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Formel 1-Leserfragen

Ihre Fragen an Rosberg, Sutil und Brawn

Ross Brawn & Nico Rosberg Foto: Wolfgang Wilhelm 54 Bilder

Schicken Sie Ihre Fragen zum GP Europa in Valencia an unsere dre Formel 1-Experten. In dieser Woche antworten Ihnen Mercedes-Pilot Nico Rosberg, Force India-Fahrer Adrian Sutil und Mercedes-Teamchef Ross Brawn.

20.06.2011

Auch zum Rennen in Valencia können die Leser von auto motor und sport.de wieder Fragen an unsere drei Formel 1-Experten vorschlagen. Nach dem Grand Prix von Europa stehen Nico Rosberg (Mercedes), Adrian Sutil (Force India) und Ross Brawn zur Verfügung. Stellen Sie Ihre Fragen einfach als Kommentar unter diesen Artikel oder schicken Sie uns eine E-Mail an f1fragen@motorpresse.de. Einsendeschluss ist wie immer am Montag (20 Uhr) nach dem Rennen.

Hier finden Sie noch einmal die Antworten zum GP Kanada von Rekordchampion Michael Schumacher, Weltmeister Sebastian Vettel und Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

Fragen an Michael Schumacher:

Frage von "Monti": Nach dem Rennen haben Sie gesagt, dass man nur bei solchen Bedingungen die fahrerischen Unterschiede deutlich machen kann. Was überwiegt stärker, die Genugtuung darüber, im Regen der Schnellste gewesen zu sein oder der Ärger über die Erkenntnis, dass man bei abtrocknender Strecke wieder nicht mit Red Bull und McLaren mithalten konnte?

Schumacher: Das Rennen hat einfach Spaß gemacht. Weniger Spaß macht es natürlich, wenn man auf einer Podiumsplatzierung fährt und die einem dann wieder in den letzten Runden weggeschnappt wird. Ihre Frage kann man wahrscheinlich nur mit der Gegenfrage nach dem "Wann" beantworten - direkt nach dem Rennen war ich natürlich enttäuscht, aber mit einigem zeitlichen Abstand weiß ich doch, dass ich mit meiner Leistung im Rennen glücklich sein kann.

Frage von Michael: Erstmal danke für das wundervolle Rennen. Stark wie Sie ihre Klasse zeigen konnten, als es nicht wirklich aufs Auto ankam. Was macht Ross Brawn so sicher, dass Sie 2012 ein "fantastisches Auto" haben werden, da sie im Rennen doch erheblichen Rückstand auf die Top-Teams haben? Was ist denn das fundamentale Problem, dass die Reifen im Rennen nicht halten, wie ist das zu beheben und zusätzlich zwei Sekunden plus X aufzuholen, ohne zu testen?

Schumacher: Zunächst wollen wir uns in diesem Jahr noch Schritt für Schritt steigern, wir sind da auf einem Weg. Ich glaube an die Mannschaft, die in Montreal gezeigt hat, dass wir auch unter extrem schwierigen Bedingungen zu guten Leistungen in der Lage sind. Und ja, unter bestimmten Bedingungen haben wir manchmal Probleme mit dem Reifenverschleiß, aber Sie sind sicher nicht böse, wenn ich Ihnen - und damit unseren Wettbewerbern - das nicht genauer erkläre…

Frage von Sascha Franke: Sie sind begeisterter Motorradfahrer, welche Maschine fahren Sie am liebsten privat auf der Landstraße?

Schumacher: Ich bin in der glücklichen Lage, da wählen zu können – aber offen gesagt, macht mir momentan das Fahren auf der Rennstrecke noch viel mehr Spaß als auf der Landstraße. Es ist einfach sicherer, weil es weder Gegenverkehr noch Bäume gibt. Die Honda CBR, die ich da meistens fahre, ist eine klasse Maschine.

Fragen an Sebastian Vettel:

Frage von Lukas: Herr Vettel, was haben Sie gedacht, als immer und immer wieder das Safety-Car rausgekommen ist und Ihr Vorsprung zum wiederholten Male vermindert wurde. Wie haben Sie die Konzentration, während der Pause hochgehalten und hatten Sie Button die ganze Zeit auf dem "Schirm" auch als dieser letzter war?

Vettel: Es ist natürlich schade, wenn du vorne bist, dir einen Vorsprung herausgefahren hast, und dich dann das Safety-Car wieder einbremst. Für den Führenden ist das meistens nicht von Hilfe, für das Feld dahinter gibt es jedoch die Chance wieder aufzurücken. Das Rennen war insgesamt sehr turbulent, da ist es für alle schwer immer alles auf dem Schirm zu haben.

Frage von "Hybrid": Für Sie und Ihren Teamkollegen stand wieder einmal das KERS-System nicht oder nur teilweise zur Verfügung. Liegt es an der Konstruktion des Autos insgesamt, so dass man davon ausgehen kann, dass die Probleme auch bis zum Saisonende nicht gelöst werde können? Haben Sie Bedenken, dass das nicht funktionierende KERS Ihnen trotz des komfortablen Vorsprungs in der WM am Ende evt. den Titel kosten könnte?

Vettel: KERS ist momentan unsere Schwachstelle. Wir arbeiten sehr hart daran. Wir haben bereits große Fortschritte gemacht, aber es scheint als stelle uns unser KERS immer wieder erneut auf die Probe, sprich neue Probleme die uns das Leben erschweren. Der Weg zum Titel ist noch sehr weit und wir wissen, was alles passieren kann.

Frage von Benno: Es ist absehbar, dass Mark Webber früher der später seine Karriere beendet. Wenn Sie sich einen neuen Teamkollegen frei aussuchen dürften, wen würden Sie wählen und warum?

Vettel: Dirk Nowitzki. Der hat direkt schon Mal Schwierigkeiten ins Auto zu passen. Mir ist es gleich, welchen Teamkollegen ich habe. Hauptsache er oder sie ist ehrlich und man respektiert sich.

Fragen an Norbert Haug:

Frage von Ralle: Herr Haug, Mercedes war noch nie sonderlich im Rallyesport vertreten. Passt es nicht zum Markenimage oder ist es aufgrund der geringeren Medienaufmerksamkeit zu uninteressant?

Haug: Ich selbst mag Rallyes sehr und war bei den glorreichen Zeiten von Walter Roehrl & Co vor Ort als Berichterstatter dabei. Wir fühlen uns mit unseren aktuellen und traditionellen Motorsport-Aktivitäten bestens aufgestellt: Formel 1 als bekannteste und porpulärste Motorsport-Disziplin weltweit, DTM als nationale Serie mit nennenswerter internationaler Aus-und Abstrahlung und großem Wachstumspotential, unser Formel 3-Nachwuchsprogramm, mit dem fast die Hälfte aller aktuellen Formel 1-Rennfahrer Kontakt hatte und neuerdings unser Kundensportsegment mit dem Mercedes SLS AMG GT 3. Viel mehr geht nicht, noch mehr Aktivitäten wollen wir auch nicht. Aber natürlich respektieren wir Wettbewerber, die ein Rallye-Engagement betreiben so sehr, wie diese hoffentlich unsere Aktivitäten.

Frage von Karin: Dank der Unterstüzung von Mercedes wurde Paul Di Resta im diesem Jahr vom britisch-indischen Rennstall Force India aufgenommen. Beim seinem ersten Auftritt in Kanada hat der 25jährige Rookie gestern den sechsten Platz gelegt. Dazu kommt, dass der Schotte bereits 2006 in der Formel-3-Euroserie seine Klasse bewiesen hatte: Dort besiegte di Resta im Titelduell niemand geringeren als Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel. Ist er besser als Sebastian Vettel?

Haug: Besser als Sebastian Vettel ist derzeit niemand. Er ist amtierender Formel 1-Automobilweltmeister und führt deutlich die aktuelle Tabelle der höchsten Motorsportklasse der Welt an. Er definiert sich so also selbst als der derzeit Beste. Paul di Resta hat sich nach seinem DTM-Titelgewinn mit unserer C-Klasse im letzten Jahr allerbestens in die Formel 1 eingeführt und hätte in Kanada Furore gemacht, hätte er nicht eine aus meiner Sicht durchaus diskutable Bestrafung erhalten. Paul wird seinen Weg gehen und wer weiß, vielleicht fahren er und Sebastian wie damals in der Formel 3 auch irgendwann in der Formel 1 im gleichen Team. Dann würde sich endgültig herausstellen, wer der Bessere ist. Heute ist es Sebastian Vettel - siehe oben.

Frage von "HistoryFan": Beim Kanada GP ist bei Sauber ja Pedro de La Rosa eingesprungen für Sergio Perez, obschon Sauber eigentlich einen anderen Testfahrer hat. Bei Mercedes gibt es Kontakte mit Anthony Davidson und Sam Bird, aber wenn einer der Fahrer für ein Rennen nicht starten kann (ich denke bei mehreren würde es andere Pläne geben), wer würde dann einspringen?

Haug: Einer unserer Testfahrer, aber natürlich hoffen wir, das Michael und Nico bei keinem Rennen wegen Unpässlichkeit oder gar Verletzung ersetzt werden müssen.

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