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Formel 1-Experten

Ihre Fragen an Schumi, Vettel und Haug

Vettel und Schumacher Foto: xpb 153 Bilder

Auch zum GP Kanada haben Sie wieder die Möglichkeit, Fragen an unsere Formel  1-Experten einzureichen. Dieses Mal stellen sich Michael Schumacher, Sebastian Vettel und Norbert Haug den Fragen der auto motor und sport-Leser.

10.06.2011

In Montreal geht unsere Formel 1-Leser-Aktion in die nächste Runde. Dieses Mal stehen Michael Schumacher, Sebastian Vettel und Norbert Haug bereit. Wenn Ihnen irgendetwas unter den Nägeln brennt, schreiben Sie Ihre Fragen ganz einfach in das Kommentarfeld unter diesen Artikel oder schicken Sie uns eine E-Mail an f1fragen@auto-motor-und-sport.de. Einsendeschluss ist Montag (13.6.) nach dem Grand Prix von Kanada um 20 Uhr.

Hier sind noch einmal die Antworten auf die Leser-Fragen zum GP Monaco:

Fragen an Nico Rosberg:

Frage von "Nike": Haben Sie Angst, dass es Ihnen eventuell mal so gehen könnte wie Nick Heidfeld, dass Sie plötzlich am Ende Ihrer Karriere stehen und nie die Chance hatten, in einem konkurrenzfähigen Auto um die Weltmeisterschaft mitzufahren?

Rosberg: Angst vor so etwas habe ich wirklich gar keine. Man kann auch ein Auto dorthin entwickeln. Das geht aber nicht von heute auf morgen. Da braucht man Geduld. Die meisten Glücksgefühle im Rennsport habe ich aber auch in Momenten, in denen ich weiß, dass ich super mit dem Auto gefahren bin unter den Voraussetzungen, die ich gerade habe. Auch wenn das in letzter Zeit dann zum Beispiel "nur" ein Dritter Platz ist.

Frage von "Manu" (per E-Mail): Sie wurden in Monaco zweimal überrundet. Wie oft ist Ihnen das in ihrer Karriere schon passiert? Was ist das für ein Gefühl im Cockpit, wenn man das ganze Rennen in den Rückspiegel schauen muss? Würde man da nicht am liebsten vorzeitig aussteigen?

Rosberg: Während des Rennens in Monaco war mir nicht bewusst, dass ich zwei mal überrundet wurde. Trotzdem hatte ich ein sehr unangenehmes Gefühl. Ich war mit sehr viel Hoffnung ins Rennen gegangen. Nach dem Start war ich Fünfter und dachte mir, dass es ein super Rennen werden würde. Es kam leider anders. Aber ans Aussteigen denkt man nie. Es kann immer viel passieren in Monaco. Da muss man cool bleiben und für das nächste Mal viel daraus lernen.

Frage von "Sascha Franke": Wann kommt für Ihren Dienstwagen ein Update auf das Sie sich als Fahrer besonders freuen, weil es endlich einen entscheidenden Schritt nach vorn bedeutet?

Rosberg: In Montreal werden wir einige Updates am Auto haben. Welche das sind, habe ich aber gerade ganz plötzlich vergessen...kleiner Scherz...

Fragen an Nico Hülkenberg (Force India): Frage von "0815": In der heutigen Formel 1 spielt sicherlich nicht nur das Talent eine Rolle, was sie schmerzlich erfahren haben. Neben Mitgift ist auch das Image für das Marketing und Medien bedeutend. Bzgl. des Image außerhalb des Cockpits ähneln Sie doch etwas ihrem Landsmann Nick Heidfeld: freundlich, nett und keine Ecken und Kanten. Sehen Sie dies als Problem bei der Cockpitsuche, und wie wollen Sie dagegen angehen?

Hülkenberg: Freundlich und nett - das nehme ich gerne als Kompliment. Aber keine Ecken und Kanten höre ich zum ersten Mal. Normalerweise bekomme ich von Leuten immer gesagt, dass ich sehr eckig und kantig bin. Aber da hat wohl auch jeder seine eigene Wahrnehmung. Für die Cockpitsuche bei mir speziell, also ob mich Force India 2012 wieder ins Auto setzt, sind wahrscheinlich in erster Linie sportliche Gründe entscheidend.

Frage von "unbelievable hulk": Hätte es für Sie auch die Möglichkeit gegeben, in dieser Saison in einer anderen Rennserie als Stammpilot zu fahren? Und wenn ja, warum haben Sie sich dagegen entschieden? Ist es aus Karrieresicht tatsächlich besser in der Königsklasse Ersatzfahrer zu sein, als in einer anderen Serie Rennpraxis und Erfahrungen zu sammeln?

Hülkenberg: Es gab Überlegungen in alle Richtungen - auch in Richtung andere Rennserie. In meiner Situation fand ich es aber besser, den Vertrag mit Force India zu unterschreiben mit der Chance, 2012 wieder Stammfahrer zu sein. Klar, Fahrpraxis ist auch etwas wert, aber eine Garantie, dass man wieder zurückkommt, gibt es nie. Und wenn man dann gar nicht mehr in der F1 präsent ist, ist der Schritt zurück schwerer. So kann ich regelmäßig das Freie Training fahren, kenne Pirelli, DRS und KERS. Ich bleibe also dabei und gehe mit den Entwicklungen in der F1. Man sieht ja auch, wie schwer man sich tut, wenn man mal ein oder mehrere Jahre gar nicht mehr gefahren ist. So behalte ich immerhin eine gewisse Routine.

Frage von "Brazil2010": Force India fährt im Moment nicht die Ergebnisse ein, die sich das Team vor der Saison erhofft hat. Sind sie insgeheim froh darüber "nur" Ersatzfahrer zu sein, weil die Ergebnisse dadurch nicht auf mangelnde fahrerische Leistung ihrerseits zurückfallen können und bei den Leuten Ihre guten Leistungen speziell am Ende der letzten Saison bei Williams noch länger in Erinnerung bleiben?

Hülkenberg: Nein, überhaupt nicht. Ich bin Teil des Teams und wir alle arbeiten für den Teamerfolg. Jeder hat natürlich auch persönliche Ziele. Ich z.B. will im Freien Training überzeugen und mich für 2012 empfehlen. Aber mein persönliches Ziel und die Ziele des Teams schließen sich nicht aus, im Gegenteil! Wenn ich meinen Job gut mache, hilft das ja auch dem Team. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Rennen weiter nach vorne kommen und ich tue alles, um dazu beizutragen.

Fragen an Ross Brawn (Teamchef Mercedes GP):

Frage von "tim": Mercedes GP hat sich bereits Mitte 2010 vollständig auf die Entwicklung des 2011er Auto konzentriert. Teams wie Red Bull, Ferrari und McLaren mussten 2010 dagegen bis zum letzten Rennen ihre 2010er Autos weiterentwickeln, da sie sich noch mitten im WM Kampf befanden. Erst danach konnten auch sie sich vollständig auf die Entwicklung des 2011er Auto konzentrieren. Trotzdem haben alle drei Teams ein deutlich konkurrenzfähigeres Auto gebaut als Mercedes GP. Können Sie sagen, wo die Gründe dafür liegen?

Brawn: Die Wettbewerbsfähigkeit eines Autos spiegelt die technische Stärke des Teams wider, das war in der Formel 1 schon immer so. In der Entwicklungsphase unseres 2011er Autos waren wir leider technisch nicht stark genug. Es war klar, dass wir uns steigern mussten und deshalb haben wir ein Entwicklungsprogramm in die Wege geleitet, zu dem unter anderem die Stärkung unseres Renningenieur-Teams und die Ernennung von Bob Bell zum Technischen Direktor zählt. Die Vorteile dieses Prozesses ergeben sich erst nach einiger Zeit, da die Veränderungen nicht sofort greifen. Ich habe schon einige Teams aufgebaut und weiß, dass es sich lohnt, die Herausforderung anzunehmen. Die wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg eines Teams sind, zu wissen, was benötigt wird und die Schwächen zu beseitigen. Mercedes bietet mir die Möglichkeit, ein Team für die Zukunft aufzubauen.

Frage von "Marco": Ist die Auspufflösung von Mercedes der Grund, weshalb die Hinterreifen so stark abbauen, oder liegt das an was anderem? Und kann es sein, dass wenn die ganzen Auspufflösungen verboten werden, dass Problem behoben ist?

Brawn: Wir haben den Reifenabbau möglicherweise nicht in dieser Form erwartet, aber ich glaube, das hat niemand - darauf weist die hohe Anzahl an Boxenstopps hin, die wir bislang gesehen haben. Unser Fahrzeugkonzept ist in dieser Hinsicht vielleicht nicht ideal, aber wir arbeiten an einigen Veränderungen für die kommenden Rennen, die diese Schwäche beheben sollten. In China ist der Vorderreifen der entscheidende Faktor und dort war klar ersichtlich, dass wir unter diesen Bedingungen wettbewerbsfähig sein können. Wir müssen uns aber noch auf Strecken verbessern, auf denen der Hinterreifen mehr gefordert wird.

Frage von "Ross": Mit Ihrem eigenen Team BrawnGP kamen Sie damals aus dem Nichts und haben gleich den WM-Titel gewonnen. Wie viel ist von dem damaligen Team jetzt bei Mercedes noch übrig und bereuen Sie eventuell. mittlerweile den Zusammenschluss?

Brawn: Brawn GP ist unter einzigartigen Umständen entstanden. Natürlich war es sehr spannende und eine schöne Zeit, aber wir waren nicht in der Lage so wettbewerbsfähig zu bleiben, um an der Spitze mitzuhalten. Jetzt haben wir die Unterstützung um die Struktur zu schaffen, erfolgreich gegen Teams wie Ferrari, Red Bull und McLaren anzutreten. Die Übernahme des Teams durch Daimler und Aabar war entscheidend um dies zu erreichen. Ich selbst bin nur daran interessiert auf diesem Niveau zu kämpfen - egal ob das Team meinen Namen trägt oder nicht. Wichtig ist, ein Team zu haben, das die Fähigkeit besitzt, vorne dabei zu sein - genau das bauen wir hier gerade auf.

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