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F1-Machtkampf

Keine Einigung

Foto: dpa 56 Bilder

Die Autohersteller und die neuen Besitzer der Formel 1 standen kurz vor einer Einigung über die Formel 1-Zukunft ab 2008. Doch trotz deutlicher finanzieller Zugeständnisse seitens Bernie Ecclestone kam kein Vertrag zustande. Die Hersteller drücken sich vor der Unterschrift.

16.03.2006 Markus Stier

Die neue Formel 1-Mehrheitsgesellschaft Alpha Prema bot 50 Prozent aller Einnahmen vor Steuern ab sofort oder 60 Prozent ab 2008, wenn die Hersteller ihre Pläne für eine eigene Rennserie aufgeben und das neue Concorde-Abkommen bei der neuen F1-Holding Alpha Prema unterschreiben. Doch die Autokonzerne wollten nicht unterzeichnen, sondern schickten ihre Teams vor. Darauf wollte sich Verhandlungsführer Gerhard Gribbowsky von der Bayerischen Landesbank nicht einlassen.

"So bestünde Gefahr, dass die Hersteller in ein paar Jahren erneut mit einer eigenen Serie drohen. Dafür schütten wir nicht 1,2 Milliarden Dollar extra aus", sagte Gribbowsky. Im Prinzip war man sich auf beiden Seiten weitgehend einig. Einzig in Details, wie die Anzahl der Rennen oder der Sitze der Hersteller im Vorstand gab es noch Diskussionsbedarf.

Eccelstone: Front aufbrechen

Der Haken für die Konzerne liegt in der Vertragsdauer. Die britische Investmentgruppe CVC (mit Ecclestone Besitzer von Alpha Prema) fordert eine Teilnahme-Verpflichtung bis einschließlich 2012. Doch kein Hersteller will sich so weit festlegen. Nun droht die ganze Übernahme der Formel 1-Rechte zu platzen. CVC übernimmt die Anteile nur, wenn die EU-Wettbewerbskommission zustimmt und die Hersteller unterschreiben.

Falls die Hersteller-Gemeinschaft GPMA weiter blockt, will Formel 1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone die Front aufbrechen. Renault braucht beispielsweise eine schnelle Einigung, Renault-Präsident Carlos Ghosn droht mit Rückzug.

Waffenstillstand angeboten

Als Kompromissvorschlag ließ die GPMA nun durchsickern, man könne sich einigen, wenn Alpha Prema statt der Verpflichtung bis 2012 einen Waffenstillstand akzeptiert. Die Hersteller würden in diesem Fall garantieren, dass sie bis 2012 auf eine Gegenmeisterschaft verzichten.

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