Rennfahrer hinter sich hat, will man ihn nicht vorbeilassen.





