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Formel 1 in Zahlen

Die Dreher- und Strafenkönige

Michael Schumacher - GP Italien - Monza - 10. September 2011 Foto: xpb 43 Bilder

Wissen Sie, wer 2011 am häufigsten die schnellsten Boxenstopps hatte? Und wer die langsamsten? Wer wie viel Strafe an die FIA zahlen musste? Oder wer mit meisten und die wenigsten Dreher und Unfälle verbuchte? Wir sagen es ihnen.

26.01.2012 Michael Schmidt

Die Formel 1 ist trotz ihrer Perfektion immer noch gut für Kuriositäten. Und Rekorde abseits von Rundenzeiten, WM-Punkten oder Pole Positions. Was war wohl der häufigste Ausfallgrund? Richtig: Dreher oder Unfall. Insgesamt 23 der 82 Ausfälle gingen auf das Konto menschlicher Fehler. Bei den Defekten stand der Getriebeschaden hoch im Kurs. 14 Mal schaffte die Kraftübertragung die Renndistanz nicht. Das lag auch daran, dass die FIA die Lebensdauer für Getriebe verlängert hatte. Von vier auf fünf Grand Prix am Stück.

Historisch betrachtet war die Ausfallquote der Saison 2011 fast rekordverdächtig. Nur 4,3 Autos pro Grand Prix schieden vorzeitig aus. Besser ging es nur im Jahr 2009. Da waren es 4,1 Ausfälle pro Veranstaltung. Absolutes Schlusslicht ist die Saison 1984. Da sahen im Schnitt 16,3 Autos die Zielflagge nicht. Es war die Zeit, in der fast alle Teams auf Turbomotoren umgestellt hatten. Und die waren in der Anfangsphase ihrer Entwicklung noch die große Schwachstelle. In diesem Jahr platzten im Rennen fünf Motoren. 1984 waren es 49.

Red Bull und Mercedes stellt die schnellsten Schrauber

Ohne Tankstopps wurde die Arbeit der Boxencrew zur Akrobatik. Red Bull und Mercedes stellten die schnellsten Schrauber. Die absoluten Bestwerte gingen acht Mal an Red Bull, sieben Mal an Mercedes, drei Mal an McLaren und ein Mal an Ferrari. Der Flop des langsamsten Einzelstopps teilte sich wie folgt auf: sechs Mal Hispania, je zwei Mal Virgin, Williams und Renault, sowie je ein Mal Ferrari, McLaren, Red Bull, Mercedes, Force India, Lotus und Toro Rosso.

Dass Sebastian Vettel 15 Pole Positions einheimste, ist bekannt. Aber wenn man alle freien Trainingssitzungen dazu zählt, dann bringt es Vettel auf insgesamt 32 Bestzeiten, gefolgt von Mark Webber mit 15, Lewis Hamilton mit elf, Jenson Button sieben, Fernando Alonso sechs, Felipe Massa und Michael Schumacher je zwei und Nico Rosberg eine.

Bei den Drehern und Unfällen ist der Fahrer mit der kleinsten Zahl König. Der Titel geht auch in diesem Jahr wieder mit weitem Vorsprung an Jenson Button. Der McLaren-Pilot verließ die Strecke in 56 Trainingssitzungen und 19 Rennen nur ganze neun Mal. Ein einziges Mal beschädigte er dabei sein Auto. Der Rest waren Dreher, Verbremser oder Abkürzer ohne Folgen.

Von den Piloten, die an allen Veranstaltungen teilnahmen, kommen Jérôme d‘Ambrosio (13), Jarno Trulli (14), Vitantonio Liuzzi (16) und Vitaly Petrov (18) dem McLaren-Piloten am nächsten. Fällt Ihnen dabei etwas auf? Keiner der zuletzt Genannten hat bis jetzt ein Stammcockpit für 2012. Offenbar interpretieren die Teamchefs ihre Bilanz dahingehend, dass sie es nicht genügend hart probieren. Jenson Button ist über diesen Zweifel erhaben.

Schumacher ist der Dreher-König

Walzerkönig ist Michael Schumacher mit 47 Ausrutschern, knapp vor Felipe Massa (46), Lewis Hamilton (40), Pastor Maldonado (39) und Kamui Kobayashi (37). Den meisten Schrott produzierten Schumacher und Maldonado mit zehn echten Feindkontakten oder Abflügen, die in der Streckenbegrenzung endeten. Und wo steht Sebastian Vettel? Mit 26 Ausrutschern im guten Mittelfeld. In etwa auf dem Niveau von Fernando Alonso (27).

Die FIA hat ihre Klientel in diesem Jahr für Regelwidrigkeiten und Temposünden wieder kräftig zur Kasse gebeten. Sie kassierte 46.600 Euro von den Fahrern und 50.000 von den Teams. Bruno Senna brauchte schon die goldene Kreditkarte. Er kam bei zwei Vergehen auf 12.000 Euro Buße. Sebastian Vettel fuhr ohne Strafe durch die abgelaufene Saison.

Die meiste Führungsarbeit leistete bekanntermaßen Sebastian Vettel. Der Red Bull-Pilot lag 739 Runden an der Spitze. Von seinen Verfolgern steht Safety-Car-Fahrer Bernd Mayländer gar nicht einmal so schlecht da. Mit 57 Führungsrunden rangiert Mayländer hinter Mark Webber (59), aber deutlich vor Nico Rosberg (17). Aus Sicht von Mercedes nicht so schlimm. Mayländer fährt ja auch ein Auto mit Stern.

FahrerAusrutscherDreherUnfallStrafen
1. Button981--
2. D'Ambrosio13103800 Euro
3. Trulli14122--
4. Liuzzi16124600 Euro
5. Petrov18126400 Euro
6. Webber211921.400 Euro
7. Sutil21174--
8. Barrichello211478.200 Euro
9. Di Resta22202--
10. Buemi241778.200 Euro
11. Rosberg231944.000 Euro
12. Kovalainen252233.000 Euro
13. Glock26233--
14. Vettel26215--
15. Alonso27243400 Euro
16. Alguersuari282172.000 Euro
17. Perez31265600 Euro
18. Kobayashi362881.400 Euro
19. Maldonado392910--
20. Hamilton403371.800 Euro
21. Massa46415--
22. Schumacher4737101.200 Euro
Senna2412.000 Euro
Karthikeyan105.800 Euro
Hülkenberg2600 Euro
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