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F1-Experten: Schumi, Glock & Haug

Fragen Sie unsere Formel 1-Experten!

Michael Schumacher Foto: xpb 50 Bilder

Nach dem GP England beantworten unsere Formel 1-Experten wieder Ihre Leserfragen. Dieses Mal stehen Michael Schumacher, Timo Glock und Norbert Haug Rede und Antwort.

03.07.2011

Nach dem Grand Prix von England läuten wir die nächste Runde unserer Leserfragen-Aktion ein. Dieses Mal haben sich Michael Schumacher, Timo Glock und Norbert Haug als Experten angekündigt. Schreiben Sie uns Ihre Vorschläge einfach als Kommentar unter diesen Artikel, melden Sie sich über unsere Facebook-Seite oder schicken Sie die Fragen einfach an f1fragen@motorpresse.de. Einsendeschluss ist wie immer am Montag nach dem Grand Prix um 20 Uhr.

Hier haben wir noch einmal die Fragen und Antworten nach dem GP Europa. Damals standen Nico Rosberg, Adrian Sutil und Ross Brawn Rede und Antwort.

Fragen an Nico Rosberg:

Frage von "Elke1981": Wie zufrieden bist Du mit der Entwicklung des Autos bei Mercedes. Ist ein Podiumsplatz dieses Jahr noch möglich oder unwahrscheinlich?

Rosberg: Wir müssen uns die Gesamtlage ansehen. An die Spitze zu gelangen ist ein langer Prozess. Das geht nicht in kurzer Zeit. Aber dieses Team wird bald vorne dabei sein, da bin ich mir sicher. Die Kombination Norbert Haug, Ross Brawn und Mercedes wird es schaffen. Ich habe zuletzt viel mit den beiden geredet. Sie haben einen Plan.

Frage von Jens Dillenbach: In Valencia ist Dir schon wieder der Funk ausgefallen wie ich gehört habe. Kannst Du erklären, was genau passiert ist und wie Dich das beeinträchtigt? Welche Informationen und Befehle bekommst Du noch über die Anzeigetafel an der Boxenmauer und auf was musst Du verzichten?

Rosberg: Dieses Mal war es kein großes Problem. Außer, dass ich nicht wusste, dass ich drei Boxenstopps machen werde, war alles easy. Ich hatte gedacht, dass ich nur zwei Stopps machen muss. Aber das Team hat im Laufe des Rennens die Strategie geändert.

Frage von "Schumania": Bei den letzten drei Rennen schien Michael Schumacher etwas näher dran gewesen zu sein an Dir. War das nur durch die Stadtkurse oder erwartest Du auch auf normalen Strecken mehr Gegenwehr von Schumi?

Rosberg: Sie sprechen über den erfolgreichsten Fahrer aller Zeiten, der sieben Mal Weltmeister geworden ist. Ich erwarte immer viel Gegenwehr von ihm, und bei mir muss wirklich alles passen, um vor ihm zu landen. Dies ist mir in den meisten Rennen dieses Jahr gelungen. Also bin ich da ganz happy mit...

Fragen an Adrian Sutil:

Frage von "HistoryFan": Natürlich hoffen wir alle, dass Sie auch 2012 einen Platz in der Formel 1 haben werden. Aber mal angenommen, Sie fallen durch den Rost. Geld kann dabei ja auch eine Rolle spielen. Welche Serie außerhalb der Formel 1 würde Sie am meisten interessieren?

Sutil: Ich plane noch einige Jahre in der Formel 1 und sehe mich auch 2012 in der Formel 1. Wenn ich wechseln würde, dann vielleicht nach Amerika. Die Nascar finde ich ganz reizvoll. Zu den harten Jungs. Zu meiner Zeit in Japan hatte ich auch Spaß, aber das kenne ich ja nun schon.

Frage von Steffen Scholl: Im Qualifikationsduell haben Sie die Bilanz in Valencia verkürzen können. Glauben Sie, dass Sie am Ende der Saison noch vorne stehen können und befürchten Sie nicht, das Di Resta mit mehr Erfahrung noch stärker wird?

Sutil: Das werden wir sehen. Ich gebe mein Bestes und fahre so schnell ich kann. Dann schaun wir mal, wie es am Ende aussieht. Alles ist möglich. Ob Di Resta noch schneller wird, ist schwer zu sagen. Ich weiß gar nicht, ob er sich groß gesteigert hat. Der war vom ersten Rennen schon schnell, sehr konstant und hat wenig Fehler gemacht. Das war wie bei Lewis (Hamilton), dass er direkt in der ersten Saison voll da war. Die Vorbereitung der jungen Fahrer mit dem Simulator ist extrem gut. Da braucht man nicht mehr lange lernen. Die Autos sind außerdem relativ einfach zu fahren. Natürlich ist es schwierig, das letzte Bisschen rauszukriegen. Aber es ist nicht mehr wie in den 80er Jahren, wo man noch erst mit Zwischengas lernen musste, das Auto zu kontrollieren. Das geht heute alles ziemlich schnell. Er wird sich bestimmt noch steigern, aber ich kann nicht sagen in welchem Bereich.

Frage von "Bombay": Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft aus. Nachdem es lange so aussah, als ob die Lücke zu den Topteams immer kleiner werden würde, mussten Sie sich in dieser Saison eher im Mittelfeld orientieren. Sehen Sie bei Force India mittelfristig die Chance, vorne mitzufahren oder treten Sie auf der Stelle?

Sutil: Ich schaue immer nach vorne. Ich möchte mich verbessern, das Team möchte sich verbessern. Es wird aber schwierig für uns, ganz nach vorne zu kommen. Der nächste Schritt ist besonders schwer. Wir kämpfen jetzt gegen die ganzen großen Teams. Wir sind ja immer noch ein kleines Team. Die kurzfristigen Ziele sind, das beste Mittelfeldteam zu werden und das ein oder andere Spitzenteam anzugreifen. Wir sind nicht weit weg von Renault und Mercedes. Daran müssen wir uns orientieren. Für meine persönliche Zukunft besteht natürlich immer noch der Wunsch, irgendwann mal für eines der großen Teams zu fahren und um die WM zu kämpfen. Man muss immer das Ziel haben, Rennen zu gewinnen und Weltmeister zu werden. Wenn man daran nicht mehr denkt, kann man auch gleich aufhören.

Fragen an Ross Brawn:

Frage von Sascha Franke: Mercedes-Fans haben es momentan sehr schwer. Geben Sie uns etwas Hoffnung für dieses Jahr. Wann erwartet Ihr Team ein Update mit dem es gelingen sollte, zumindest mit Ferrari und McLaren um vordere Plätze kämpfen zu können? Oder sind selbst diese Teams für die nächsten paar Rennen außer Reichweite?

Brawn: Ich stimme zu, dass es momentan nicht leicht für unsere Fans ist. Es ist auch für uns als Team nicht leicht, dass wir nicht um Siege und Podiumsplätze kämpfen können. Wir haben unsere aktuelle Situation genau analysiert und wir werden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um unsere Situation für die Zukunft zu verbessern. Es liegt in der Natur der Formel 1, dass kleine Unterschiede einen großen Einfluss auf die Position im Kräfteverhältnis haben können. Jeder bei Mercedes GP Petronas arbeitet extrem hart. Wir haben uns selbst in die Pflicht genommen, die Situation zu verbessern. Wir verstärken weiter unser Team und ich bin zuversichtlich, dass wir wieder ganz vorne angreifen können. In der Formel 1 geht es auf und ab. Alle Teams, auch Red Bull, die vor fünf Jahren noch am Ende des Feldes standen, haben gute und schlechte Saisons. Es sind die schwierigen Jahre, in denen man seine Stärke unter Beweis stellen muss.

Frage von "Dreamfly13": Hat man in Ihrem Team schon Ersatzlösungen für den drohenden Abtriebsverlust gefunden, beim bevorstehenden Verbot des heißen Anblasens und wie verträgt der Mercedes Motor die Umstellung?

Brawn: Die neue Regel-Klarstellung der FIA wird den Effekt der Auspuff-Technik nicht komplett abschaffen. Wir arbeiten immer noch mit der FIA daran, die Grenzen der Einschränkungen festzusetzen und sicherzustellen, dass unser Motor den aktuellen Anordnungen entspricht. Es wird weiterhin einen großen Nutzen durch die Auspuff-Technik geben, nur nicht so stark wie mit den freien Einstellungen. Alle sind in der gleichen Situation. Wir müssen als abwarten, wie sich das in Silverstone auswirkt, bevor wir Schlussfolgerungen über Leistungssteigerungen oder Verluste anstellen können.

Frage von Mark Ringert: Ich habe gehört, dass Sie einen neuen Auspuff in Valencia ausprobieren wollten aber dann doch darauf verzichtet haben. Können Sie den Grund dafür erläutern? So wie ich es verstanden habe, stellen Sie auch auf einen Auspuff wie bei Red Bull um. Warum hat das bei Mercedes neun Rennen gedauert während McLaren den Red Bull-Auspuff in ein paar Wochen vor der Saison kopiert hat.

Brawn: Wir haben einen neuen Prototyp-Auspuff für Silverstone geplant. Das Programm wurde auf Valencia vorgezogen, um zu sehen, ob wir eine erste Beurteilung vornehmen können. Aus Zuverlässigkeitsgründen haben wir uns aber entschieden, es nicht einzusetzen. Unser aktueller Plan sieht nun vor, das System wie ursprünglich geplant am Freitag in Silverstone zu fahren. Danach werden wir analysieren und entscheiden, wie wir weitermachen. Kilometer sammeln ist wichtig, um das System zu verstehen. Unser bestehendes Auspuffsystem ist sehr effektiv, allerdings wollten wir untersuchen, ob es Elemente beim Red Bull- und McLaren-System gibt, die unser Auto anders beeinflussen. Man kann darüber streiten, ob wir das früher hätten machen können. Wir wollten uns aber lieber auf andere Herausforderungen konzentrieren, bevor wir zusätzlich noch eine neue Technologie einführen.

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