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Formel 1: Ex-Profis als Rennkommissare

FIA will Mansell, Hill und Fittipaldi

Fittipaldi und Prost Foto: xpb 75 Bilder

Seit Saisonbeginn stellt die FIA den Kommissaren an der Rennstrecke noch einen ehemaligen Rennfahrer als Berater zur Seite. Wir sagen Ihnen, welche namhaften Ex-Profis bei den nächsten Grand Prix zum Einsatz kommen sollen.

14.04.2010 Tobias Grüner

Lange hat sich der Automobil-Weltverband (FIA) den Vorwurf gefallen lassen müssen, dass die Rennkommissare an den Formel 1-Strecken über keine ausreichende Praxiserfahrung verfügen. Sie waren bei Urteilen über strittige Situationen immer angreifbar. In der Winterpause hat die FIA auf die Kritik reagiert: Seit Saisonbeginn ist bei jedem Grand Prix ein namhafter Profi-Pilot vor Ort, um den Stewards beratend unter die Arme zu greifen.

Den Beginn machte der viermalige F1-Weltmeister Alain Prost in Bahrain. In Melbourne kam Tom Kristensen zum Einsatz, der mit acht Gesamtsiegen beim Klassiker in Le Mans ebenfalls über ausreichend Erfahrung verfügt. Zuletzt kam Johnny Herbert in Malaysia der Rennleitung zu Hilfe. Mit 161 Grand Prix-Rennen ebenfalls mehr als qualifiziert für den Job.

FIA will namhafte Piloten

Nach Informationen von auto-motor-und-sport.de hat die FIA auch schon einen detaillierten Plan für die nächsten Rennen. Wie die ersten Grands Prix schon vermuten ließen, gehen die exklusiven Einladungen des Weltverbands nur an absolute Spitzenpiloten oder an Fahrer, die noch aktiven Rennsport betreiben.

Mit Alexander Wurz hat die FIA in China einen Piloten verpflichtet, der gleich zu beiden Kategorien gehört. Der Österreicher landete in 69 Grand Prix-Rennen dreimal auf dem Podium und fuhr 2009 nach 13 Jahren Pause seinen zweiten Erfolg in Le Mans nach Hause. Erst vor wenigen Wochen fügte der Peugeot-Werksfahrer mit dem Sieg in Sebring seiner Erfolgsbilanz noch einen prestigeträchtigen Titel hinzu.

FIA-Einladungen an Hill, Warwick und Fittipaldi

Für den Europaauftakt in Barcelona hat die FIA Derek Warwick eingeplant. Mit 147 Grand Prix-Starts verfügt der mittlerweile 55-jährige Brite ebenfalls über ausreichend Erfahrung. Beim Klassiker in Monte Carlo soll Damon Hill sein Debüt als Berater der Rennleitung feiern. Dank 22 Grand Prix-Siegen und einem Weltmeistertitel dürfte der Präsident des Clubs britischer Rennfahrer (BRDC) genügend Respekt mitbringen. Interessant könnte es allerdings werden, wenn er über eine Strafe für seinen alten Kontrahenten Michael Schumacher mitentscheiden müsste.

In Istanbul will die FIA erneut auf die Dienste von Alain Prost zurückgreifen, der bereits in Bahrain zum Einsatz kam. Für Kanada hofft man auf einen Einsatz von Emerson Fittipaldi. Der rüstige Rennrentner gehört mit 64 Jahren zwar bereits zur alten Garde, mit zwei Weltmeistertiteln gehört der regelmäßige Grand Prix-Gast aber immer noch zu den absoluten Experten des Geschäfts.

Nigel Mansell für Silverstone eingeplant

Für das Rennen in Valencia sucht die FIA aktuell noch nach einem geeigneten Kandidaten. Für den Grand Prix von England hat man jedoch schon ganz konkrete Pläne. Lokalmatador Nigel Mansell (Weltmeister von 1992) soll die Stewards bei wichtigen Entscheidungen beraten.

Bis jetzt gab es noch nicht viel Arbeit für die Ex-Profis. In den ersten drei Saisonrennen wurde insgesamt nur eine einzige Verwarnung für den mehrfachen Spurwechsel von Lewis Hamilton in Malaysia ausgesprochen. Die Rennleitung hat angekündigt 2010 einen neuen Kurs zu fahren und mit Strafen etwas sparsamer umzugehen. Bisher ging die Taktik auf.

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