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F1

Mehr Dopingkontrollen

Foto: dpa

Die Formel-1-Piloten müssen sich auf verschärfte Doping-Kontrollen gefasst machen. Der Automobil-Weltverband FIA hat die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA beauftragt, die Tests in der Königsklasse des Motorsports zu übernehmen.

23.05.2005

Es gebe keinerlei Vermutungen, dass irgendjemand entsprechende Mittel nehmen würde, sagte der für die Formel 1 zuständige FIA-Arzt Gary Hartstein am Rande des Großen Preis von Monaco. "Aber im Interesse aller macht es Sinn, klarere Kontrollen zu haben. Es steht bei uns so viel auf dem Spiel, dass die Dopingtests optimal erledigt werden müssen." Damit müssen die Fahrer nun auch mit Tests außerhalb der Rennwochenenden rechnen.

Die Kontrolleure können unangekündigt sowie weltweit Blut- und Urin-Proben einfordern, um die Fahrer auf die mögliche Einnahme leistungssteigernder, verbotener Substanzen zu untersuchen. Beaufsichtigt wird dies zwar durch die WADA, über die rechtlichen Konsequenzen für potenzielle Doping-Sünder befindet allerdings das FIA-Berufungsgericht. Jeder, der gegen die in anderen Sportarten wie Leichtathletik oder Radsport bereits üblichen Standards verstößt, soll mit einer Sperre von bis zu zwei Jahren belegt werden können.

In der Formel 1 wurde bislang kein Dopingfall verzeichnet. In der Formel 3000 war dem Tschechen Tomas Enge der Titel vor drei Jahren nachträglich aberkannt worden, weil in seinem Urin Spuren von Cannabis entdeckt worden waren. Der Pilot war für ein Jahr gesperrt worden.

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