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F1-Kräfteverhältnis

Ferrari, Red Bull und Toyota in Frühform

Felipe Massa Foto: Ferrari 44 Bilder

Das erste echte Kräftemessen der F1 in Jerez hat viele Antworten gebracht, lässt aber weiter auch noch einige Fragen offen. Wir sagen Ihnen, wer schon gut in Form ist und welche Teams noch aufholen müssen.

07.03.2009 Michael Schmidt

Unterschiedliche Spritladungen und Reifenmischungen, dazu der von Bridgestone geforderte Test der 2010er Reifen verwässerten das Bild bei den Testfahrten in Jerez. Acht der zehn Teams trafen sich vom Sonntag bis Montag in Jerez, und folgendes Informationen lassen sich aus den insgesamt 3.224 Testrunden (14.276 Kilometer) herauslesen:

Red Bull hat das schnellste Auto auf eine Runde. Sebastian Vettel fuhr mit 1.19,055 Minuten die absolute Bestzeit. Mit wenig Benzin an Bord und frischen Reifen zwar, doch die Zeit nötigt der Konkurrenz Respekt ab. "Mit Red Bull müssen wir rechnen", heißt es bei Ferrari. Auch Mercedes-Sportchef Norbert Haug prophezeit: "Red Bull ist vorne mit dabei."

Ferrari hat das beste Auto im Dauerlauf. Kimi Räikkönen und Felipe Massa waren die einzigen, deren Rundenzeiten am Ende eines Longruns so schnell waren wie am Anfang. Zumindest auf einem Niveau zwischen 1.20,2 und 1.20,5 Minuten. Der Ferrari hat seine Qualität als reifenschonendes Auto offenbar auf die neue Fahrzeuggeneration übertragen.

Toyota hat das schnellste Auto im Regen. Timo Glock fuhr am zweiten Testtag mit 1.30,979 Min. Regen-Bestzeit. Das spricht für viel Abtrieb und ein stabiles Fahrverhalten. Der TF109 erfüllt damit exakt die Konstruktionsziele von Technikchef Pascal Vasselon.

BMW hat wie Ferrari die Katze noch nicht aus dem Sack gelassen. Weder Nick Heidfeld noch Robert Kubica waren abgetankt unterwegs. Dafür sind die Rundenzeiten vielversprechend. Nick Heidfeld ist vorsichtig optimistisch: "Das Fahrverhalten des F1.09 ist für ein komplett neu entwickeltes Auto schon ziemlich gut. Das Auto reagiert gut auf Einstellungsänderungen." Die Standfestigkeit ist laut Heidfeld noch nicht zufriedenstellend. "Wir standen aber nie vor unlösbaren Problemen."

McLaren-Mercedes fehlt noch Rundenzeit, sowohl im Longrun, als auch auf eine Runde. Größtes Problem ist derzeit die Aerodynamik. Das Heck produziert zuwenig Anpressdruck. Auch ein neuer Heckflügel brachte kaum Besserung. Die Tatsache, dass die hinteren Bremsen Überhitzungserscheinungen zeigten, verrät, dass die Anströmung der Bremsbelüftungen in der Wirklichkeit nicht so funktioniert wie im Windkanal. Bei den Testfahrten kommende Woche in Barcelona sollen aerodynamische Neuentwicklungen Abhilfe schaffen. Der Hybridantrieb funktioniert reibungslos, doch dafür traten an anderer Stelle viele kleine Defekte auf. "Immer wenn die Strecke und die Bedingungen schnelle Rundenzeiten zugelassen hätten, stand unser Auto an der Box", ärgerte sich Norbert Haug.

Renault ist noch ein Rätsel. Fernando Alonso ist zeitweise bei der Musik, hinkt dann aber wieder weit hinterher. Wie bei McLaren ist für Barcelona eine große Ausbaustufe angekündigt. Nelson Piquet glaubt: "Wir können mehr zulegen als die anderen, weil wir der Standfestigkeit zuliebe die Entwicklung früh unterbrochen haben, um schon Ende Januar fahren zu können."

Williams krebst im Mittelfeld herum. Das Auto gewinnt zwar den Zuverlässigkeitspreis, muss aber in der Rundenzeit noch zulegen. Bislang verzichtete man auf Versuche im Qualifikationstrim. Vor Melbourne ist noch ein neuer Frontflügel avisiert.
 
Force India hat mit dem VJM02 ein passables Debüt hingelegt. Giancarlo Fisichella und Adrian Sutil sind deutlich näher an das Feld gerückt als das im letzten Jahr der Fall war. Sutil beklagte ein instabiles Heck, hatte am letzten Tag aber eine Abstimmung gefunden, mit der sein Auto besser ausbalanciert war.

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