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F1-Krisengipfel in London

Entscheidung ohne Ergebnis vertagt

Foto: dpa 32 Bilder

Das Krisentreffen der Formel-1-Teams mit FIA-Präsident Max Mosley und Formel-1-Chef Bernie Ecclestone wegen des Streits um die Budgetobergrenze hat am Freitag (15.5.) noch keine Lösung gebracht.

15.05.2009

Der Krisengipfel der FOTA mit FIA-Präsident Max Mosley und F1-Chef Bernie Ecclestone brachte am Freitag in London zwar noch keine Entscheidung im Budget-Streit, aber möglicherweise eine Annäherung. "Wir sind bereit zu hören, was sie uns zu sagen haben", meinte Mosley nach den Gesprächen in einem Hotel in Heathrow.

Der Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA bestätigte, dass Ferrari bei einem französischen Gericht eine Einstweilige Verfügung gegen die ab 2010 geltende Budgetobergrenze von 45 Millionen Euro eingelegt habe. Auch nach dem Treffen steht aber noch die Drohung von Ferrari, Renault, Toyota, BMW-Sauber und Red Bull im Raum, aus der Formel 1 auszusteigen, sollte die von der FIA beschlossene Obergrenze bleiben.

Noch am Vormittag hatte Williams-Geschäftsführer Adam Parr auf die existenzielle Bedeutung der Gespräche hingewiesen und eine schnellstmögliche Lösung gefordert. "Leider hatten wir ja schon vor zwölf Monaten die Chance, das auf flexiblere und freundlichere Art und Weise zu erledigen. Und nun befürchte ich, die Zeit läuft ab", sagte Parr vor den richtungsweisenden Diskussionen Mosley und Ecclestone am Freitag dem britischen Magazin "Autosport".

Streit um Budget-Obergrenze
Streitpunkt ist das neue Reglement, das der FIA-Weltrat am 29. April verabschiedet hatte. Demnach werden die Teams bevorteilt, die sich an die Budgetobergrenze von 45 Millionen Euro halten. Sie bekommen entscheidende Freiheiten in der Aerodynamik der Autos und beim Motor. Die Rennställe, die mehr ausgeben, müssen mit Einschränkungen leben.

"Die Teams sind die Formel 1, und der Weltverband sollte ganz einfach nur Schiedsrichter sein. Die Regeln werden von uns gemacht", hatte Renault-Chef Flavio Briatore noch vor dem Treffen getönt. Mosley könne nicht einfach Regeln aufstellen, "ohne mit irgend jemandem gesprochen zu haben. Jede Woche wirft uns die FIA einen neuen Brocken vor", sagte der Italiener.

Zu viel Politik für Hamilton

Auch Weltmeister Lewis Hamilton ist vom Dauerstreit in der Formel 1 genervt. "Ich fühle mich von all dem herumgestoßen", klagte der Brite in der Tageszeitung "The Times" (15.5.). "Ich habe die Formel 1 genossen. Ein Teil davon ist mir genommen worden."Er habe sich nie vorstellen können, dass in der Motorsport- Königsklasse soviel Politik gemacht werde.

"Das war für mich ein Schock", erklärte Hamilton und spielte auf die quälenden Debatten um den Doppel-Diffusor und die Budgetgrenze an. "Ich will Fahrer sein und kein Politiker", schimpfte Hamilton. Zwar habe der Machtkampf hinter den Kulissen bislang keinen Einfluss auf seine Leistungen auf der Rennstrecke gehabt, ihn aber außerhalb sehr wohl beschäftigt. "Das beeinträchtigt dein Leben."

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